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Waldbesetzung umsonst? Von Gerichtsurteilen und Widerstand

„Jetzt haben wir sechs Jahre den Wald besetzt und es hat nichts gebracht. Ein Gericht hat die Rodung gestoppt, nicht wir.“ – Meinungen in dieser oder ähnlicher Form haben wir von einzelnen aus dem Wald gehört und waren doch eher erschrocken. Was auf den ersten Blick logisch klingen mag, verkennt die Wirkung von Widerstand und die Wechselwirkung mit der öffentlichen Meinungsbildung. Unsere Überzeugung ist, dass es ohne die Waldbesetzung niemals zu dem Gerichtsurteil gekommen wäre, welches die Rodung vorerst gestoppt hat. Diese These werden wir anhand historischer Beispiele und grundsätzlicher Überlegungen zu Herrschaftssicherung näher begründen. Weiterlesen

Atomtransporte: Hapag-Lloyd setzt 3,5 Mio US Dollar jährlich um

Auf der heutigen Hauptversammlung der Aktionär*innen von Hapag-Lloyd übten Aktivistinnen von ContrAtom Kritik an den fortgesetzten Uranhexafluorid-Transporten durch Hapag-Lloyd zur Versorgung der Atomindustrie. Hapag-Lloyd jedoch will an den Transporten weiter festhalten, obwohl der Umsatz mit den Transporten mit 3,5 Mio US Dollar im Verhältnis zum Gesamtumsatz von rund 10.000 Millionen Euro sehr gering ist.

So sagte Herr Firmin aus dem Hapag-Lloyd-Vorstand, die AG habe jahrzehntelange Erfahrung mit Atomtransporten und werde weiter sicher und zuverlässig Uranhexafluorid transportieren. Hapag-Lloyd ging dabei nicht auf die Probleme beim Uranabbau oder der weiteren Verwendung dieses Stoffes ein. Intensive Schulungen zum Umgang mit dem radioaktiven Material bekommen zudem nur Kapitän und erster Offizier auf den Schiffen. Wie von Anti-Atom-Initiativen auch schon kritisiert, hat der vollmundig verkündete Verzicht auf den Transport von Kernbrennstoffen durch Hapag-Lloyd keinerlei Auswirkungen: Es gab keine Gewinneinbußen durch diesen Verzicht, wie Hapag-Lloyd auf Nachfrage bekundete. Weiterlesen

Stoppt den Sicherheitswahn – gegen neue Polizeigesetze

ContrAtom unterstüzt die Bündnises in NRW und Niedersachsen, die sich gegen die dort geplanten neuen Polizeigesetze wenden. In vielen Bundesländern ändert sich gerade die Polizeigesetzgebung, in Bayern, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern wurden bereits neue, deutlich verschärfte Gesetze beschlossen, in anderen Ländern sind sie gerade im Gesetzgebungsprozess. Eingeführt werden mehr Überwachungsbefugnisse (Videoüberwachung, Staatstrojaner, Fußfesseln für Gefährder) und mehr Möglichkeiten Menschen schon präventiv, d.h. vor der Begehung von Straftaten zu beschränken (Aufenthaltsvorgaben, Kontaktverbote, längere Ingewahrsamnahmen) sowie neue Waffen (Elektroschockgeräte).

Als Atomkraftgegner*innen sind wir immer wieder viel in NRW und Niedersachsen unterwegs (ob an der Urananreicherungsanlage in Gronau, der Brennelementefabrik in Lingen oder beim Stopp von Urantransporten) und bei und nach unseren Aktionen von Polizeimaßnahmen und den dazugehörigen Gesetzen betroffen. Wir wissen schon jetzt, wie die Polizei „Gefährder*innen“ definiert (als alle die sie irgendwie stören) und Gefahrgenprognosen auf Grund von Mutßmaßungen erstellt – die dann dazu dienen Daten über uns zu speichern, uns Platzverweise zu geben und einzusperren. Daher wissen wir auch wie gefährlich es ist, der Polizei mehr Befugnisse zu geben, denn natürlich werden sie die Taser nutzen, natürlich die Befugnisse zum Einsperren und Überwachen aus- und überreizen, Menschen traumatisieren und einschüchtern.

Die Möglichkeiten für uns gegen Atomkraft und für eine bessere, solidarische Welt zu kämpfen werden auch von diesen Rahmenbedingungen bestimmt. Gerade deshalb müssen wir jetzt gegen die neuen Polizeigesetze aktiv werden und uns wehren, damit dieser Staat nicht noch autoritärer und totalitärer wird! Jede unserer Freiheiten muss immer wieder erstritten werden.

