Zum dritten Mal in Folge ist im französischen Atomkraftwerk Flamanville Dampf aus einem Leck ausgetreten. Die Medien sprechen von einer “Pannenserie”.

Im nichtradioaktiven Sekundärkreislauf eines der zwei Reaktorblöcke am Standort ist nach Angaben von dpa in der vergangenen Nacht Dampf ausgetreten. Ein vergleichbarer Störfall ereignete sich vor einer Woche. Wegen der Panne sei der Reaktor heruntergefahren, aber nicht abgeschaltet worden. Laut Betreiber EdF sollen die Reparaturarbeiten an dem schadhaften Ventil, welches Ursache für die Freisetzung war, am Sonntag beginnen. Die Aufsichtsbehörde ASN wurde über den Störfall informiert.

Der Reaktor ist laut dpa seit seiner Abschaltung im Juli für Wartungsarbeiten von mehreren Störungen betroffen. Die schwerste Panne ereignete sich am 24. Oktober, als radioaktiver Dampf aus dem Hauptkühlmittelkreislauf austrat. Die Atomaufsicht ordnete den Zwischenfall auf der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse in die Kategorie 1 (Störung – Abweichung vom normalen Betrieb der Anlage) ein.

Am Standort Flamanville befinden sich zwei Reaktoren im Betrieb, ein dritter vom Typ “Europäischer Druckwasserreaktor” ist in Bau.

AKW Flamanville / Frankreich; Bild: Panoramio/schoella

AKW Flamanville / Frankreich; Bild: Panoramio/schoella

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Quelle: dpa, 01.12.2012


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