Atomkraftwerk Gundremmingen

AKW Gundremmingen, Bild: google

Am Standort Gundremmingen in Bayern befinden sich zwei Atomreaktoren in Betrieb, ein dritter ist seit 1977 stillgelegt. Für die Lagerung von Atommüll wurde ein Brennelementezwischenlager gebaut.

Das Atomkraftwerk befindet sich in Gundremmingen im Landkreis Günzburg in Bayern, etwa 40km nordwestlich von Augsburg und 30km nordöstlich von Ulm, direkt an der Donau.

Block A: Erstes kommerzielles AKW Deutschlands

Gundremmingen-A war mit seiner Inbetriebnahme 1966 der erste kommerzielle Atomreaktor der BRD zur industriellen Stromerzeugung und gleichzeitig das damals weltweit größte AKW. Der Reaktor wurde damals komplett in amerikanischer Lizenz gebaut und wurde auch „Demonstrationskraftwerk Gundremmingen“ genannt, da hier entscheidende Erkenntnisse für den Bau von großen AKW gewonnen wurden. Ein Totalschaden brachte 1977 das Aus.

Block B und C: Leistungsstärkstes Atomkraftwerk

Das AKW Gundremmingen ist heute mit seinen beiden Reaktoren mit jeweils 1.344 Megawatt Leistung das leistungsstärkste deutsche Atomkraftwerk. Es handelt sich aber um die letzten Siedewasserreaktoren, die in Deutschland noch in Betrieb sind. Das Betriebsende ist für Block B Ende 2017, für den baugleichen Block C erst Ende 2021 geplant.

Die beiden Siedewasserreaktoren der Baureihe 72 – so genannt, weil diese erstmals im Jahre 1972 konzipiert wurde – erzeugen jährlich ca. 20 Milliarden Kilowattstunden (kWh) elektrischen Strom. Damit werden rechnerisch etwa 35 % des bayerischen Stromverbrauches gedeckt.

Lastfolgebetrieb

Beide Reaktorblöcke sind seit einigen Jahren für den Lastfolgebetrieb, bei dem die Leistung der Stromnachfrage („Last“) nachgesteuert wird, eingeplant. Zumindest an Wochenenden werden diese Reaktoren häufig in ihrer Leistung gedrosselt.

Größtes Zwischenlager Deutschlands

Der Bau von mit 4.000 qm Deutschlands größtem atomaren Zwischenlager war Ende Juli 2004 vom Bundesamt für Strahlenschutz durch Sofortvollzug angeordnet worden, die Bauarbeiten begannen im August 2004. Dicke Betonwände, die allerdings mit einer Wandstärke von 85 cm erheblich dünner ausgelegt sind als die vergleichbaren Lager in Norddeutschland (ZL Brokdorf 120 cm) sollen Strahlungsrisiken minimieren. Das Betondach ist mit 55 cm ebenfalls wesentlich schwächer ausgelegt als die Dächer der in Norddeutschland (z. B. ZL Brokdorf 130 cm) gebauten Zwischenlager. Der Rohbau der Halle wurde Ende 2005 vollendet. Gesamtkosten: rund 30 Millionen Euro. Insgesamt waren 76.000 Einwendungen gegen den Bau der Halle eingereicht worden. Mehrere Klagen waren am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München anhängig. Die Einwände gegen die Zwischenlager konzentrierten sich vor allem auf Sicherheitsfragen. So bezweifelten die Kritiker, dass die Lager einem terroristischen Angriff mit einem Flugzeug Stand halten würden.

Technik

  • Betreiber: Kernkraftwerke Gundremmingen Betriebsgesellschaft mbH
  • Eigentümer: RWE Power (75%) und Eon Kernkraft (25%)

Reaktordaten Gundremmingen-A (KRB-A)

  • Baubeginn: 12.12.1962
  • Inbetriebnahme: 01.12.1966
  • Kommerzieller Betrieb: 12.04.1967
  • Abschaltung: 13.01.1977 nach Totalschaden
  • Der Reaktor erzeugte von 1966 bis 1977 etwa 16 Mrd. kWh Strom.
  • Reaktortyp: Siedewasserreaktor, gebaut unter US-Lizenz
  • Leistung: 237 MW (netto) / 250 MW (brutto)
  • Hersteller: AEG und General Electric
  • Die Baukosten von 300 Millionen DM wurden überwiegend von der öffentlichen Hand getragen, nur 100 Millionen DM mußten die damaligen Betreiber Bayernwerk und RWE zuschießen.

