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Mit wenig Überraschung haben die Anti-Atom-Initiativen im Münsterland die Äußerungen der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) aufgenommen. Die Genehmigung für den schwach- und mittelradioaktivem Abfall, der seit 2010 in das Zwischenlager in Ahaus eingelagert wird, läuft 2020 aus. Der niedersächsische Umweltminister Birkner hat am 7. Juni bereits eingeräumt, dass das für diesen Müll vorgesehene sog. Endlager…
Atomkraftwerke stellen eine dauerhafte Gefährdung für Mensch und Umwelt dar – ein nicht verantwortbares Risiko heute wie in Zukunft. Mit dem Brennelemente-Wechsel bei der jetzt stattfindenden Revision im Atomkraftwerk Neckarwestheim-2 wird die Bevölkerung einer erhöhten Abgabe von Radioaktivität ausgesetzt. Gründe für Protest gibt es mehr als genug.
Mit einem kleinen Feuerwerk, Auto- und Treckerscheinwerfern, Taschenlampen, Laternen und Teelichtern leuchteten rund 300 Atomkraftgegner am Abend nach Einbruch der Dunkelheit das Gelände des sogenannten Erkundungsbergwerks Gorleben aus. Bereits am späten Nachmittag hatten sie Straßenkreuzungen im Raum Gorleben blockiert. Der Protest richtet sich gegen die Verlängerung des Hauptbetriebsplans in Gorleben, der am 30. September nach…
Kommt es im Endlager Schacht Konrad zu weiteren Verzögerungen, „bleibt der Atommüll in Ahaus“. Der Betreiber des westfälischen Zwischenlagers will nach 2020 einfach eine neue Genehmigung beantragen, und hunderte Tonnen strahlende Abfälle bleiben so lange in der Halle stehen, bis eine Lösung gefunden ist. Atomkraftgegner warnen 28 Jahre nach Baubeginn der Lagerhalle vor einem de-facto…
Asse eine Katastrophe, Gorleben vorläufig gescheitert, Schacht Konrad mit ungewisser Zukunft – so lautet die düstere Bilanz eines halben Jahrhunderts deutscher Atomabfallwirtschaft. Die FAZ beschreibt in ihrer heutigen Ausgabe sehr treffend die Entsorgungsmisere: Eine Aufhellung dieser Bilanz ist nicht in Sicht.
Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss Gorleben (PUA) steuert auf einen Höhepunkt zu, heute muss die Bundeskanzlerin in den Zeugenstand. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) fordert, die Ergebnisse des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses Gorleben zu würdigen und bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Müll endlich einen Schlussstrich unter das Kapitel Gorleben zu ziehen.
Peter Altmaier (CDU) gibt grünes Licht für den weiteren Ausbau Gorlebens, das erfuhr der Radiosender FFN gestern aus dem Bundesumweltministerium, gleichzeitig werden die Ergebnisse der „vorläufigen Sicherheitsanalyse Gorleben“ auf einem Symposium in Bonn vorgestellt: „So verspielt man schon vor einem angeblichen Neuanfang bei der Endlagersuche das Vertrauen der Bevölkerung“, kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).
Gorleben schneidet als mögliches Endlager für hochradioaktiven Müll im Vergleich zu anderen Salzstöcken mit „kaum untersuchungswürdig“ ab. Dieses Ergebnis zeigt eine Studie von Greenpeace, welche die Auswahlkriterien für ein atomares Endlager erstmals auf den Salzstock Gorleben anwendet.
Die rund 126 000 Atommüllfässer im maroden Salzbergwerk Asse sind nach Ansicht von CDU und FDP im niedersächsischen Landtag widerrechtlich eingelagert worden. Politik, Wissenschaft und Wirtschaft hätten gemeinsam Schuld an den Problemen in dem Atommülllager, erklärten beide Fraktionen am Dienstag in ihrem Abschlussbericht zum Asse-Untersuchungsausschuss des Landtags. Atomkraftgegner fordern „Taten statt Worte!“.
