Finnland: E.ON laufen die Atomfreunde davon

Atomkraft macht einsam. Diese Erfahrung macht E.ON-Chef Johannes Teyssen gerade. E.ON ist nicht nur das letzte deutsche Unternehmen, das nach wie vor an Atomprojekten festhalten will, auch im vermeintlich atomfreundlichen Finnland laufen ihm die Partner weg.

Greenpeace berichtet, dass sich gestern sechs Unternehmen aus dem Atomkraftwerksprojekt im nordfinnischen Pyhäjoki zurückgezogen haben. Ein weiterer Förderer habe zudem seinen Anteil gesenkt.

„Die Welt hat sich in den fünf Jahren, in denen wir an dem Projekt beteiligt waren, geändert“, begründet ein Geldgeber seine Entscheidung.

Es klafft nun noch vor Baubeginn eine Finanzierungslücke von knapp zehn Prozent. E.ON droht ein finanzielles Debakel.

  • E.ONs Atompläne in Finnland – Offener Brief an den E.ON-Vorstand und Aufsichtsrat
    27. August 2012 – Atomkraftgegner aus Finnland haben dem deutschen Energiekonzern einen Offenen Brief geschrieben, in dem sie gegen dessen Atompläne protestieren. Der Verein Pro Hanhikivi im Norden Finnlands, Pyhäjoki, kämpft gegen den geplanten Bau eines Atomkraftwerks um die Hanhikivi Landzunge als freies Natur-und Erholungsgebiet zu bewahren. Der lokale Verein wurde im Jahr 2007 gegründet und hat heute über 300 Mitglieder.
  • E.ON: Verzögerung für AKW-Bau in Finnland
    9. August 2012 – Nach Plänen des deutschen Energiekonzerns E.ON sollten schon im nächsten Jahr im nordfinnischen Pyhäjoki die Bagger rollen. Dort soll in Mitten eines großen Naturschutzgebietes ein neues Atomkraftwerk entstehen. Nun wird nicht vor 2014 mit den Arbeiten begonnen. Atomkraftgegner kritisieren das Projekt, mit dem sich E.ON in ein finanzielles Debakel stürzen wird.
  • E.on droht Finanzdesaster bei AKW-Neubau in Finnland
    2. Mai 2012 – Der vom deutschen Energiekonzern E.on geplante Neubau eines Atomkraftwerks im finnischen Pyhäjoki droht ein wirtschaftlicher Fehlschlag zu werden. Dies belegen zwei Gutachten, die Greenpeace heute veröffentlicht.

Quelle (Auszug): greenpeace.de, 30.08.2012

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