Reaktordaten Gundremmingen-B (KRB-II-B)

  • Baubeginn: 20.07.1976
  • Inbetriebnahme: 16.03.1984
  • Kommerzieller Betrieb: 19.07.1984
  • Abschaltung: Ende 2017 (geplant)
  • Reaktortyp: Siedewasserreaktor, Baureihe 72
  • Hersteller: Siemens KWU
  • Leistung, elektrisch: 1.344 MW brutto, 1.284 MW netto
  • Brennstoff: 784 Brennelementen aus 100 (10 x 10) Brennstäben mit je etwa 174 Kilogramm Uran

Reaktordaten Gundremmingen-C (KRB-II-C)

  • Baubeginn: 20.07.1976
  • Inbetriebnahme: 02.11.1984
  • Kommerzieller Betrieb: 18.01.1985
  • Abschaltung: Ende 2021 (geplant)
  • Reaktortyp: Siedewasserreaktor, Baureihe 72
  • Hersteller: Siemens KWU
  • Leistung: 1.288 MW (netto) / 1.344 MW (brutto)
  • Brennstoff: 784 Brennelementen aus 100 (10 x 10) Brennstäben mit je etwa 174 Kilogramm Uran

Standortzwischenlager Gundremmingen

  • Das Zwischenlager für die Aufbewahrung von verbrauchten Brennstäben in maximal 192 Transport- und Lagerbehältern vom Typ „CASTOR V/52“ für jeweils bis zu 52 Siedewasser-Brennelemente wurde im August 2006 mit der Einlagerung der ersten Behälter in Betrieb genommen. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den Reaktoren.

Betriebsablauf

Gundremmingen-B (KRB-II-B)

2015

  • 12.04. – Reaktor nach Jahresrevision mit Brennelementewechsel wieder am Netz.

2014

  • 05.04.-16.05. – Reaktor für Jahresrevision mit Brennelementewechsel vom Netz.
  • 06.-21.01.2014 – Reaktor nach Tropfleckage einer Messlanze des Reaktordruckbehälter vom Netz. Beim Abfahren folgte eine Störung der Speisewasserregelung und damit ein zu schneller Leistungsrückgang, so dass das AKW in den automatischen Abschaltmodus wechselte.

2013

  • 19.-29.09.2013 – Reaktor zum Austausch von zwei defekten Brennelementen vom Netz.
  • 16.08.-28.08.2013 Reaktor wegen Leck in Kühlkreislauf vom Netz. Aus einer Dichtung bei der Messlanze waren kleine Mengen radioaktives Wasser getropft.
  • 06.04.-03.05.2013 – Reaktor für Jahresrevision bis Anfang Mai vom Netz. 112 frische Brennelemente werden eingesetzt. Größtes Einzelprojekt war die Installation eines Transformators. Ein defektes Brennelement wurde gefunden.

2012

  • 30.03.-13.05. – Reaktor für Revision und Brennelementewechsel vom Netz.

2011

  • 21./22.08.2011 – Automatische Abschaltung nach Defekt in Turbine
  • 01.05.-31.05.2011 – Reaktor für Revision vom Netz

2010

  • 27.06.-12.08. – Reaktor für jährliche Revision mit Brennelementewechsel vom Netz.
  • 31.10.-14.11.2010 – Reaktor wegen Brennelementschaden vom Netz

2009

  • 15.10. – Reaktor wieder am Netz
  • 14.10. – Lastabsenkung auf 15% wegen Leckage an Kühlleitung des Generators
  • 29.06. – 25.07. – Reaktor für Revision vom Netz, geplante Wieder-Verfügbarkeit war 13.07.

2008

  • 24.12. – Leistungsreduktion auf 40% wegen Leckage an Kühlmittelpumpe
  • 05.12. – Leistungsreduktion um 100 MW wegen Sonstiges für wengiger als einen Tag.
  • 24.08. – Leistungsreduktion um 150 MW
  • 14.06.-26.07. – Reaktor für die jährliche Revision abgeschaltet und sollte am 23.07. wieder verfügbar sein.
  • 06.01. – 12.01. – Offline

2006

  • 04.12. – 09.12. – Offline

Gundremmingen-C (KRB-II-C)

2015

  • 21.8.2015 – Reaktor für einige Stunden vom Netz. Nach einem Stromausfall im Höchstspannungsnetz kam es zu „erhöhten Schwingungen an der Erregermaschine, einer auf der Turbinenwelle montierten Komponente des Drehstromgenerators“. In der Folge musste die Anlage neu Ausgewuchtet werden.
  • 10.08.2015 – Reaktor nach Jahresrevision wieder am Netz. Alle 784 Brennelemente wurden untersucht um dabei einen im Frühjahr aufgetretenen Brennelementdefekt zu beheben. Im Zuge der Revisionsarbeiten kam es während der Vorbereitung einer Druckprobe des Reaktorwasserreinigungssystems zu einer Kontamination an Teilen der Schutzkleidung von drei Mitarbeitern. 104 der insgesamt 784 Brennelemente wurden durch frische ersetzt. Zusätzlich kommen bereits verwendete Brennelemente aus dem Lagerbecken des Blocks erneut zum Einsatz, darunter 16 Mischoxid-Brennelemente.
  • 25.3. – Reaktorschnellabschaltung. Ursache für die Abschaltung von Block C waren aktuell laufende Revisionsarbeiten in Block B, bei denen die Druckluftversorgung des Reaktors unterbrochen wurde.