Uranzug nahe Gronau blockiert

Uranzugblockade in Gronau 5.10.17, Bild: P. Numrich

Uranzugblockade in Gronau 5.10.17, Bild: P. Numrich

Gegen 17:45 Uhr haben sich Antiatomaktivist_innen auf der Zugstrecke Münster-Gronau an zwei Betonblöcken im Gleisbett festgekettet. Zwei Aktivist_innen haben sich vor einem mit Uranhexafluorid beladenen Güterzug, zwei dahinter, angekettet. Der Zug kann so auch über keinen anderen Weg in die Urananreicherungsanlage der Firma Urenco im westfälischen Gronau einfahren.

Die Antiatomaktivist_innen protestieren mit der Blockadeaktion gegen die Atomindustrie: „Die Urananreicherungsanlage besitzt eine unbefristete Betriebsgenehmigung und ist vom sogenannten Atomausstieg ausgeschlossen. Wir wollen hier die menschen- und umweltverachtende Uranverarbeitung unterbrechen“ so eine der angeketteten Personen. Die Atomanlage versorgt 1/10 des Weltmarktes mit angereichertem Uran. Damit stellt die Anlage in Gronau einen elementar wichtigen Zuliefervertrieb für AKW weltweit dar. Weiterlesen

Hauptversammlung von Hapag-Lloyd: Weiter Atomtransporte

ContrAtom hat die heutige Hauptversammlung von Hapag-Lloyd besucht, die aktuell fünftgrößte Containerreederei der Welt mit Sitz in Hamburg. Da Hapag-Lloyd auch an Atomtransporten beteiligt ist, wurden dort kritische Anmerkungen und Nachfragen gestellt. Hapag-Lloyd machte 2016 einen Umsatz von 4,8 Mio. US-Dollar mit radioaktiven Stoffen und transportiert diese vor allem auf den Strecken Kanada-Europa und Singapur-Europa, soweit die neuen Informationen.

Hier der Redebeitrag von der Hauptversammlung:

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das wird Ihnen vielleicht nicht gefallen, aber ich bin hier um ein Thema zu beleuchten, mit dem Hapag-Lloyd auch Profite macht. Wer Waren transportiert ist sowohl für den Transport als auch die Tatsache, dass die Waren eingesetzt werden, mit verantwortlich. Das gilt natürlich für Waffen oder Waren, die in Ausbeutungsverhältnissen produziert werden auch, hier soll es aber um Atomtransporte gehen.

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Aktionsfahrt gegen Urantransporte

Bei der Aktionsfahrt gegen Urantransporte am 18. und 19. Februar (Aufruf hier) konnten viele Menschen in den Zügen über die auf gleicher Strecke stattfindenden Urantransporte aufgeklärt werden, die zur Versorgung der Atomindustrie mit neuem Brennstoff notwendig sind. An Haltepunkten und Umsteigebahnhöfen beteiligten sich lokale Initiativen mit Mahnwachen. Weiterlesen

contrAtom-Infobereich jetzt bei .ausgestrahlt

Meine aktuellen Infos nun hier:

Beiträge: ausgestrahlt.de/blog

Nachrichtenauswertung auf www.ausgestrahlt.de

zum Abo des Atomradars

Die täglichen Infos sind kostenlos und werden über Spenden finanziert!

Liebe LeserInnen,

viele Jahre habe ich diese Webseite aufgebaut, teilweise mit großer Unterstützung durch andere. Durch die Mitarbeit vieler Menschen und der finanziellen Unterstützung über die Bewegungsstiftung konnte ich über zweitausend Beiträge schreiben, eine topaktuelle Nachrichtendatenbank pflegen und es haben zahlreiche Aktionen stattgefunden. Die „contrAtom-Sonne“ prangt auf T-Shirts, Fahnen, Aufklebern. Wir haben zu großen Demos aufgerufen und Castortransporte begleitet. Das war eine großartige Zeit, für die ich mich bei allen Beteiligten bedanken möchte. Doch all diese Dinge nahmen sehr viel Zeit und Kraft in Anspruch. Auf Dauer war das alleine nicht leistbar.

Aus persönlichen Gründen ist deshalb der Informationsbereich von contrAtom – und somit vor allem auch der Nachrichtendienst und das Atomradar – im November 2014 zu .ausgestrahlt umgezogen. Ich kann so die über die Jahre gesammelten Erfahrungen und Kenntnisse in deren Team einbringen – und bin gleichzeitig entlastet. Die kostenlosen Informationsangebote bleiben – wenn auch unter anderem Label – weiter bestehen. Ich freue mich sehr über diese neue Herausforderung, denn sie wird dank künftiger Teamarbeit noch umfassendere Beiträge und größeren Verbreitungsgrad der Informationen bedeuten.

Die Webseite von contrAtom ist nun ein Archiv. Wer auf der Suche nach Pullis, Fahnen, Aufklebern, Buttons usw. mit der contrAtom-Sonne ist, findet sie zum Beispiel im Büro der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg in Lüchow (www.bi-luechow-dannenberg.de/material).

Spendenaufruf

Um meine Infoarbeit auch in der Zukunft und damit täglich aktuell zu gewährleisten, ruft .ausgestrahlt zu Spenden auf.

