Soli-Faxaktion gegen Repression gegen Kohle- und Atomkraftgegner_innen

Im Dezember wurde ein Urteil gegen zwei Atomkraftgegner*innen rechtskräftig, die sich 2012 angekettet hatten um einen Uranzug im Münsterland zu stoppen. Das Urteil ist mit 110 und 90 Tagessätzen unüblich hoch. Trotzdem wollen wir nicht jammern, sondern dafür sorgen, dass nicht noch mehr Menschen im Kampf um eine lebenswertere Welt von Gerichten abgeurteilt werden oder dies zumindest nicht im Verborgenen geschieht Deshalb rufen wir zu Solidaritätsaktionen und einer Fax-, Mail- und Telefonkampagne auf, die sich gegen die Gerichte an denen Verfahren gegen Atom- und Kohlegegner*innen laufen richtet.


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Frühjahrskonferenz 2017

pippi2Bis vor einigen Jahren gab es noch regelmäßig Frühlings- oder Herbstkonferenzen, bei denen sich Aktive aus verschiedenen Spektren und Gruppen der Anti-Atom-Bewegung trafen und inhaltlich austauschten. Viele vermissen das. Gut funktionierende Vernetzungen gibt es gerade nur bei einzelnen Themenschwerpunkten zum Beispiel mit den Atommüllkonferenzen oder der Vernetzung zu Atomtransporten. Das finden wir nicht schlecht, würden uns aber auch wieder einen Blick über den eigenen Aktions- und Thementellerrand wünschen und schauen: Wo steht die Anti-Atom-Bewegung eigentlich aktuell? Was sind aktuelle Themen?

Deshalb laden wir euch ein zu einem gemeinsamen Treffen mit Workshops, Diskussionen und allgemeinem Austausch vom 31. März bis zum 2. April in Göttingen. Da die meisten vermutlich schon länger in der Anti-Atom-Bewegung aktiv sind, würden wir es spannend finden, uns vor allem mit aktuellen Entwicklungen zu beschäftigen. Zum Beispiel also den Fragen: Welche Neubauprojekte von AKW gibt es gerade im Ausland – und wo werden die von deutschen Firmen unterstützt? Wie sieht der Stand bei den Verkaufsplänen rund um die Urananreicherungsanlage aus? Was bedeutet die Krise von Areva für die Brennelementefabrik in Lingen? Wo sind Anknüpfungspunkte an andere Energiekämpfe? Wie entwickelt sich der UranabbauWarum soll gerade Atommüll auf Hausmülldeponien landen?

Beteiligt euch! Habt ihr Ideen und Programmpunkte für die Konferenz? Könnt ihr Workshops anbieten? Wir freuen uns über Rückmeldungen an hanna (ätt) contratom.de

Das Programm findet sich in Kürze hier

Wir über uns

Viele von denen, die unter dem Namen contratom in der Vergangenheit aktiv waren haben auch ohne diesen Namen weiter Anti-Atom-Arbeit gemacht. Ende 2016 haben wir uns entschieden für einen Teil unserer Aktivitäten wieder den Namen contratom und die dazugehörige Homepage zu nutzen. Die Nachrichtenauswertung sowie aktuelle Anti-Atom Infos finden sich weiterhin bei ausgestrahlt, diese Homepage werden wir in Zukunft v.a. für Berichte über unsere eigenen Aktivitäten nutzen.

Wir sind, was wir immer waren: ein offenes Netzwerk von Menschen, die an diversen Orten mit unterschiedlichen inhaltlichen Prioritäten und mit verschiedenen Politikansätzen/ Aktionsformen aktiv sind.

Was uns verbindet ist die Überzeugung, dass es im Kampf gegen Atomanlagen mehr braucht als Worte – Atomausstieg bleibt Handarbeit!

contrAtom-Infobereich jetzt bei .ausgestrahlt

Meine aktuellen Infos nun hier:

Beiträge: ausgestrahlt.de/blog

Nachrichtenauswertung auf www.ausgestrahlt.de

zum Abo des Atomradars

Die täglichen Infos sind kostenlos und werden über Spenden finanziert!