2014

  • 19.7.-14.8. – 14.8. – Reaktor nach der Jahresrevision mit Brennelementewechsel vom Netz. Größte Einzelmaßnahme ist der Einbau eines mehr als 60 Tonnen schweren, generalüberholten Transformators gewesen.
  • 01.-12.03.2014 – Reaktor für Austausch von Messlanzen vom Netz.

2013

  • 29.06.-07.08.2013 – Reaktor zur Revision und Brennelementewechsel vom Netz. 116 der insgesamt 784 Brennelemente wurden ersetzt, Teile der Niederdruckturbinen erneuert.

2012

  • 10.-17.12.2012 – Reaktor wegen Leckage an einem Messstutzen am Reaktordruckbehälter vom Netz.
  • 14.07.-06.08. – Reaktor für die jährliche Revision mit Brennelementewechsel vom Netz. Rund ein Fünftel der insgesamt 784 Brennelemente wurden ersetzt, die Erneuerung der Kondensatreinigungsstraßen fortgesetzt, 370 wiederkehrende Prüfungen durchgeführt.

2011

  • 29.11.-09.12. – Reaktor für den Tausch von zwei defekten Brennelementen vom Netz
  • 18.09.-06.11. – Reaktor für Revision mit Brennelementewechsel vom Netz

2010

  • 03.10.-31.10.2010 – Reaktor für Jahresrevision mit Brennelementewechsel vom Netz

2009

  • 25.09.-26.10. – Reaktor für Revision und Brennelementewechsel vom Netz

Kritik

Störfälle seit Betriebsbeginn:

  • Block A: 26
  • Block B: 119 + 7 (Stand 02/2016, 7 Ereignisse betreffen die Doppelblockanlage)
  • Block C: 108 (Stand 02/2016)

Bauartbedingte Schwachstellen

Gundremmingen B und C sind die letzten beiden Siedewasserreaktoren in Deutschland. Dieses Reaktorkonzept weist einige grundlegende sicherheitstechnische Probleme auf: Da der Primärkreislauf den Sicherheitsbehälter verlässt und der gesamte Dampfkreislauf radioaktiv ist, kann ein Rohrbruch z.B. im Maschinenhaus zu direkter Freisetzung radioaktiven Dampfes und zu großem Kühlmittelverlust führen, ohne dass ausgetretenes Kühlmittel über die Notkühlsysteme zurückgeführt werden kann – in diesem Fall droht eine Kernschmelze. Bei Lecks im Kondensator ist auch eine Freisetzung direkt in das Flusswasser denkbar.

Zur Reaktorabschaltung müssen die Absorberstäbe, anders als bei Druckwasserreaktoren, gegen die Schwerkraft mittels Hydraulik in den Reaktor eingefahren werden, das Abschaltsystem ist also nicht „ausfallsicher“. Auch das alternative Abschaltsystem, die Borsäureeinspeisung, verlässt sich auf aktive Systeme (Hochdruckpumpen).

Der Sicherheitsbehälter ist zudem so klein und schwach ausgelegt, dass er dem auftretenden Druck bei einem größeren Dampfleck innerhalb des Behälters nicht standhalten kann (kein Volldruckcontainment), statt dessen verlässt man sich auf ein sog. Druckabbausystem aus Kondensationskammern.

In deutschen Siedewasserreaktoren kam es schon mehrmals zur Beschädigung von Anlagenkomponenten durch kleinere oder mittelgroße Explosionen von angesammeltem Knallgas (Radiolysegas).

Nur noch in Gundremmingen laufen zwei Reaktoren an einem Standort mit dementsprechend hohem Einsatz von Brennstoffen.

Das Abklingbecken liegt wie im Block 4 im AKW Fukushima außerhalb des Containments unter dem Dach.

Zweierlei Mass in Gundremmingen – aber nicht die Sicherheit

Die baugleichen Atomreaktoren Gundremmingen B und C sollen nicht – wie es logisch wäre – zum gleichen Zeitpunkt für immer abgeschaltet werden. Block B darf gemäß des “Atomkonsens” bis 2017, Block C aber bis 2021 laufen. Diese Festlegung basiert auf der politischen Annahme, es könnte bei gleichzeitiger Abschaltung zu großen Stromengpässen in Bayern kommen.

Bisherige Entsorgung der hochaktiven Abfälle

Im stillgelegten Block A fielen bis zum Jahr 1980 insgesamt 120 Tonnen abgebrannter Kernbrennstoff an. Davon wurden 102 t zur Wiederaufarbeitung ins Ausland gebracht und 10,5 t in der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe entsorgt. Der Rest wurde zur Zwischenlagerung nach Schweden transportiert.

