Vortrag: Gefahren radioaktiver Transporte – keine MOX-Transporte nach Grohnde!

Am Donnerstag, 18. Oktober, findet in Stadthagen ein Vortrag und Diskussion mit Bernd Ebeling von ContrAtom zu den Gefahren von radioaktiven Transporten statt. Speziell geht es um den im November angekündigten Transport von MOX-Brennstäben zum AKW Grohnde. Ende September waren zwei LKW mit der brisanten Fracht auch an Stadthagen vorbeigerollt.

dsc_0033Als die Bundes- und Landesregierung im September 2012 den 1. MOX-Transport seit 2004 ins AKW Grohnde schickte, fanden die Proteste und die Debatte im Niedersächsischen Landtag große Aufmerksamkeit. Jetzt wird der 2. Plutonium-Transport mit MOX-Brennelementen fu?r den Betrieb des AKW Grohnde erwartet: Im November 2012 sollen acht plutoniumhaltige Mischoxid-(MOX)-Brennelemente aus dem Atomkomplex Sellafield in Großbritannien mit der uralten Fähre „AtlanticOsprey“ u?ber den Midgardhafen in Nordenham angeliefert und von dort per LKW ins AKW Grohnde transportiert werden. Der Atomspediteur „Nuclear Cargo Service“, Hanau, wurde vom Energiekonzern E.ON mit dieser lebensgefährlichen Fracht beauftragt.

Dagegen bereitet auch das Anti-Atom Bu?ndnis Schaumburg Proteste vor: „Wir haben verstanden: Gegen die Gefahren solcher Transporte gibt es keinen Schutz und der Betrieb mit MOX-Brennelementen verstärkt das Risiko der Atomtechnologie zusätzlich.“

Am Donnerstag, 18. Oktober, um 19:30 Uhr, wird Bernd Ebeling (Uelzen), Sprecher des Informationsnetzwerkes gegen Atomenergie, contrAtom, seit 1990 mit Atomtransporten beschäftigt, im Kulturzentrum Alte Polizei, Stadthagen, u?ber Unfallgefahren bei Atom- und insbesondere MOX-Transporten, das Verbot des Landes Bremen fu?r Atomtransporte, sowie Handlungsmöglichkeiten von Bu?rgerInnen und Kommunen gegen Atomtransporte berichten.

„Zum Betrieb der Atomkraftwerke ist eine Vielzahl von Transporten radioaktiver Stoffe zwischen diesen und anderen in- und ausländischen Atomanlagen erforderlich. Insgesamt gibt es in Deutschland 33 Standorte, die in nennenswertem Umfang Ausgangs- oder Zielort von Transporten radioaktiver Stoffe im Rahmen der Atomenergienutzung zur Stromproduktion sind. Daru?ber hinaus durchqueren Deutschland Transporte radioaktiver Stoffe zur Atomenergienutzung im Transit aus und zu europäischen Staaten und Staaten in Übersee“, so Ebeling.

  • Protest gegen MOX-Transport
    Im September und November 2012 ist die Anlieferung von 16 plutonium-haltigen Brennelementen von der britischen Wiederaufarbeiterungsanlage Sellafield zum Atomkraftwerk Grohnde geplant. Der Transport erfolgt über den Seeweg mit dem Schiff “Atlantic Osprey” bis nach Nordenham, von dort in zwei Spezial-LKW über die Autobahn zum AKW Grohnde bei Hameln. – mehr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Solidaritäts-Aktion „nirgendwo“
Artikel-Archiv