AKW-Grohnde: Jetzt auch Probleme im nuklearen Teil der Anlagen

Nachdem im AKW Grohnde Ende April ein erheblicher Generatorschaden festgestellt wurde, sind jetzt bei weiteren Untersuchungen auch Probleme im nuklearen Teil der Anlage festgestellt worden: Im Reaktordruckbehälter des AKW wurden Fremdkörper entdeckt.

„Das bestätigt unsere Forderung an den Niedersächsischen Umweltminister Wenzel, eine umfassenden Sicherheits­überprüfung der gesamten Anlage zu veranlassen“, erklärt Peter Dickel für die Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten.

16.05.2014: Kein Schrottgenerator für Grohnde; Bild: flickr.com/photos/cephir

16.05.2014: Kein Schrottgenerator für Grohnde; Bild: flickr.com/photos/cephir

Für die nächste Zeit kündigen die AKW-GegnerInnen weitere Proteste an und bereits an diesem Wochenende beginnt eine Unterschriftensammlung Atomkraftwerk Grohnde sofort stilllegen !

Mißtrauisch mache die KritikerInnen auch, dass der Niedersächsische Umweltminister Wenzel wohl einen Tag nach einem ausführlichen Informationsgespräch im AKW Grohnde informierte wurde. Scheute sich der Atomkonzern gravierende technische Schäden im Nuklearbereich mit dem zuständigen Minister direkt zu erörtern? – Die Zuverlässigkeit des Betreibers gerät weiter in Misskredit. Ein Abschaltung des Atomkraftwerkes wird immer unausweichlicher.

  • Atomkraftgegner: Bedenkliche Betriebsabläufe am AKW Grohnde
    14. Mai 2014 – Wie Anti-Atom-Aktivist*innen aus Göttingen und Hameln in der Nacht vom 12. auf den 13. Mai 2014 entsetzt feststellten, handelt es sich bei dem Ersatzteil für das AKW Grohnde um einen gebrauchten Generator. Eine Recherche ergab, dass dieser Generator, welcher vermutlich noch bis kommenden Freitag vor der Schleuse in Hameln auf einem Frachtschiff lagert, aus dem Atomkraftwerk Philippsburg stammt. Diese Aussage wurde auch in einem Bericht der Deister- und Weserzeitung bestätigt. Atomkraftgegner haben nun Fachfragen- und kündigen Proteste an.
  • AKW Grohnde stilllegen – sofort!
    7. Mai 2014 – Die niedersächsischen Anti-Atom-Initiativen fordern Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) eindringlich auf, die Öffentlichkeit umfassend und aktuell über die Ursachen des Störfalls im Atomkraftwerk Grohnde zu informieren.
  • Millionenschaden: Defekter Generator im AKW Grohnde
    29. April 2014 – Das zur Zeit für die jährliche Revision abgeschaltete Atomkraftwerk Grohnde bleibt länger vom Netz als geplant. Grund ist ein Totalschaden eines Generators. Atomkraftgegner fordern die sofortige Stilllegung des Meilers.

Quelle: PE Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten, 16.05.2014

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Solidaritäts-Aktion „nirgendwo“
Artikel-Archiv