Protestaktionen gegen Atomwaffen in Büchel

Zwischen dem 2. und 11. August findet am Atomwaffenstützpunkt Büchel in der Eifel ein Aktionscamp statt: „Büchel atomwaffenfrei. Atomwaffen abschaffen – Modernisierung verhindern!“ Mit Aktionen zivilen Ungehorsams und Fasten wird der Druck für den Abzug von Atomwaffen aus Deutschland erhöht.

Ab dem 2. August 2014 sind auch in diesem Jahr Aktionen am Atomwaffenlager Büchel gestartet. In unmittelbarer Nähe des Haupttors wurde ein Aktionscamp errichtet, das bis zum 11. August stehen bleibt. Das Camp ist zentraler Ort für Aktionsteilnehmende, die ab Samstag angereist sind und selbstständig Aktionen planen und durchführen. Der Fliegerhorst soll – wie auch 2013 – von Sitzblockaden in seinem Betrieb gestört, um der Forderung nach dem Abzug der Massen­vernichtungs­waffen Ausdruck zu verleihen. Mit verschiedenen Aktionen zivilen Ungehorsams am Atomwaffenlager Büchel wollen die Aktions­teilnehmenden gegen die geplante Modernisierung der in Deutschland gelagerten US-Atomwaffen protestieren.

„Eine modernisierte B61-Atombombe soll präziser steuerbar und mit geringerer Sprengkraft ausgestattet werden, was die Hemmschwelle für ihren Einsatz senken könnte“, sagt Marion Küpker, Sprecherin der Kampagne vor Ort.

Ab dem 5. August kommt die fünfte öffentliche Fastenaktion nach Büchel, geleitet von Pfarrer Matthias Engelke, u.a. mit lokalen TeinehmerInnen. Die Fastenaktion beginnt am 1. August um 20.15 Uhr in Konstanz mit einer Friedensandacht auf dem Münsterplatz und zieht am 5.8. nach Büchel. Bis zum 9. August sind tägliche Andachten geplant, jeweils um 8.15 Uhr und 20.15 Uhr am Haupttor des Fliegerhorstes und um 18 Uhr in Cochem. Zum Abschluss wird es am 9. August um 11.02 Uhr (Tag und Zeitpunkt des Atombombenabwurfes auf Nagasaki im Jahr 1945) am Haupttor eine Andacht und anschließend ein „Friedensfrühstück“ geben.

  • Büchel: Tornadoabsturz in Atomwaffennähe
    18. Januar 2014 – Nachdem am Donnerstag ein Tornado in der Eifel bei Laubach (Rheinland-Pfalz) abgestürzt ist, hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) seine Forderung nach der Schließung des Atomwaffenlagers in Büchel bekräftigt. Der Absturzort des Tornados ist nur wenige Flugsekunden, etwa 8 km, von Büchel entfernt.
  • Büchel: 20 Atombomben unsicher in Deutschland gelagert
    10. November 2012 – Es sind die Überreste des Kalten Krieges: Amerikanische Atomwaffen lagern bis heute in Deutschland – und sind Experten zufolge nicht gut geschützt. Im schlimmsten Fall könnte radioaktives Plutonium austreten. Atomkraftgegner fordern die sofortige Entsorgung der Massenvernichtungswaffen.

Quelle (Auszug): buechel-atomwaffenfrei.de, 03.08.2014

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Solidaritäts-Aktion „nirgendwo“
Artikel-Archiv