Liebe LeserInnen,

viele Jahre habe ich diese Webseite aufgebaut, teilweise mit großer Unterstützung durch andere. Durch die Mitarbeit vieler Menschen und der finanziellen Unterstützung über die Bewegungsstiftung konnte ich über zweitausend Beiträge schreiben, eine topaktuelle Nachrichtendatenbank pflegen und es haben zahlreiche Aktionen stattgefunden. Die „contrAtom-Sonne“ prangt auf T-Shirts, Fahnen, Aufklebern. Wir haben zu großen Demos aufgerufen und Castortransporte begleitet. Das war eine großartige Zeit, für die ich mich bei allen Beteiligten bedanken möchte. Doch all diese Dinge nahmen sehr viel Zeit und Kraft in Anspruch. Auf Dauer war das alleine nicht leistbar.

Aus persönlichen Gründen ist deshalb der Informationsbereich von contrAtom – und somit vor allem auch der Nachrichtendienst und das Atomradar – im November 2014 zu .ausgestrahlt umgezogen. Ich kann so die über die Jahre gesammelten Erfahrungen und Kenntnisse in deren Team einbringen – und bin gleichzeitig entlastet. Die kostenlosen Informationsangebote bleiben – wenn auch unter anderem Label – weiter bestehen. Ich freue mich sehr über diese neue Herausforderung, denn sie wird dank künftiger Teamarbeit noch umfassendere Beiträge und größeren Verbreitungsgrad der Informationen bedeuten.

Die Webseite von contrAtom ist nun ein Archiv. Wer auf der Suche nach Pullis, Fahnen, Aufklebern, Buttons usw. mit der contrAtom-Sonne ist, findet sie zum Beispiel im Büro der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg in Lüchow (www.bi-luechow-dannenberg.de/material).

Spendenaufruf

Um meine Infoarbeit auch in der Zukunft und damit täglich aktuell zu gewährleisten, ruft .ausgestrahlt zu Spenden auf.

Jan Becker
jan.becker@ausgestrahlt.de

Artikel-Archiv:

Drohnen über französischen Atomkraftwerken offenbaren Sicherheitslücken

Mindestens sechs französische Atomkraftwerke wurden seit dem 5. Oktober von nicht identifizierten, drohnenähnlichen Flugobjekten überflogen. Greenpeace spricht von “großen Sicherheitslücken”, die lange bekannt sind. Weiterlesen

Verpuffung in Castor-Firma Siempelkamp in Krefeld

Die Firma Siempelkamp ist bekannt für die Herstellung von Behälter zum Transport und Lagerung von Atommüll. Außerdem werden aber auf ihrem Betriebsgelände in Krefeld (Nordrhein-Westfalen) strahlende Abfälle verarbeitet. Am Freitag gab es dort eine Verpuffung. Weiterlesen

Bundesregierung will Urenco-Verkauf ermöglichen: Urananreicherung stilllegen statt verkaufen!

Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom Wochenende zum Verkauf des Urananreicherers Urenco sind Anti-Atomkraft-Initiativen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) äußerst alarmiert: Offensichtlich arbeitet die Bundesregierung hinter den Kulissen daran, für den womöglich brisantesten Wirtschaftsdeal in der Geschichte der Bundesrepublik einen Rechtsrahmen zu schaffen. Weiterlesen

Atommüll-Verzeichnis der Bundesregierung: Lückenhafte Mengenbilanz statt konkreter Problemerfassung

Scharfe Kritik äußern Initiativen und Verbände am Verzeichnisses radioaktiver Abfälle des Bundes, das heute Nachmittag vom Bundesumweltministerium in der Atommüll-Kommission des Bundestages vorgestellten werden soll. Das jetzt vorgelegte Papier sei “unzureichend und untauglich”. Das selbstgesteckte Ziel eines vertrauensschaffenden Neuanfanges werde “mit dem Papier nicht eingelöst”. Weiterlesen

Stoppt den Risikobetrieb des tschechischen AKW Dukovany!