Nur wenige Tage vor Ablauf des Hauptbetriebsplans für das „Erkundungsbergwerk“ Gorleben kündigen Atomkraftgegner im Wendland erneute Proteste an. Am kommenden Wochenende will man „Licht ins Dunkel“ um das geplante Endlager und die neue Endlagersuche bringen.
Morsleben, Asse, Gorleben — diese Orte stehen für eine jahrzehntelange vergebliche Suche nach einem sicheren Endlager für radioaktiven Abfall. Sie stehen auch für Schlamperei, Vertuschung und politisches Versagen. Frontal21 fragt heute abend nach der Verantwortung von Angela Merkel.
Mit dem Interview in der „Frankfurter Rundschau“ vom 22.9.2012 bringt Michael Sailer nur „Dunkelheit ins Licht“, findet der Asse-Koorinationskreis. Sailer suggeriert, ein Konzept des trockenen Verbleibs des radioaktiven und chemotoxischen Mülls in der Asse parat zu haben. Das eigentliche Problem blende er aus. Atomkraftgegner fordern von Bundesumweltinister Altmaier nun endlich „Führungsstärke“ in Sachen Atommüll-Rückholung –…
Mit einem massiven Polizeieinsatz wurde der Transport von acht Mischoxidbrennelementen durchgesetzt. Gegen 1:00 Uhr am Montag erreichten zwei LKW das AKW Grohnde. Dieser erste von zwei angekündigten Transporten aus Sellafield war von vielfältigen Protesten und Blockaden entlang der Strecke von Nordenham ins Weserbergland begleitet. Die Dauermahnwache am Zielort erhielt auch viel Sympathie und Unterstützung von…
In Mülheim-Kärlich steht eine AKW-Ruine, die nach fast zehn Jahren Bauzeit nur 30 Monate in Betrieb war und wegen eines fehlerhaften Baugenehmigungsverfahrens zwangsabgeschaltet wurde. Seit 2001 läuft der Abriss – und soll sich laut Betreiber RWE noch bis mindestens 2021 hinziehen. Atomkraftgegner werfen dem Energiekonzern Tricksereien vor.
Atomkraftgegner haben nun auch direkt am Anleger des MOX-Schiffes in Nordenham eine Mahnwache angemeldet. Die Aktivisten wollen bis nach Abfahrt der LKW verharren. Auch am AKW Grohnde, dem Bestimmungsort für die brisante Fracht, sammeln sich die Gegner.
Michael Sailer, einer der „wichtigsten Regierungsberater“ für das Thema warnt, der Bergungsplan für die eingelagerten 126.000 Fässer aus dem havarierten Endlager Asse-2 sei völlig unrealistisch. Wenn man nicht verfülle, drohen der Einsturz des Bergwerks und ein unkontrollierter Austritt von Radioaktivität. Atomkraftgegner halten dagegen: Wer jahrelang nicht an Lösungen arbeitet, handelt fahrlässig!
Insgesamt machen die Straßen und Wege im Bereich des „Roll On Roll Off“ (RoRo)- Anleger der Rhenus Logistics einen miserablen Eindruck, finden Atomkraftgegner. Sie warnen für den unmittelbar bevorstehenden Plutonium-Transport vor zusätzlichen Risiken.
Die „Lex Asse“ stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung der Asse-2-Begleitgruppe. Mehrere Punkte dieser Gesetzesänderung im Paragrafen 57b des Atomgesetzes gilt es noch abzustimmen. Ziel dieser Arbeit ist es, die Rückholung des Atommülls aus dem maroden Asse-Bergwerk zu beschleunigen.
Die Stadt Salzgitter hat Sicherheitsbedenken, wenn ab 2024 Atommüll zum künftigen Endlager Schacht Konrad rollen soll. Ein Gutachterbüro hatte die Studie der Gesellschaft für Reaktotsicherheit (GRS) untersucht, und Mängel nachgewiesen. Die Stadt erwartet nohc weitere Mängel, den es gibt seit Jahren „mehr Fragen als Antworten“. Atomkraftgegner fordern ein Ende des Endlagerprojektes.
