Grohnde: Behörden wollen bei Atomkatastrophenschutz-Übung kritische Öffentlichkeit aussperren

Die Polizeidirektion Göttingen will bei der für morgen Samstag,10.11. um 10.30 Uhr geplante Katastrophenschutzübung im Hamelner Kreishaus und anschließend im AKW Grohnde Vertreter der Regionalkonferenz Grohnde als Teil der kritischen Öffentlichkeit aussperren und nur ausgewählte Journalisten zulassen.

170km-Radius / Katastrophenschutz AKW Grohnde

170km-Radius / Katastrophenschutz AKW Grohnde

Die Ausrede, dass nur Funktionsträger mit Amtsverschwiegenheit eingeladen wären ist natürlich absurd, weil auch Journalisten eingeladen sind, der Job es ist, zu berichten. Das zeigt, dass Innenminister Schünemann nur ein Show-Veranstaltung plant, eine echte Auseinandersetzung mit der kritischen Öffentlichkeit z.B. auch eine öffentliche Veranstaltung für die Bevölkerung z.B. in der Rattenfängerhalle in Hameln ist nicht geplant.

„Man will den Bevölkerungsschutz ohne die Bevölkerung organisieren, weder wird sie bei der Übung beteiligt, sondern es wird nur eine Stabsübung geben, noch soll sie sehen, was sie bei einer Atomkatastrophe erwartet“, so die Regionalkonferenz Grohnde.

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Quelle: PE grohnde-abschalten.de, 09.11.2012

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