Von den Brennelementen aus Block B und C ist bislang „kein Gramm sicher entsorgt“: Nach Transporten in die Wiederaufarbeitungsanlagen Sellafield (GB) und La Hague (F) und nach Gorleben (Februar/März 1997) werden die verbrauchten Brennelemente in Transport- und Lagerbehälter vom Typ Castor V/52 im Standortzwischenlager geparkt.

Weiterhin radioaktive Emissionen

Mit der Genehmigung aus dem Jahre 2006 wird auch die Ableitung radioaktiver Stoffe über den Kamin erlaubt. Die maximal zulässige Radioaktivitätsabgabe pro Jahr beläuft sich auf 50 MBq für aerosolförmige Radionuklide mit Halbwertszeiten von mehr als 8 Tagen (außer Iod-131), maximal 0,5 MBq für Iod-131 und maximal 100.000 MBq für Tritium. Ursprünglich sollte der Rückbau 2006 beendet sein.

Wichtige Störfälle

1987: Knallgasexplosionen im Reaktor
Im Mai 1987 kam es bei einem Test zum Ausfall eines der sicherheitstechnisch bedeutsamen Sicherheits- und Entlastungsventile, es kam zum Druckabfall im Reaktor. Bei Untersuchungen wurden an insgesamt drei Ventilen Schäden festgestellt, die auf die Zündung von Knallgas (Radiolysegas) zurückgeführt wurden. Ähnliche Schäden wurden 1987 auch in Krümmel und 1988 in Isar-1 festgestellt. Knallgas, ein Gemisch aus Wasserstoff und Sauerstoff, entsteht durch die Spaltung von Wassermolekülen durch die Strahlung und kann sich an verschiedenen Stellen der Anlage ansammeln und explosionsfähige Gemische bilden. 2001 in Brunsbüttel zerfetzte eine Knallgasreaktion sogar mehrere Meter einer Rohrleitung.

2003: Kühlwassermangel
Im Mai 2003 war beim Anfahren des Reaktors plötzlich der Waserfüllstand im Reaktordruckbehälter zu niedrig, aufgrund von „nicht ausreichender Speisewasserförderung“, die Schnellabschaltung wurde ausgelöst. Ein Trockenfallen der Brennelemente kann jedoch auch nach Abschalten des Reaktors noch zu einer Kernschmelze führen – trotzdem wurde das „Ereignis“ als Lappalie betrachtet. Was die Ursache des Wassermangels war, darüber machte der Betreiber in seiner Störfallmeldung keine Angaben – und auch die Aufsichtsbehörde, das Bayerische Umweltministerium, hakte offenbar nicht nach.

Chronik

1962

  • Nachdem die Stadt Nürnberg wegen ihrer Trinkwasserschutzgebiete im Mündungsgebiet des Lechs gegen den anfangs geplanten AKW-Standort Bertoldsheim an der Donau (zwischen Donauwörth und Neuburg/Donau) protestiert hatte, wurde rund 50 Kilometer donauaufwärts in Gundremmingen (zwischen Dillingen und Günzburg) Deutschlands erstes Groß-Atomkraftwerk am 13. Juli 1962 beantragt.
  • 24. Juli 1962 – Der Stromkonzern RWE und das damalige Bayernwerk (heute E.On) gründen eine Gesellschaft, die den Betrieb eines Atomkraftwerks (AKW) in Gundremmingen im Donauried vorsah
  • Schon am 14. Dezember 1962 wird das AKW genehmigt. Eine protestierende „Notgemeinschaft Atom-Kraftwerk Gundremmingen-Offingen“ wurde mit in Aussicht gestellten Geldern zum Verstummen gebracht.

1966

  • Inbetriebnahme Block A: 01.12.1966
    Gundremmingen-A war damit der erste kommerzielle Atomreaktor der BRD zur industriellen Stromerzeugung und gleichzeitig das damals weltweit größte AKW. Der Reaktor wurde damals komplett in amerikanischer Lizenz gebaut und wurde auch „Demonstrationskraftwerk Gundremmingen“ genannt, da hier entscheidende Erkenntnisse für den Bau von großen AKW gewonnen wurden.

1967

  • Im Februar 1967 wurde der Dampferzeuger überspeist. Eine Schweißnaht am Dampfrohr brach und gab radioaktiven Dampf frei. Dabei entstanden auch Schäden am Dampferzeuger.
  • 12.04.1967 – In Block A beginnt der „kommerzielle Betrieb“.

1968

  • Im Januar 1968 gab es „Schaufelsalat“ in der Niederdruckturbine, bereits im Mai 1968 erneut. Daraufhin wurden die ersten drei Schaufelreihen in der Turbine provisorisch abgedreht, daraus resultieren drei Prozent Leistungseinbuße, die von den AKW-Betreibern in Kauf genommen wurden.
  • Diese Notmaßnahme hielt nicht lange: Schon im August 1968 gab es den nächsten „Schaufelsalat“ in der Niederdruckturbine.

