Greenpeace: AKW-Betreiber Tepco hat die Situation in Fukushima nicht im Griff

Auch zwei Jahre nach dem Reaktorunfall in Fukushima hat der AKW-Betreiber Tepco die Situation nicht im Griff. Unter dem Atomkraftwerk steigt das radioaktiv verseuchte Grundwasser kontinuierlich und droht ins Meer zu fließen. Die aktuellen Ereignisse in Fukushima zeigen, wie wichtig der Atomausstieg in Deutschland ist, meint Greenpeace.

Die Notfall-Situation in Japan fällt zeitlich zusammen mit dem Atomausstieg in Deutschland, der sich zum zweiten Mal jährt. Am 6. August 2011 trat eine Änderung des Atomgesetzes in Kraft, welche das Aus der Kernkraft juristisch besiegelte.

„Nach der unfassbaren Reaktorkatastrophe in 2011 kämpfen die Japaner auch zwei Jahre später noch mit den Folgen. Und man muss kein Hellseher sein, um sagen zu können: Das Leid der Menschen in der Region wird noch Jahrzehnte andauern“, mahnt Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital.

Deshalb sei es im höchsten Maße zynisch, dass E.on, RWE und Vattenfall sich mit einer Verfassungsbeschwerde den Atomausstieg in Deutschland vergolden lassen wollen. Sie seien „getrieben von wirtschaftlichen Interessen, die sie höher hängen als Menschenleben“, so Smital. „Damit dürfen sie nicht durchkommen! Auch nicht vor Gericht“.

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Quelle (Auszug): greenpeace.de, 06.08.2013

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