Protestaktion vor der Gronauer Uranfabrik nach 24 Stunden beendet

Nach eintägiger Dauerbesetzung der Hauptzufahrten der Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau ziehen die AktivistInnen ein positives Resümee.

„Wir waren gehörig Sand im Getriebe, vor allem heute früh um sechs beim Schichtwechsel. Damit haben wir eines unserer Ziele erreicht: Die Gronauer Anlage ist ein Stück weiter aus der Unbekanntheit gezerrt“, so Hanna Poddig.

Die AktivistInnen fordern die sofortige Schließung der Uranfabrik, in der Brennstoff für Atomkraftwerke produziert wird.

Nach vierundzwanzig Stunden vor der UAA räumten die AtomkraftgegnerInnen heute Mittag gegen 13 Uhr die Zufahrten zur Anlage.

„Wir gehen für heute, aber es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir hier waren“, sagte Christof Neubauer, der die Nacht auf einem der Tripods, einem Dreibein aus sechs Meter langen Holzstämmen, vor den Toren der Uranfabrik verbracht hat.

Ebenfalls zu Ende geht heute auch ein mehrtägiges Protestcamp, in dem seit Freitag Diskussionen geführt und Aktionen geplant worden waren. Die Zeltstadt auf einem Hof bei Metelen im Kreis Steinfurt diente als Basis-Station für zahlreiche Aktivitäten.

Bereits am Montag dieser Woche hatten AktivistInnen in Metelen einen Zug mit abgereichertem Uran mit einer Ankett- und einer Kletteraktion aufgehalte.

httpv://www.youtube.com/watch?v=24MIh_lRTow

  • Gronau: Aktivist_Innen machen Urananreicherungsanlage dicht
    31. Juli 2012 – Die Proteste gegen die Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau reißen nicht ab. Nach der gestrigen Aktion gegen den Export von Atommüll nach Frankreich demonstrieren AtomkraftgegnerInnen heute auf den Zufahrtswegen der Anlage. Sie haben vor dem Tor der Anlage zwei Dreibeine aus Holzstämmen aufstellen können. Kletterer erklommen diese sog. Tripods und versuchten, so lange wie möglich auszuharren, um den Betrieb der Anlage zu stören.

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