Hintergrund: AKW – Kein Klimaretter?

Mit den Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima hat die Atomkraft herbe Dämpfer erlebt. Um ihr wieder neuen Schub zu verleihen, versucht die Atomlobby, nuklear erzeugten Strom als Klimaretter anzupreisen. Atomkraft hat den scheinbaren Vorteil, dass Strom vergleichsweise CO²-arm erzeugt wird. Mit einem neuen Flugblatt setzt das Umweltinistitut München Argumente dagegen.

Flugblatt "AKW - Kein Klimaretter"Ursache fu?r den Klimawandel ist die steigende Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre seit Beginn der Industrialisierung. Kohlendioxid (CO²), das bedeutendste Treibhausgas, wird insbesondere durch die Verbrennung der fossilen Energieträger Öl, Kohle und Erdgas freigesetzt. Die Folge ist ein Anstieg der Durchschnittstemperaturen auf der Erdoberfläche – begleitet von zunehmenden Wetterextremen wie Stu?rmen, Überschwemmungen und Du?rreperioden.

Weltweit werden heute weniger als zwei Prozent der gesamten verbrauchten Energie nuklear erzeugt. Damit schneidet Atomenergie im Vergleich zu den Erneuerbaren schlecht ab, denn Energie aus Sonne, Wind & Co. kamen bereits Anfang 2013 auf mehr als 20 Prozent. Global gesehen ist Atomstrom als „Klimaretter“ bedeutungslos.

  • Trotz Atomausstiegs sinkt deutscher CO2-Ausstoß
    15. Januar 2013 – Die Lüge ist widerlegt: Mit Atomkraft schützt man das Klima nicht – sondern ohne Atomkraft. Das belegen zumindest für Deutschland aktuelle Zahlen des Umweltbundesamt. Der trend von 2012 wird damit erfolgreich fortgesetzt.
  • Studie: Einsparung von 110 Atomkraftwerken einfach möglich
    25. Juni 2012 – In der EU besteht ein enormes Energieeinsparpotential, das insgesamt bis zu 110 Atomkraftwerke ersetzen könnte. Das ergibt eine Studie, die von der Kampagne “Coolproducts” veröffentlicht wurde. Die Klimaschutz-Kampagne wirbt für energieeffiziente Geräte wie Klimaanlagen, Computer, Haushaltsgeräte oder Motoren.
  • Die Wahrheit zum Atomausstieg Teil 26: Trotz AKW-Abschaltung weniger CO2
    3. April 2012 – Acht Atomkraftwerke wurden in Deutschland bereits vom Netz genommen. Die Befürworter der Kernkraft hatten stets gewarnt, dass der Atomausstieg zu mehr Kohlendioxidemissionen führe. Doch der CO2-Ausstoß der Energie- und Industrieanlagen ist nicht gestiegen, meldet das Umweltbundesamt. Im Gegenteil.

Quelle (Auszug): umweltinstitut.org, 24.08.2013

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