Österreich: 15.000 Unterschriften für AKW-Haftpflichtversicherung

Gegen eine „eklatante Unterversicherung“ der Atomkraftwerke in Europa und für einheitliche Standarts haben AtomkraftgegnerInnen knapp 15.000 Unterschriften gesammelt.

Atomstopp Oberösterreich hat nach eigenen Angaben knapp 15.000 Unterschriften für eine EU-weit einheitliche Haftpflichtversicherung von Atomkraftwerken gesammelt und Mitte des letzten Monats an den oberösterreichischen Abgeordneten Paul Rübig – stellvertretend für den Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz – in Brüssel übergeben. Auch die Städte Wien und Linz haben die Petition per Gemeinderatsbeschluss unterstützt.

  • Es gebe viele Signale, dass die „eklatante Unterversicherung“ von Atomkraftwerken endlich beendet werde, sagten die Sprecher der Organisation, Roland Egger und Gabriele Schweiger. Doch müssten die Haftungssummen auf mindestens 400 Milliarden Euro je Atomreaktor hochgesetzt werden.

Derzeit ist die Höhe der Absicherung Ländersache und variiert extrem: von 49 Mio. Euro in Bulgarien bis 2,5 Milliarden Euro in Deutschland.

httpv://www.youtube.com/watch?v=saiLdLiTJYc

  • Haftpflichtversicherung: 1 Milliarde Euro für den Super-GAU
    1. November 2013 – Europas Atomkraftwerke sollen nach dem Willen von Energiekommissar Günther Oettinger einen gemeinsamen Rahmen für Haftpflichtversicherungen bekommen. Die Versicherungssumme werde “sicher bei einer Milliarde Euro oder höher” liegen, kündigt der CSU-Politiker an. Damit steigen die Preise für Strom aus Atomkraftwerken weiter an. Atomkraftgegner halten die Abdeckungssumme für zu gering.
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    24. Juli 2013 – Die Kosten des mehrfachen Super-GAU in Japan sind viel höher als gedacht. Die Sanierungsarbeiten könnten Schätzungen zufolge Prognosen weit übersteigen. Die Katastrophe mahnt damit zur Stilllegung aller Atomanlagen!
  • Studie: Mangelhafte Versicherung von AKW verstösst gegen Europarecht
    15. Februar 2013 – Rückt das Aus für Atomstrom näher? Eine neue Studie der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) stellt fest, dass indirekte Subventionen für AKW-Betreiber gegen Europarecht verstoßen und deshalb verboten werden müssen. Es geht um die fehlende Haftung der AKW-Betreiber bei schweren Unfällen. Würden die Meiler ausreichend versichert, wäre Strom aus Atomkraftwerken nicht mehr wirtschaftlich. Atomkraftgegner fordern das umgehende Aus für die letzten neun deutschen AKW.

Quelle (Auszug): ooe.orf.at, 14.10.2013

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