„Flotten Atomausstieg!“ – Kundgebung in Landshut

Am Samstag, 24. November, findet vor dem Landshuter Rathaus eine Kundgebung für einen „flotten Atomausstieg“ statt. Das Landshuter Bündnis für Atomausstieg (BüfA) ruft zu Protest gegen den Weiterbetrieb des Atomkraftwerk Isar-II auf.

Isar-2 - Abschalten Jetzt!

Isar-2 - Abschalten Jetzt!

„Countdown Isar 2 und die Strompreislügen“ lautet das Motto, unter dem für einen schnellstmöglichen Ausstieg aus der Atomkraft demonstriert werden soll.

Der kürzlich veröffentlichte Stresstest habe gezeigt, dass europäische AKW erschreckende Sicherheitsmängel aufweisen. Bei den Tests sei laut „BüfA“ aber noch nicht einmal die Gefahr eines Terroranschlags oder Flugzeugabsturzes auf ein Atomkraftwerk mit einbezogen worden. Das treffe auch auf das AKW Isar 2 zu. Ein erhebliches Risiko bestehe zudem für das bereits abgeschaltete AKW Isar 1, weil das Abklingbecken mit den dort lagernden hochradioaktiven Brennstäben nur durch eine relativ dünne Dachkonstruktion geschützt sei. Ähnliches gelte auch für das Dach der Lagerhalle in Niederaichbach, in der der Atommüll aus Isar 1 und 2 gelagert wird.

„Um von diesem Risiken und von der Energiewende abzulenken sowie den von der Bundesregierung beschlossenen Atomausstieg letzten Endes doch noch zu kippen, werden seit Wochen von verschiedenen Seiten Horrorszenarien über den Anstieg des Strompreises verbreitet“, so die Aktivisten.

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    11. Mai 2012 – Mit E.ON macht ein erster Energiekonzern in Deutschland einen wichtigen Schritt und reicht den Antrag auf Abriss des Atomkraftwerks Isar-1 ein. Damit ist der “sichere Einschluss” – das Einbetonieren für Jahrzehnte – vom Tisch und der Rückbau kann bald beginnen. Atomkraftgegner fordern alle AKW-Betreiber auf, an den stillgelegten Anlagen endlich Fakten zu schaffen und sich der Verantwortung zu stellen.
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    12. Januar 2012 – An keinem anderen Ort in Deutschland lagert so konzentriert eine riesige Menge hochradioaktiver Atommüll: die Zwischenlager an den Atomkraftwerken und die Hallen in Gorleben, Ahaus und Lubmin. Allesamt sind nicht ausreichend gegen “Einwirkungen von außen” geschützt – und sollen nun Betonmauern für mehr Sicherheit bekommen. Atomkraftgegner sehen vor allem eines: das Eingeständnis, das die Lager bis heute unsicher sind.

Quelle (Auszug): wochenblatt.de, 20.11.2012

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