1969

  • Block A: Im April 1969 trat ein Leck in einer Dampfleitung auf, Radioaktivität drang in den Sicherheitsbehälter.
  • Beim Auswechseln der Brennelemente in Block A im Mai 1969 ware 60 der 368 Brennelemente defekt.
  • Im August 1969 gelangten durch das Öffnen eines falschen Ventils 20 Tonnen Wasser aus dem Zwischenlager-Becken in den Flutraum. Starke Materialbelastung durch kaltes Wasser war die Folge.

1970

  • Block A: Beim Brennelementwechsel im Juni 1970 bestand bei 33 von 143 Brennelementen der Verdacht auf Schäden

1971

  • Im Juni 1971 bestand beim Brennelementwechsel in Block A bei 38 von 91 Brennelementen der Verdacht auf Schäden.

1973

  • Im Oktober 1973 fiel der Druchfluß von Kühlwasser unter den vorgeschriebenen Wert. Der Atommeiler wurde daraufhin abgeschaltet. Als Ursache wurden Kupfer- und andere Ablagerungen festgestellt.
  • Im Oktober gab die „Automatik“ zudem mehrfach und ohne Grund „GAU-Alarm“. Als Ursache wurde ein falsch eingestelltes Ventil ermittelt.

1975

  • Im November 1975 wurden zwei Monteure bei der Reparatur eines Ventils durch vier Liter ausströmenden radioaktiven Dampf aus dem Primärkühlkreislauf tödlich verbrüht. Den beiden 34 und 46 Jahre alten Arbeitern wurden bei der Obduktion Leichenteile abgetrennt und auf Radioaktivität untersucht. Dann seien die Leichen in Zinksärge eingelötet worden, ohne dass die Angehörigen sie noch hätten sehen dürfen. Die Strahlung an der Sargoberfläche war aber so gering, dass die Männer sechs Tage später beerdigt wurden. Die Leichenteile wurden im Kernforschungszentrum Karlsruhe verbrannt, die Asche wurde später in das Endlager Asse-2 gebracht.

1976

  • Block A: Im Mai 1976 wurden Risse im Speisewasser-Verteiler festgestellt.

1977

  • Am 13.01.1977 erfolgte ein Kurzschluß in den Stromleitungen außerhalb des AKW Gundremmingen A. In den beiden abführenden Stromleitungen des AKW war es nach einem Kälteeinbruch und einem Blitzschlag zu Kurzschlüssen gekommen. Wegen der Eislast auf den Hochspannungsleitungen waren diese gerissen und die Fortleitung des Stroms unterbrochen. Durch diesen Netzausfall kam es im AKW Gundremmingen A zu einer Reaktorschnellabschaltung, dabei ereignete sich eine ganze Serie von Pannen und Fehlern, die letztendlich zu einem „Totalschaden“ führten: Durch eine Serie von Fehlsteuerungen kam es bei der eingeleiteten Schnellabschaltung zu einem schnellen Druckanstieg und zur Dampfabblasung ins Reaktorgebäude und in Folge dessen zu Rissen in Sicherheitsventilen und Rohrleitungen. Innerhalb weniger Sekunden strömten 200.000 Liter radioaktiver Dampf in das Reaktorgebäude. Schon nach rund zehn Minuten stand im Reaktorgebäude das Wasser drei bis vier Meter hoch, die Temperatur war auf brisante 80 Grad Celsius angestiegen.
    Vier Tage nach dem ‚Ereignis‘ wurde die Radioaktivität im Reaktorgebäude „kontrolliert“ über den Kamin freigesetzt. Erst nach Wochen war das Reaktorinnere wieder durch die Aufsichtsbehörden inspizierbar. Inspektionen ergaben, daß der Stahl der Rohrleitungen Schäden aufwies (ein „importierter amerikanischer Materialfehler“), deshalb wurden „Nachertüchtigungen“ mit neuen Rohrleitungen gefordert. Der TÜV verordnet ein völlig neues Sicherheitskonzept. Die Politik und Aufsichtsbehörden verlangten eine Modernisierung der Leit- und Sicherheitstechnik auf den Stand der Technik.
    Anfangs hieß es noch, der Reaktor werde „in einigen Wochen“ wieder in Betrieb gehen können. Über Monate und Jahre wurde dann langsam bekannt, daß Gundremmingen A nicht mehr repariert werden wird. Mit etwa 180 Millionen DM waren dem Betreibern der Anlage die geforderten Baumaßnahmen zur Nachbesserung zu teuer.
    Das Atomkraftwerk Gundremmingen A, das erst gut 10 Jahre vorher in Betrieb gegangen war, blieb so nach dem schweren Störfall am 13.01.1977 für immer abgeschaltet. Die kontaminierten Stahlteile wurden in Behälter gegossen und im Zwischenlager Mitterteich eingelagert.