Jan Becker
jan.becker@ausgestrahlt.de

Artikel-Archiv:

Vor Atomtransporten wird gewarnt! Anti-Atom-AktivistInnen werden bei der „Hanseboot“ gegen Atomtransporte durch den Hamburger Hafen demonstrieren

Zur Eröffnung der Freizeitboot-Messe „Hanseboot“ am kommenden Samstag mobilisieren Hamburger Anti-Atom-Gruppen für ihre gemeinsame Kampagne gegen Atomtransporte durch den Hamburger Hafen. Die AktivistInnen werden dafür am 25. Oktober ab 10:00 Uhr am Messe-Südeingang (Karolinenstraße) mit einem neun Meter langen, mit Atomfässern beladenen Boot präsent sein. Dort wollen sie die MessebesucherInnen mit Flyern vor den Gefahren von Atomtransporten warnen und eine Sperrung des Hamburger Hafens für diese Transporte fordern. Weiterlesen

Demo in Hannover: AKW Grohnde jetzt endlich stilllegen!

Der Betreiber des Atomkraftwerks Grohnde E.on will den Pannenreaktor am 20. Juni wieder ans Netz gehen lassen. Dagegen werden am 14. Juni Menschen auf die Straße gehen. Ein Bündnis von Umweltorganisationen und Anti-AKW-Initiativen ruft zu einer Demonstration in der Landeshauptstadt Hannover auf. Weiterlesen

Atomkraftwerk Grohnde sofort stilllegen!

Das Atomkraftwerk Grohnde ist seit Jahrzehnten umstritten. Beim Bau in den 70er Jahren wurde Stahl verwendet, der schon damals nicht mehr zulässig war. Mit 231 Ereignissen weist Grohnde die meisten meldepflichtigen Ereignisse aller deutschen AKWs auf, ein Indikator für ein niedriges Sicherheitsniveau. Ende April wurde bei den jährlichen Wartungsarbeiten ein Generatorschaden festgestellt. AtomkraftgegnerInnen haben nun eine Unterschriftenaktion gestartet: Atomkraftwerk Grohnde sofort stilllegen! Weiterlesen

Aufruf: Ostermarsch am 18. April 2014 an der Urananreicherungsanlage Gronau

Der Ostermarsch am 18. April 2014 an der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau findet fast genau 28 Jahre nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl statt und rückt die zivil-militärische Dimension der Urananreicherung in den Fokus. Die UAA Gronau versorgt ohne zeitliche Befristung jedes zehnte AKW weltweit mit angereichertem Uranbrennstoff – Atomausstieg sieht anders aus! Zugleich bietet die Urananreicherung den einfachsten Weg zur Atombombe – wegen dieser Technologie steht der Iran massiv in der Kritik und sie verhalf Pakistan zur Atombombe. Der Ostermarsch in Gronau ist zugleich der Auftakt des Ostermarsches Rhein-Ruhr. contrAtom unterstützt den Aufruf. Weiterlesen

22.03.: Demos für Sonne und Wind statt Atom, Kohle oder Fracking

Für Samstag, den 22. März 2014 rufen die Organisationen .ausgestrahlt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), campact, die NaturFreunde Deutschlands sowie zahlreiche lokale Initiativen bundesweit dazu auf, in den Landeshauptstädten Düsseldorf, Hannover, Kiel, Potsdam, München, Mainz und Wiesbaden gegen Pläne der Bundesregierung für ein Ausbremsen der Energiewende zu demonstrieren. Weiterlesen

contrAtom-News als App

Castor-NIX-Da sei dank: als Begleiterscheinung seiner Arbeit gibt es die Ergebnisse unserer Nachrichtenrecherche nun auch als App fürs Handy. Weiterlesen

Es geht weiter mit contrAtom-Merchandise

Wir danken der BI Lüchow-Dannenberg, die unsere Merchandise-Artikel aufgenommen haben. Ab sofort können also wieder „trainstopping“ und „contrAtom“-Klamotten bestellt werden! Weiterlesen

Für die Kündigung des deutsch-brasilianischen Atomvertrags im Jahr 2014!

Während in Brasilien die Militärdiktatur herrschte, wurde am 27. Juni 1975 das „Abkommen zwischen der Föderativen Republik Brasilien und der Bundesrepublik Deutschland auf dem Gebiet der friedlichen Nutzung der Kernenergie“ unterzeichnet, das am 18. November 1975 mit einer Dauer von 15 Jahren in Kraft trat. Neben der wissenschaftlichen Kooperation sah der Vertrag den Transfer deutscher Atomtechnologie nach Brasilien zum Bau von bis zu acht Atomkraftwerken, einer Wiederaufbereitungsanlage sowie einer Urananreicherungsanlage vor. Atomkraftgegner rufen dazu auf, diesen Vertrag zu kündigen! Weiterlesen

Solidaritäts-Aktion „nirgendwo“

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