Die Hermes-Kredite für deutsche Atomkraft-Exporte geraten weiter unter Druck: Erstmals wenden sich Abgeordnete aller Fraktionen gegen die Bürgschaften für den Bau von zweifelhaften Atomprojekten. Sie seien “nicht weiter förderfähig”, heißt es in einer Entschließung des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung. Hunderttausende Menschen hatten gegen die Kredite protestiert.

“Risiken, die wir selbst nicht wollen, dürfen wir auch nicht bei anderen fördern”, sagte Beiratschef Andreas Jung (CDU) laut Süddeutscher Zeitung. Dem Gremium gehören 22 Abgeordnete aller Fraktionen an, die Entscheidung fiel einstimmig.

Hermes-Bürgschaften waren im Zusammenhang mit dem umstrittenen Akw Angra 3 in Brasilien in die Kritik geraten, aber auch für Projekte in Indien, Großbritannien oder Tschechien. Hunderttausende Menschen protestieren seit Jahren gegen diese Kreditvergabe, die am Ende zu Lasten der Steuerzahler geht, weil er das Risiko trägt.

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Quelle (Auszug): sueddeutsche.de, 30.11.2012


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