1980

  • Im Januar 1980 beschlossen die Betreiber die Stillegung von Block A.
  • Im stillgelegten Block A fielen bis zum Jahr 1980 insgesamt 120 Tonnen abgebrannter Kernbrennstoff an. Davon wurden 102 t zur Wiederaufarbeitung ins Ausland gebracht und 10,5 t in der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe entsorgt. Der Rest wurde zur Zwischenlagerung nach Schweden transportiert.

1983

  • 26.05.1983 – Mit der Stilllegung von Block A wird begonnen.

1984

  • 10. TEG vom 22.02.1984 – Entsorgungsvorsorgenachweis: „Bezüglich der Einlagerung radioaktive Abfälle liegen aus dem Betrieb der Versuchsendlagerstätte Asse II in Niedersachsen bereits umfangreiche Erfahrungen vor. Die erforderlichen Verwaltungsverfahren für die geplanten Endlager im Salzstock bei Gorleben und im ehemaligen Eisenbergwerk Konrad in Niedersachsen wurden eingeleitet.“

1987

  • 6. Mai 1987 – Im AKW Gundremmingen werden radioaktive Edelgase freigesetzt, weil ein Ventil nicht geschlossen werden konnte. Prüfer stellten später fest, dass das Ventil durch eine Wasserstoffexplosion verformt worden war.

1989

  • 26. April – Am 3. Jahrestag von Tschernobyl beginnen AtomkraftgegnerInnen mit sonntäglichen Mahnwachen vor dem AKW Gundremmingen.

1990

  • Seit 1990 wird der Atomreaktor Block A zurückgebaut. Insgesamt sollte laut einer Schätzung von 2001 der gesamte Abbruch der Anlage und die Entsorgung des radioaktiven Mülls rund 500 Mio. DM kosten. Während des Rückbaus wurden „bedeutende Erkenntnisse neuer Verfahrenstechniken zum vollständigen Abbau von kerntechnischen Anlagen gewonnen“.

1991

  • 22.01.1991 – Aus dem AKW Gundremmingen wird ein Castor mit verbrauchten und damit verstrahlten Brennelementen zur französischen Plutoniumfabrik abtransportiert.

1993

  • 14.-20. Januar 93 – Nachdem 40.000 BürgerInnen Einwendungen gegen den Einsatz plutoniumhaltiger Mischoxidbrennelemente (MOX-BE) in den zwei Gundremminger Siedewasserreaktoren gemacht hatten, veranstaltet Bayerns Umweltministerium in Augsburg einen Erörterungstermin.
  • Juni/Juli 1993 – Zum ersten Mal werden aus Gundremmingen Brennelemente zur damals noch nicht genehmigten Plutoniumfabrik THORP ins englische Sellafield transportiert. Greenpeace blockiert am 5.7. mit spektakulären Aktionen die Werksgleise. Im Bayerischen Landtag wird am 8.7. das Radioaktivitätsinventar jedes einzelnen Castors mit 53 Petabecquerel angegeben.

1994

  • 28. 01.1994 – Dem AKW wird gestattet, MOX-Brennelemente mit einem Plutoniumanteil von bis zu 3,6 % einzusetzen.
  • 27.4.1994 – Eintreffen der ersten acht MOX-Brennelemente für die Blöcke B und C.
  • Ende 1994: Das AKW kündigt die Verträge mit der Plutoniumfabrik („WAA“) in Sellafield für die Aufarbeitung von Brennstoff.

1995

  • 11.07.1995 wurden mit Block C weltweit erstmals bei Siedewasserreaktoren in großem Umfang plutoniumhaltige Mischoxid-Brennelemente (MOX-Brennelement) eingesetzt. Mit rund 40.000 Einwendungen protestierten die Umweltschutzverbände.
  • Herbst: MOX-Einsatz auch in Block B

1997

  • 28.02.1997 – Von Gundremmingen wird erstmals ein Castor (mit 16 Brennelementen) zum Zwischenlager nach Gorleben abgefahren. Rund 10 Protestierende und etwa 1.000 Polizisten waren vor Ort.
  • 3. November – Letzter Abtransport von Brennelementen aus Gundremmingen zu den Plutoniumfabriken in La Hague (Frankreich) und in Sellafield (England). Seit Inbetriebnahme von Block B + C sind 80 Transporte zu den Plutoniumfabriken erfolgt.

1998

  • März – Erstmals werden aus dem AKW Neckarwestheim und aus dem AKW Gundremmingen je drei Castoren nach Ahaus gefahren und gegen erbitterten Protest dort eingelagert.

1999

  • Im September 1999 beantragte RWE die Leistungserhöhung beider Blöcke von einer elektrischen Bruttoleistung von je 1.344 MW auf 1.450 MW.