In der Nacht zum 19. September verließ nach Augenzeugenberichten der Atomfrachter Atlantic Osprey den britischen Hafen Workington, nachdem das Identifikationssignal zur Ortung des Schiffes abgeschaltet wurde. „Das machen nur Schmuggler, Piraten und eben Atomfrachter“, sagte der Atomexperte Heinz Smital von Greenpeace im Nordwestradio.
Das Plutonium-Transportschiff „Atlantic Osprey“ hat nach Angaben von Atomkraftgegner den englischen Hafen Workington verlassen. Ob die angekündigte Überführung eines LKW, der MOX-Brennelemente für das deutsche AKW Grohnde geladen hat, stattfindet oder nicht, ist bislang nicht bekannt. Nach Angaben der Stromkonzerne sind noch zahlreiche derartige Transporte geplant. Entlang der Transportstrecken in Deutschland kündigen zahlreiche Initiativen Proteste…
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält an dem Plan fest, ein Endlagersuchgesetz auf den Weg zu bringen, der Gorleben zumindest zur Disposition stellt. Es habe eine Bewegung stattgefunden, neben dem bisher im Fokus stehenden Salzstock Gorleben (Niedersachsen) auch andere Standorte in anderen Bundesländern in Betracht zu ziehen. Zusammen mit Umweltminister Peter Altmaier (CDU) hoffe sie, dass…
Hoch umstrittener Schiffstransport mit plutoniumhaltigen Brennelementen ist im britischen Hafen Workington nahe dem Nuklearzentrum Sellafield abfahrbereit / Aktivisten von www.contrAtom.de, dem Informationsnetzwerk gegen Atomenergie haben am gestrigen Sonntag die Hafenanlagen in Nordenham inspiziert / Deutsche Behörden müssen sofort bei der französischen ANS öffentlichen Bericht wegen der Sicherheitsbedenken bezüglich des Atomfrachters Atlantic Osprey anfordern / Kommendes…
Der Abbau des 2005 abgeschalteten Atomkraftwerks Obrigheim schreitet voran, aber Risiken und Gefahren bestehen weiter, denn die abgebrannten Brennelemente befinden sich noch in der Anlage und beim Abbau fällt radioaktives Material an. Atomkraftgegner rufen dazu auf, den Abbau weiter kritisch zu begleiten und laden zu einem „Sonntagsspaziergang“.
Mit einem Aktionstag rufen Atomkraftgegner im Wendland dazu auf, „Licht ins Dunkel“ um das geplante Endlager zu bringen. Denn noch vor einigen Monaten hatte der damalige Umweltminister Norbert Röttgen für den Herbst einen Bau und Erkundungsstopp in Gorleben angekündigt. Doch der Ausbau geht unvermindert weiter.
Bayerns Strommix besteht im 1. Halbjahr 2012 immer noch zu einem großen Teil aus Kernenergie. Dieser Anteil ist zwar rückläufig, dennoch dominiert die Atomkraft mit 58,3 Prozent immer noch die bayerische Stromerzeugung. Heut vor 30 Jahren wurde mit dem Bau des größten deutschen AKW Isar-II begonnen – das sich in Bayern befindet.
Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner wirft den Kritikern des bevorstehenden Transportes plutoniumhaltiger Mischoxid-(MOX)-Brennelemente nach Niedersachsen Unredlichkeit vor. Atomkraftgegner wollen wegen Sicherheitsbedenken ein Verbot. Selbst AKW-Betreiber E.ON rät von einem Einsatz ab.
Am Mittwoch ist der Atomtransporter morgens den nahe der Atomfabrik Sellafield in südliche Richtung gestartet, um in der Nacht umzukehren. Atomkraftgegner um das AKW Grohnde bereiten unterdessen Protestaktionen vor.
Wie ein Sprecher des belgischen AKW-Betreibers Electrabel am Donnerstag mitteilte, weist der Reaktorblock 2 von Tihange zudem die gleichen Schäden wie der Block 3 des AKW Doel in Flandern auf: Risse im Reaktordruckbehälter. Möglicherweise steht auch dieses AKW vor dem endgültigen Aus. Atomkraftgegner fordern die Stilllegung aller Reaktoren mit Druckbehältern belgischen Fabrikats.
