In 4 Minuten die maximale Dosis

Im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima steigt die radioaktive Strahlung. Wie der Betreiber Tepco am Samstag mitteilte, wurde im Reaktorgehäuse von Block 1 eine Strahlenhöhe von bis zu 4000 Millisievert pro Stunde gemessen. Das sei die höchste bisher in der Luft gemessene Radioaktivität in dem zerstörten AKW.

Die hohe Strahlung hatte ein Roboter in der südöstlichen Ecke des Gebäude gemessen, zitierte die Agentur Kyodo den AKW-Betreiber. Aus einer Öffnung im Boden für ein Rohr, das durchs Gebäude führt, sei Dampf ausgetreten. Der hochradioaktive Dampf scheint aus dem Druckkessel zu kommen, wo sich Kühlwasser angesammelt haben soll.

  • Die Messdaten bedeuten, dass die Arbeiter innerhalb von nur vier Minuten der höchsten zulässigen Strahlendosis von 250 Millisievert pro Jahr ausgesetzt wären.

Auf die Arbeiten auf dem AKW-Gelände werde diese hohe Strahlung leut TEPCO aber keine größeren Auswirkungen haben, weil sich der Strahlenaustritt auf einen kleinen Teil des Gebäudes beschränke.

Die japanische Regierung hatte nach der Reaktorhavarie die zulässige Dosis hochgesetzt: Vor der Reaktorkatastrophe galt für Beschäftigte in Atomanlagen noch ein Grenzwert von 100 Millisievert pro Jahr.

Quelle: tagesschau.de, 05.06.2011

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