Das britische Transportschiff “Atlantic Osprey” hat heute Vormittag den Hafen von Workington wenige Meilen nördlich der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield mit südlichem Kurs verlassen. Atomkraftgegner erwarten für die 2. Septemberhäfte einen Transport von acht plutoniumhaltigen Mischoxid-Brennelementen. Möglicherweise hat die Atlantic Osprey diese Fracht an Bord. Update: Um 18.00 Uhr änderte das Schiff abermal den Kurs und befindet sich nun im Heimathafen Workington.

Schiffsroute Atlantic Osprey am 12.10.2012, 12.00 Uhr; Quelle: marinetraffic.com

Schiffsroute Atlantic Osprey am 12.10.2012, 12.00 Uhr; Quelle: marinetraffic.com

Erwartet wird der Umschlag der hochgefährlichen und giftigen Fracht im Privat-Hafen der “Midgard” in Nordenham, von dort erfolgt der Weitertransport per LKW zum niedersächsischen Atomkraftwerk Grohnde. Das Schiff braucht für die Strecke Workington – Nordenham normalerweise 3-4 Tage.

Um 12.00 Uhr wurde der südliche Kurs aber offenbar wieder geändert, das Schiff ist mit letzter Meldung um 12.45 Uhr wieder in Richtung Norden unterwegs.

Update 16.00 Uhr: Das Schiff hat erneut den Kurs geändert und befindet sich nun wieder in südlicher Fahrtrichtung! Als Zielhafen wird allerdings “Workington” angegeben, was aber dem Abfahrts- und Heimathafen entspricht.

Fahrtroute der ALtantic Osprey am 12./13.09.; Quelle: marinetraffic.com

Fahrtroute der Atlantic Osprey am 12./13.09.; Quelle: marinetraffic.com

Auf der Webseite radiobremen.de wird der Transport gegen 14.00 Uhr bestätigt: “Ein Schiffstransport mit atomaren Brennelementen aus der britischen Wideraufbereitungsanlage Sellafield ist seit Mittwoch unterwegs nach Nordenham. Der Transport wird voraussichtlich am Wochenende im Midgard-Hafen ankommen. Danach sollen die Brennelemente auf dem Landweg in Richtung Atomkraftwerk Grohnde weiter transportiert werden. Nach Angaben von Landrat Michael Höbrink (SPD) aus der Wesermarsch hat das Bundesamt für Strahlenschutz den Transport genehmigt.”

Update 18.00 Uhr: Das Schiff hat erneut den Kurs verändert und fährt nun mit Ziel Workington in Richtung Norden.

Atomkraftgegner haben Aktionen in Nordenham, in Emmerthal beim AKW Grohnde und entlang der Strecke angekündigt:

“Dieser Transport ist eine Provokation und völlig überflüssig. Der Einsatz von MOX-Brennelenenten in Atomkraftwerken macht sie unnötig gefährlich. Bei einem Unfall können MOX-Brennelemente die Auswirkungen noch verschlimmern. Wenige Millionstel Gramm Plutonium können eingeatmet Krebs erzeugen, jedes der acht Brennelemente enthält allein schon 16,5 kg Plutonium”, so Aktivisten von “Sofa Münster”.

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2 Kommentare zu „Fehlalarm: Erster Plutonium-Transport nach Grohnde möglicherweise gestartet“

  • Nic Adams schreibt am 16. September 2012 um 13:28

    Wann wird monica je verstehn???

  • monica dahlby schreibt am 13. September 2012 um 15:28

    Wann wird mann je verstehn,wann wird mann je verstehn…….

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