Der für Atomfragen zuständige Spitzenbeamte Gerald Hennenhöfer hat ein politisches Durchdrücken von Gorleben als Atommüll-Endlager in den 90er Jahren bestritten. Es habe keine Vorfestlegung gegeben, man habe nur „erkunden“ wollen. Atomkraftgegner fordern, dass der langjährige Atom-Lobbyist endlich seinen Stuhl räumt!
Schwach- und mittelradioaktiver Atommüll aus dem Rückbau deutscher Atomkraftwerke wird bereits regelmäßig u.a. aus der Atommüllkonditionierungsanlage Duisburg per LKW nach Ahaus gefahren, um dort zwischengelagert zu werden. Was aber ist mit dem Müll geplant und wo soll der Müll nach einer Zwischenlagerung in Ahaus hin?
Manchmal kommt es zu Konflikten bei der Atomenergie, die man gar nicht so recht auf dem Schirm hat. Ein solcher Konflikt bahnt sich gerade beim AKW Brokdorf an und könnte – glaubt man den Darstellungen des Schleswig-Holsteinischen-Zeitungsverlages – zur (vermutlich vorübergehenden) Stilllegung des Atommeilers führen.
Seit Anbeginn des Widerstandes gegen die Atomanlagen in Gorleben und anderswo sehen sich AktivistInnen polizeilicher und juristischer Drangsalierung, Überwachung und Belästigung ausgesetzt. Polizeiliche und später staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren werden eingeleitet und enden meist mit Einstellungen, seltener mit Freisprüchen und ab und an kommt es zu einem Gerichtsprozess.
Die französiche Sichherheitsbehörde “Autorité de Suretté Nucléaire” (ANS) hat offenbar gegenüber britischen Behörden die Sicherheit des Plutoniumfrachter Atlantic Osprey kritisiert. Das geht aus einem vor kurzem veröffentlichten Bericht der britischen “International Nuclear Service” (INS) hervor.
Die britische Umweltorganisation CORE warnt vor Sicherheitsmängeln bei dem für den Transport von Plutonium-Brennelementen zum AKW Grohnde geplanten Einsatz des Frachters Atlantic Osprey. Im Gegensatz zu anderen britischen Atomfrachtern, die bei Transporten von und nach Sellafield eingesetzt werden, fehlen der Atlantic Osprey mehrere sicherheitsrelevante Vorkehrungen.
An einem Aktionstag gegen angekündigte Plutonium-Transporte zum Atomkraftwerk Grohnde nahmen gestern hunderte Menschen teil. Mit einem Korso zogen sie zum AKW und forderten: „Stoppt MOX, Stoppt E.ON!“
Am 5. September übergaben Vertreter des Anti-Atom-Plenums Weserbergland dem Landrat Rüdiger Butte über 500 Einwendungen gegen den im Landkreis Hameln-Pyrmont ausgelegten Katastrophenschutzplan.
Niedersachsens Umweltminister Birkner (FDP) will künftige Atommülltransporte nach Gorleben verhindern: „Jetzt sind auch mal andere dran“. Süddeutschland oder Schleswig-Holstein mit dem Zwischenlager in Brunsbüttel zum Beispiel. Die Endlagerdebatte nimmt angesichts des Wahlkampfes in Niedersachsen wieder an Fahrt auf. Das Ziel ist einfach: Ruhe im Wendland, um Gorleben als Endlager durchzusetzen.
Man sollte meinen, das AKW Krümmel sei Geschichte. Aber bisher ruht es nur. Vattenfall hat noch keinen Antrag auf Rückbau gestellt und plant das wohl auch nicht. Deshalb veranstaltet die Stadt Geesthacht am 13. September auf Anregung der ElternInitiative Geesthacht und der BUND Ortsgruppe Geesthacht eine erste BürgerInnenanhörung.