2001

  • Block A: Die abgebaute Gesamtmasse betrug nach Betreiberangaben bis 2001 insgesamt rund 8.200 Tonnen. Ein Großteil davon wird mit in Gundremmingen entwickelten Verfahren einer „Wiederverwertung“ zugeführt. Der Massenanteil, der tatsächlich wegen Radioaktivität endgelagert werden muss, liegt bei etwa zehn Prozent.
  • Das verstrahlte Reaktordruckgefäß von Block A wurde bis Ende 2001 unter Wasser klein geschnitten und zur Endlagerung „sicher verpackt“.
  • 19.12.2001 – Erneut beantragt RWE die Leistungserweiterung von Block B und C. Der neue Genehmigungsantrag umfasst in einem ersten Schritt die Steigerung der thermischen Leistung auf 4.000 MW ohne Erhöhung des Reaktordrucks. RWE als Betriebsführer des AKW und Eon als Teilhaber sind aber jahrelang nicht in der Lage, die erforderlichen Sicherheitsnachweise zu erbringen.

2003

  • 19. Dezember: Atomrechtliche Genehmigung für das Standortzwischenlager

2004

  • Baubeginn des Standortzwischenlagers
  • 02.03. – Fünf KlägerInnen reichen mit Unterstützung des FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. Klage gegen die Genehmigung zur Aufbewahrung des Atommülls im Atommüll-Lager Schwaben ein. Zwei weitere Nachbarn klagen mit Unterstützung des Bündnisses „Atommüll-Lager Nordschwaben–Nein danke!“

2005

  • Der Rückbau von Block A erreichte im Oktober einen „historischen Meilenstein“: Das letzte Großbauteil im Atomreaktorgebäude, die stählernde Bodenwanne des Reaktordruckgefäßes wurde aus der Reaktorgrube herausgehoben und in das ehemalige Maschinenhaus befördert. Dort soll die Bodenwanne zerkleinert und „entsorgt“, also endlagerfähig verpackt werden.

2006

  • Ursprünglich sollte der Rückbau von Block A 2005/2006 beendet sein.
  • Im Januar 2006 genehmigte das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz den Bau eines sog. Technologiezentrums im Bereich des ehemaligen Block A. Hier können zukünftig folgende Arbeiten durchgeführt werden: – Bearbeitung sonstiger radioaktiver Stoffe mit dem Ziel der Freigabe, – Konditionierung radioaktiver Abfälle, – Komponenteninstandhaltung, – Herstellung und Lagerung von Werkzeugen und Geräten, – Lagerung und Transportbereitstellung von konditionierten und unkonditionierten Abfällen bis zu deren Verarbeitung bzw. deren Abtransport. Von der Europäische Union wird ein Teil des Rückbaus des Siedewasserreaktors als Pilotprojekt im Rahmen eines Forschungsprogramms gefördert. Eine „grüne Wiese“ befindet sich in Gundremmingen noch lange nicht: Zum einen stehen die „Betonaussenhülle“ vom Block A sowie „noch benötigte Restsysteme“ noch dort.
  • Mit der Genehmigung aus dem Jahre 2006 wird aus Block A die Ableitung radioaktiver Stoffe über den Kamin erlaubt. Die maximal zulässige Radioaktivitätsabgabe pro Jahr beläuft sich auf 50 MBq für aerosolförmige Radionuklide mit Halbwertszeiten von mehr als 8 Tagen (außer Iod-131), maximal 0,5 MBq für Iod-131 und maximal 100.000 MBq für Tritium.
  • 3.2. – Mit der 14. Änderungsgenehmigung wird dem AKW gestattet, MOX-Spaltelemente mit bis zu 5,47 % Plutonium einzusetzen.
  • Mai/Juli – Der Probebetrieb bzw. die sogenannte Kalthandhabung mit leeren Castor-Behältern wurde zwischen Mai und Juli 2006 im Reaktorgebäude Block B und im Standortzwischenlager durchgeführt.
  • 07.05. – 04.06. – Jahresrevision im Block B
  • 25. August 2006 – das Zwischenlager Gundremmingen nach knapp zweijähriger Bauzeit eröffnet und mit den ersten drei Castoren bestückt.
  • 27. September 2006 – Insgesamt wurden sieben Castor-Behälter V/52 für Siedewasser-Brennelemente eingelagert. Während der Beladung des 8. Behälters kam es im Block B zu einem Störfall: beim Aufsetzen des Deckels verkanteter dieser aufgrund eines Kommunikationsfehlers der Bedienmannschaften und konnte erst drei Monate später erfolgreich gelöst werden.
  • 12.11. – 29.11. – Jahresrevision im Block C

2007

  • Im Jahre 2007 wurden insgesamt sechs CASTOR-Behälter in das Standortzwischenlager eingelagert.
  • 23.06. – 12.07. – Jahresrevision im Block B
  • 08.10. – 12.11. – Jahresrevision im Block C
  • 20. Dezember – Das AKW verkündet, dass das Bayerische Umweltministerium mit Schreiben vom 19.12. den Genehmigungsentwurf für die Leistungssteigerung um 4,2 Prozent den AKW-Betreibern und dem Bundesumweltministerium zugeschickt habe.

