Wiederanfahren des AKW Brokdorf muss untersagt werden!

Das AKW Brokdorf ist am 10.08.2013 vom Netz genommen worden, weil die planmäßige Revision der Anlage durchgeführt und Brennelemente gewechselt werden sollen. Diese Arbeiten werden etwa vier Wochen andauern, sodann soll das AKW wieder angefahren werden. Dazu ist eine Zustimmung des Ministeriums als zuständige atomrechtliche Aufsichtsbehörde erforderlich. Ein Atomkraftgegner hat nun beantragt, diesem Antrag nicht zuzustimmmen!

Sowohl der Betreiber als auch die Aufsichtsbehörde seien gehalten, zu jeder Zeit auf Vorsorgedefizite sicherheitsgerichtet zu reagieren.

„Das Atomkraftwerk Brokdorf entspricht in vielfacher Hinsicht derzeit nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und Technik. Es sind in jüngster Zeit gravierende Mängel offenkundig geworden, die zunächst ausgeräumt werden müssen, bevor einem ‚Wiederanfahren‘ zugestimmt werden kann, falls nicht sogar die Genehmigung aufgrund der Defizite zu widerrufen ist“, sagt Karsten Hinrichsen, der den Antrag formuliert hat.

AKW Brokdorf endlich abschalten!

AKW Brokdorf endlich abschalten!

Es läge auf der Hand, dass alle erforderlichen Vorsorgemaßnahmen verschiedener Gremien bis zum Abschluss der diesjährigen Revision nicht durchgeführt sein werden. Daher dürfe das AKW Brokdorf nicht wieder in Betrieb gehen, fordert Hinrichsen von der Anti-Atomkraft Initiative „Brokdorf Akut“.

Er hat einen Antrag an das „Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume“ sowie eine detaillierte Begründung des Antrags auf Nichtzustimmung zum Wiederanfahren des Atomkraftwerks Brokdorf ausformuliert. Der Antrag wird bereits von diversen Umweltschutz- und Anti-AKW-Gruppierungen mitgetragen und soll am Montag, dem 26.08.2013, zwischen 13:00 – 13:15 Uhr vor dem Landeshaus an Umweltminister Robert Habeck übergeben werden.

Auch contrAtom unterstützt die Forderung von Karsten Hinrichsen. Brokdorf darf nicht erst 2021 vom Netz gehen, sondern muss das Atomkraft sofort abgeschaltet werden!

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    18. Juli 2013 – Ab dem 10. August ist es mal wieder soweit: An diesem Tag beginnt die Revision des AKW Brokdorf. Der Reaktordeckel wird geöffnet, um Brennelemente zu wechseln. Der Ausstoß radioaktiver Edelgase wird ungefähr auf das 160-Fache steigen, dabei ist er schon im Normalbetrieb unerträglich hoch: Rund um das AKW Brokdorf erkranken anderthalb mal so viele Menschen an Krebs, wie statistisch zu erwarten wäre. Aus Protest gegen den Weiterbetrieb des Meilers findet ab Samstag eine “Protestkarawane” statt.
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    22. Mai 2013 – Nach dem Brand auf dem mit radioaktiven Stoffen beladenen Containerschiff “Alantic Cartier” in Hamburg und dem geplanten Transport von plutoniumhaltigen MOX-Brennelementen durch Hamburg warnt die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW den schleswig-holsteinischen Umweltminister Robert Habeck vor dem weiteren MOX-Einsatz im Atomkraftwerk Brokdorf. Hintergrund ist die Kritik des MOX-Spezialisten Wolfgang Faber, der bei der E.On Kernkraft GmbH als Leiter für den Einsatz von Brennelementen verantwortlich ist. Das eindeutige Votum des Brennelement-Spezialisten wird allerdings vom Vorstandsvorsitzenden der E.On AG, Johannes Teyssen, ignoriert.
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    8. Februar 2013 – Die Sicherheitssysteme des Atomkraftwerks Brokdorf reichen nicht aus, um eine Kernschmelzkatastrophe mit massiver Freisetzung radioaktiver Stoffe zu verhindern. Das ist das Ergebnis einer gutachterlichen Stellungnahme, die Dipl.-Ing. Dieter Majer, Ministerialdirigent a.D., im Auftrag der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt verfasst hat.
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    20. August 2012 – Das Atomkraftwerk Brokdorf an der Unterelbe wurde beim Atomausstieg vergessen. Die Regierung will den Reaktor noch bis 2021 laufen lassen. Dabei ist er besonders gefährlich, besonders störanfällig und besonders unnötig.

Quelle (Auszug): BI Kiel gegen Atomanlagen, 23.08.2013

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