Greenpeace-Studie: Salzstock Gorleben genügt nicht behördlichen Sicherheitsstandards

Gorleben schneidet als mögliches Endlager für hochradioaktiven Müll im Vergleich zu anderen Salzstöcken mit „kaum untersuchungswürdig“ ab. Dieses Ergebnis zeigt eine Studie von Greenpeace, welche die Auswahlkriterien für ein atomares Endlager erstmals auf den Salzstock Gorleben anwendet.

Die noch heute gültigen Auswahlkriterien von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Bergbau (BGR) wurden im Jahr 1995 entwickelt und waren der damaligen Bundesumweltministerin Angela Merkel (CDU) bekannt. Dennoch trieb sie die Erkundung des Salzstocks Gorleben weiter voran.

„Merkel hätte Gorleben schon damals stoppen und andere Standorte erkunden müssen“, sagt Mathias Edler, Atomexperte von Greenpeace. „Doch der Bundesregierung war ein Weiterbetrieb der Atommeiler offenbar wichtiger als die Sicherheit des Endlagers. Das Aus für Gorleben hätte zwangsläufig zur Abschaltung von Reaktoren geführt.“

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