Atommüll-Verzeichnis der Bundesregierung: Lückenhafte Mengenbilanz statt konkreter Problemerfassung

Scharfe Kritik äußern Initiativen und Verbände am Verzeichnisses radioaktiver Abfälle des Bundes, das heute Nachmittag vom Bundesumweltministerium in der Atommüll-Kommission des Bundestages vorgestellten werden soll. Das jetzt vorgelegte Papier sei „unzureichend und untauglich“. Das selbstgesteckte Ziel eines vertrauensschaffenden Neuanfanges werde „mit dem Papier nicht eingelöst“.

BMUB legt Verzeichnis radioaktiver Abfälle vor – BI Umweltschutz: Probleme werden ausgespart

Ein Jahr, nachdem die Bürgerinitiativen und Umweltverbände in ihrem „Sorgenbericht“ eine umfassende Bestandsaufnahme des Atommülldesasters vorgelegt haben, zieht das Bundesumweltministerium nach: das BMUB legt ein Verzeichnis radioaktiver Abfälle vor, die als Grundlage für die weitere Atommülldebatte richtungsweisend sein sollen.

Flugblatt: Problematik des „Freimessens“ beim AKW-Rückbau

Weil der Rückbau von Atomkraftwerken in Zukunft eine immer größere Rolle spielen wird, haben Atomkraftgegner von atomkraftENDE.darmstadt ein Flugblatt entwickelt, in dem die Problematik des „Freimessens“ am Beispiel des AKW Neckarwestheim-1 kritisch betrachtet wird: es sei „eine per Verordnung legitimierte Verstrahlung der Bevölkerung mit tausenden von Toten“.

Entsorgung auf der Deponie: 15.000 Tonnen Rückbauschutt aus AKW nach Sachsen

Drei Deponien in Sachsen könnten große Mengen schwach radioaktiven Schutt aus dem Rückbau stillgelegter Atomkraftwerke aufnehmen. Der Freistaat könnte „Müllimportland“ werden, befürchten die Grünen. Es geht um 15.000 Tonnen, Atomkraftgegner kritisieren die Entsorgung auf konventionellen Deponien als „fahrlässig“.

Endlagersuche: Schacht Konrad ab 2022 – Zeitplan für hochaktiven Müll unklar

Es gibt weiter Streit um den Zeitplan der Endlagerung von Atommüll in Deutschland. Bundesumweltministerin Hendricks rechnet nach zahlreichen Verzögerungen mit einer Inbetriebnahme von Schacht Konrad in acht Jahren. Um den Zeitplan für die Suche nach einem Endlager für hochaktiven Müll gibt es Streit. Atomkraftgegner fordern ein völlig neues Entsorgungskonzept.

Recherche-Plattform „Atommüllreport“ geht online

Die Veröffentlichung der Studie „Atommüll – Eine Bestandsaufnahme für die Bundesrepublik Deutschland“ vor einem Jahr hatte bereits als gedruckte, 272-Seiten starke Version für Aufsehen gesorgt. Nun geht sie als Online-Plattform ins Netz – eine allumfassende Fortsetzung, die ständig aktualisiert werden soll.

Rückbau des AKW Stade: Unerwartete Strahlung & Bauschutt den niemand will

Nicht nur die Entsorgung von radioaktiven Bauschutt aus dem stillgelegten Atomkraftwerk Stade bereiten dem Betreiber EON zur Zeit Probleme. Im Reaktorbehälter sind verstrahlte Bereiche gefunden worden, die den Rückbau verzögern werden. Bis zu vier Jahre könnte u.a. die Installation spezieller Technik dauern, meint Niedersachsens Umweltminister Wenzel. Atomkraftgegner kritisieren neben der Entsorgungspraxis die Informationspolitik der Behörde.

Behälter genehmigt: Atommüllnotstand in Gundremmingen noch einmal für kurze Zeit abgewendet

Heute hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) veränderte Castoren für das AKW Gundremmingen genehmigt. Die Änderungen waren aufgrund von neuen Gefahrenhinweisen der Internationalen Atomenergiebehörde erforderlich geworden. In Gundremmingen sind die Abklingbecken randvoll und laut Handelsblatt winkte bereits ein Betriebsstopp.

Nach Bürgerprotesten in Stade: Radioaktiver AKW-Bauschutt kommt nach Sachsen

Niedersachsen will schwach radioaktiven Bauschutt aus dem Rückbau des Atomkraftwerks Stade nicht mehr im eigenen Land entsorgen. Nach Bürgerprotesten musste die Einlagerung auf einer Müllkippe bei Schneverdingen gestoppt werden. Nun lässt Betreiber EON die radiaokltiven Hinterlassenschaften nach Sachsen bringen. Atomkraftgegner kritisieren diese Praxis, denn der Atommüll wird „freigemessen“ und muss dann nicht mehr kontrolliert werden.

AKW-Rückbau & Entsorgung: Mehrheit hat kein Vertrauen in die Atomkonzerne

Das Vertrauen in die Kompetenzen der Atomkonzerne sinkt: Mehr als die Hälfte der in einer Forsa-Umfrage Befragten sprechen sich für eine Stiftung aus, mit deren Hilfe die Gelder der Atomkonzerne für den AKW-Rückbau und die Entsorgung des Atommülls gesichert werden sollen. Atomkraftgegner fordern ebenfalls, die Rücklagen unter staatliche Kontrolle zu bringen, denn bei einem Konkurs… AKW-Rückbau & Entsorgung: Mehrheit hat kein Vertrauen in die Atomkonzerne weiterlesen