Atomkraftgegner aus dem Wendland haben einen Fortgang der stockenden Gespräche über ein Endlagersuchgesetz angemahnt. „Seit geraumer Zeit hat man nichts mehr von diesem Projekt gehört, still ruht der See“, kritisierte am Mittwoch die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Da zugleich der weitere Ausbau des Gorlebener Endlagerbergwerks beantragt worden sei, sei es notwendig, „dass wir Licht ins Dunkel…
In den frühen Morgenstunden des 03.09.12 hängten Aktivist*innen sieben Transparente an sieben Brücken entlang der A1 und A27 bei Bremen auf. Auf den Transparenten waren Sprüche zu lesen wie „Achtung: Atomtransportstrecke“, „Atomtransporte Stopp!“ oder „Atomstaat stilllegen“.
Atomkraftgegner fordern von Bundesumweltminister Peter Altmaier als verantwortlichen Bundesminister und im Bundesamt für Strahlenschutz und Reaktorsicherheit zuständig ein Transportverbot von Plutonium-Brennelementen in Atomkraftwerken. Anlass ist die geplante Anlieferung zum AKW Grohnde, gegen die sich Widerstand regt.
Ein Entwurf zum Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses im niedersächsischen Landtag legt einen desaströsen Eindruck vom Zustand des ehemaligen Endlagerbergwerk Asse-II vor. Ein Bergbauingenieur betonte auf einer BI-Veranstaltung Mitte Juli, er habe schon 1979 vor Risiken gewarnt, seine Ausführungen seien aber ignoriert worden. Die gemachten Fehler haben ungeheure Tragweite, auch für die Zukunft Gorlebens.
Gleich zwei Touren mit Plutonium-Brennelementen sollen von England aus demnächst am AKW Grohnde eintreffen. Die genauen Transporttermine werden geheim gehalten, klar ist aber bislang, dass ein erster Transporte noch im September, der zweite wohl im November stattfinden wird. In Grohnde, Hameln und Nordenham regt sich jetzt Protest!
Ein rechtliches Nachspiel könnte jetzt die Jubiläumsveranstaltung der atomkritischen Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD am vergangenen Wochenende haben. Die dreitägige Veranstaltung zum 25jährigen Bestehen der Organisation in Salzgitter-Bleckenstedt und rund um den Hof eines Vorstandsmitgliedes war von der Polizei aufdringlich observiert, fotografiert und gefilmt worden.
Ende Juli gab es in Metelen ein Camp von Anti-Atom-Aktivist_innen, am 30. Juli kam es zu einer Ankettaktion und einer Kletterblockade eines Urantransportes, einen Tag später wurde die Zufahrt zur Gronauer Urananreicherungsanlage für 24 Stunden blockiert. Viel Wirbel – warum eigentlich?
Das Atomkraftwerk Brokdorf an der Unterelbe wurde beim Atomausstieg vergessen. Die Regierung will den Reaktor noch bis 2021 laufen lassen. Dabei ist er besonders gefährlich, besonders störanfällig und besonders unnötig.
Seit 25 Jahren wird in der Region Braunschweig demonstriert, dass die gesellschaftliche Mehrheit gegen Atomenergie ist. Weil sich im Jahr nach Tschernobyl immer mehr Organisationen und Akteure von der Atomenergie distanziert hatten, gründeten Bürgerinitiativen aus Braunschweig, Salzgitter und Wolfenbüttel 1987 eine bis heute bundesweit einzigartigen Organisation: die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V.
Laut Willy de Roovere, Chef der belgischen Atomaufsichtsbehörde AFCN, sind 8.000 Risse am unteren Teil des dritten Reaktorblocks des belgischen AKW Doel entdeckt worden. Heute wurde ein zweiter betroffener Reaktor abgeschaltet. Die Atomaufsicht zweifelt, dass Doel-3 jemals wieder ans Netz gehen wird. Atomkraftgegner sind entsetzt, denn die Risse wurden erst mit einem „neuen Messverfahren“ gefunden.
Man kann’s ja mal versuchen: Klammheimlich sind abgebrannte Brennelemente aus Berlin und Geesthacht sowie Plutonium aus Braunschweig nach Nordenham (Unterweser) gekarrt und Nachts auf das britische Frachtschiff für Atomtransporte „Oceanic Pintail“ verladen worden. Am 25.07.2012 verließ die „Oceanic Pintail“ den Hafen von Nordenham. Zielhafen für den Atommülltransport ist Charleston (USA). Der Transport hat ein Nachspiel…