Schon 35.000 Menschen fordern: Keine „Bad Bank“ für Atomkonzerne!

Es ist ein dreister Plan: Die Stromkonzerne wollen ihre finanziellen Risiken für den Abriss der AKW und die Atommüll-Lagerung auf die Gesellschaft abwälzen, obwohl sie über Jahrzehnte Milliardengewinne mit dem Atomstrom gemacht haben. Nach nur wenigen Wochen fordern schon 35.000 Menschen, diese Pläne zu stoppen. ausgestrahlt ruft zu einer „Protestwoche“ auf.

Inzwischen wurde bekannt, dass der ehemalige E.ON-Manager und Ex-Wirtschaftsminister Werner Müller die Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und den Stromkonzernen führen soll. Müller hatte schon bei den „Atomkonsens“-Gesprächen zwischen rot-grüner Bundesregierung und der Atomwirtschaft dafür gesorgt, dass im Kleingedruckten die Interessen der AKW-Betreiber optimal verankert wurden. Alleine die Nachricht, dass Müller in Sachen „Bad Bank“ eingeschaltet werden soll, führte zu Kurssprüngen von E.ON und RWE an der Börse. Die „Bad Bank“-Pläne der Stromkonzerne sind zwar vorerst von den Titelseiten verschwunden. Verhandelt wird aber nun im Geheimen.

Das Umweltinstitut München und .ausgestrahlt haben gemeinsam schon mehr als 35.000 Unterschriften gegen die „Bad Bank“-Pläne gesammelt. Ab dem 14. Juni ruft ausgestrahlt zudem zu einer „Bundesweiten Bad Bank-Aktionswoche“ auf.

  • “Bad Bank” für Atomkraftwerke? Ein vergiftetes Angebot!
    11. Mai 2014 – Die AKW-Betreiber e.on, EnBW und RWE würden gern ihr “gesamtes deutsches Atomgeschäft inklusive der Atomkraftwerke” an die Bundesrepublik übertragen. Mithilfe einer Stiftung sollen auch alle Risiken, die sich aus Betrieb und der Endlagerung ergeben, vom Bund übernommen werden. Atomkraftgegner halten diese Idee für nicht durchsetzbar und sprechen von einem “vergifteten Angebot”.

Quellen (Auszug): umwelinstitut.de, ausgestrahlt.de; 15.06.2014

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