Block 1 des tschechischen AKW Dukovany ist ein bald 30 Jahre alter schrottreifer Sowjet-Reaktor. Dennoch soll seine Laufzeit im Jahr 2015 verlängert werden. Die Organisation Global 2000 aus Österreich schlägt Alarm und fordert: Stoppt den Risikobetrieb! Weiterlesen

BUND fordert Rücknahme der Klagen von e.on und RWE

Vor der Sitzung der Kommission “Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe” am Montag hat der BUND die Atomkraftwerksbetreiber e.on und RWE aufgefordert, ihre Klagen gegen das Standortauswahlgesetz zurückzunehmen. Weiterlesen

BMUB legt Verzeichnis radioaktiver Abfälle vor – BI Umweltschutz: Probleme werden ausgespart

Ein Jahr, nachdem die Bürgerinitiativen und Umweltverbände in ihrem “Sorgenbericht” eine umfassende Bestandsaufnahme des Atommülldesasters vorgelegt haben, zieht das Bundesumweltministerium nach: das BMUB legt ein Verzeichnis radioaktiver Abfälle vor, die als Grundlage für die weitere Atommülldebatte richtungsweisend sein sollen. Weiterlesen

Verbände kein Feigenblatt für Atommüll-Kommission: Greenpeace, .ausgestrahlt und BI Lüchow-Dannenberg lehnen Einladung ab

Greenpeace, .ausgestrahlt und die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg haben ihre Teilnahme an der für den 3. November geplanten Anhörung derAtommüll-Kommission des Deutschen Bundestages abgesagt. Diese Entscheidung haben die Organisationen den Kommissionsvorsitzenden, Ursula Heinen-Esser (CDU) und Michael Müller (SPD), gestern in einem Brief mitgeteilt. Darin erklären die Umweltgruppen, sie hätten „durch die Erfahrung des Umgangs mit unseren Argumenten vor, mit undnach der Verabschiedung des Standortauswahlgesetzes nicht das geringste Vertrauen in Ihre Kommission gewinnen“ können. Weiterlesen

Simulierter GAU im AKW Lingen führt zu Desaster

Eine großanlegte und bislang geheime Simulation einer Atomkatastrophe im AKW Lingen II endete am 17. September 2013 durch Kompetenzgerangel zwischen den Krisenstäben des Bundes und der Länder mit einem Desaster. Diese erschreckende Bilanz veröffentlichte am Wochenende die taz zusammen mit rund 1000 Seiten interner Ministeriumsprotokolle und -akten. Weiterlesen

AKW Obrigheim: Verhandlungstermin im Prozess zu Stilllegung und Abbau

Mehr als 9 Jahre nach dem Abschalten des AKW Obrigheim gehen noch Gefahren und Risiken von dieser stillgelegten Atomanlage aus. Seit Dezember 2011 führen vier Mitglieder der Initiative AtomErbe Obrigheim aus der nahen Umgebung des AKW einen Prozess zur 2. Stilllegungs- und Abbaugenehmigung. Das Ziel ist, mehr Sicherheit und Transparenz beim Rückbau des AKW Obrigheim zu erreichen. Nun hat das zuständige Gericht, der Verwaltungsgerichtshof Mannheim, einen Verhandlungstermin für den Prozess festgesetzt. Weiterlesen

Asse-Fonds: Geld verteilen allein löst keine Probleme – WAAG fordert Zukunftsrat

Alle sind sich einig, dass die Versuche, das ehemalige Salzbergwerk Asse II als Atommülllager zu nutzen, vollständig gescheitert sind. Die Verantwortung für die Einlagerung des radioaktiven und chemotoxischen Mülls und die dadurch verursachten Folgewirkungen trägt der Bund. Aber auch die Kommunalpolitik und -verwaltung kann sich der Verantwortung nicht entziehen, denn auch ehemalige Landräte und Landtagsvizepräsidenten aus dem Landkreis Wolfenbüttel haben die Einlagerung von Atommüll massiv unterstützt. Der Bund will einen Nachteilsausgleich zahlen, das rechti AtomkraftgegnerInnen nicht. Weiterlesen

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