Grafenrheinfeld & Brunsbüttel: Pannen in der Stromversorgung

Vergangenen Mittwoch hat sich im Umspannwerk in der Nähe des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld in Bayern ein Störfall ereignet. Heute wurde aus dem AKW Brunsbüttel ein Defekt in der Notstromversorgung gemeldet.

Atomkraft: Sicher ist nur das Risiko!

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Nahe das AKW Grafenrheinfeld kam es „zu einem etwa drei Meter langen Lichtbogen und einem kurzzeitigen Feuer“, berichten Medien. Nachforschungen hätten ergeben, dass der Lichtbogen über einem Schalter entstanden war. Das Isolieröl im Schalter hatte sich entzündet und sorgte für eine stärkeren Rauchentwicklung. Der Lichtbogen reichte bis zum Boden, wo kurzzeitig ein Feuer ausbrach. Nach kurzer Zeit war das Feuer von selbst erloschen. Der Lichtbogen und eine schwarze Rauchwolke waren weithin sichtbar. Die Ursache für den Defekt ist unklar, die Leistung des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld war während des Zwischenfalls um 50 Prozent zurückgefahren. Ob der Defekt in dem Umspannwerk ursächlich für die Leistungsenkung ist, wurde nicht genauer erläutert. Kraftwerksbetreiber E.ON schweigt zu dem Vorfall.

Im abgeschalteten AKW Brunsbüttel ist es zum Ausfall eines Notstromdiesels gekommen. Bei einem Testlauf am 23. April sei einer von zwei Generatoren im Unabhängigen Notstandssystem (UNS) ausgefallen, teilte der Betreiber Vattenfall am Montag mit. Die beiden Dieselaggregate in einem separaten Gebäude sichern jeweils zu 100 Prozent den Betrieb von Einspeise- und Kühlpumpen, die die Kühlfunktion des Kraftwerks unabhängig von der Elbkühlung gewährleisten müssen. Der Vorfall war meldepflichtig.

  • Sommerpause für AKW Grafenrheinfeld gefordert
    21. März 2013 – Anstatt das hochmoderne Gaskraftwerk Irsching stillzulegen, sollte das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld für immer vom Netz, fordern Atomkraftgegner. Der Meiler ist der älteste noch in Betrieb befindliche in Deutschland und soll erst 2015 endgültig vom Netz gehen.
  • AKW Brunsbüttel meldet zwei Störfälle
    19. Januar 2013 – Auch stillgelegte Atomkraftwerke sind weiter störanfällig, müssen doch alle Sicherheitskomponenten weiter funktionieren, um etwa die hochradioaktiven Brennstäbe zu kühlen. Im Meiler Brunsbüttel ist es zu einem Leck einer Kühlkomponente gekommen.

Quellen (Auszug): br.de, 24.05.2013; ln-online.de, 29.04.2013

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