2008

  • Am 20.03.08 meldete der Betreiber, dass bei drei Behältern im Zwischenlager eine Prüfung zur Langzeitsicherheit nicht entsprechend der Vorgaben durchgeführt wurde. Die Behälter sollen 2009 erneut geprüft werden.
  • 14.06. – 26.07. – Jahresrevision im Block B, Inbetriebnahme war am 23.07. geplant
  • 27.09. – 09.11. – Jahresrevision im Block C

2009

  • 29.06. – 25.07. – Jahresrevision im Block B, Inbetriebnahme war am 13.07. geplant
  • 21.09. – 26.10. – Jahresrevision im Block C, Inbetriebnahme am 14.10. geplant
  • 26.11.09 – 23 Castoren befinden sich im Gundremminger Zwischenlager

2010

  • 27.06. – 12.08. – Jahresrevision im Block B
  • 03.10. – 31.10. – Jahresrevision im Block C
  • 9. Oktober: 50.000 Menschen demonstrieren in München mit einer Menschenkette gegen die von CSU.CDU.FDP gewollte Laufzeitverlängerung.
  • November: Im Block B werden undichte Spaltelemente festgestellt. Wie später vom Bayerischen Umweltministerium eingestanden wird, sind drei vom Typ MOX und eines vom Typ WAU.
  • Am Jahresende befinden sich 31 Castoren mit insgesamt 1.612 verbrauchten Brennelementen im Standortzwischenlager.

2011

  • 25. April 2011 – 8.000 Menschen demonstrieren in Günzburg, so viele wie noch nie.
  • 01.05. – 31.05. – Jahresrevision im Block B
  • 14. Mai: Hunderte Atomkraftgegner haben am AKW Gundremmingen aus über 10.000 schwarz-gelben Ballons ein riesiges Radioaktivitätszeichen gebildet und die Ballons um 5 vor 12 als “radioaktive Wolke” gestartet.
  • 30. Juni 2011 – Durch den beschlossenen Atomkonsens nach dem GAU von Fukushima dürfen Block B noch bis Ende 2017, Block C bis Ende 2021 betrieben werden.
  • 30. September – Wieder werden in einem Gundremminger Reaktor vier defekte Spaltelemente entdeckt. Alle vier vom MOX-Typ.
  • 18.09. – 06.11. – Jahresrevision im Block C

2012

  • 17. Januar 2012 – Es wird bekannt, dass das Atommüll-Lager Gundremmingen durch Mauern auf den beiden Längsseiten gegen Terrorangriffe geschützt werden soll.
  • 11. März: Unter dem Motto „Wir machen Gundremmingen dicht“ protestieren ca. 5.500 Menschen für das Abschalten des AKW Gundremmingen.
  • 26. März – Das AKW Gundremmingen veröffentlicht, dass jetzt 37 Castoren im Zwischenlager stehen.
  • 30.03. – 13.05. – Jahresrevision im Block B
  • 14.07. – 06.08. – Jahresrevision im Block C
  • Im November wurde bekannt, dass Bayerns Staatsregierung gegen den Willen der meisten anderen Bundesländer eine Verbesserung der Sicherheitsregeln aufzuhalten versuchte, um eine Leistungserweiterung des AKWs zu ermöglichen.

2013

  • Frühjahr 2013: AtomkraftgegnerInnen sammeln 34.000 Unterschriften gegen eine Leistungserhöhung des AKW.
  • 09. März: Kundgebung „Abschalten vor dem GAU“ von 3.000 AtomkraftgegnerInnen auf dem Markplatz in Günzburg.
  • April: Die Betreiber des AKW Gundremmingen ignorieren die Empfehlungen des EU-Stresstests, befindet Greenpeace. Die letzten beiden Siederwasserreaktoren Deutschlands seien zu wenig gegen Außeneinflüsse geschützt und es gibt keine Pläne, wie mit auftretenden Problemen umgegangen wird.
  • 06.04. – 03.05. – Jahresrevision im Block B
  • 29.06. – 07.08. – Jahresrevision im Block C
  • Im Zwischenlager stehen 41 Castoren mit jeweils 52 Spaltelementen. Gegenwärtig sind keine zugelassenen Castoren verfügbar.
  • November: Studie von Professor Renneberg zu „Risiken des Betriebs des Kernkraftwerks Gundremmingen unter besonderer Berücksichtigung der beantragten Leistungserhöhung“.
  • Anfang Dezember: Weitere 19.000 Unterzeichner gegen Leistungserhöhung in einer Online-Aktion der österreichischen NGO Global 2000.
  • 11. Dezember: Die bayrische Regierung distanziert sich offiziell von den Plänen einer Leistungserhöhung von Block B und C
  • 17. Dezember: Die Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH hat den Antrag auf Leistungserhöhung für die beiden Reaktorblöcke B und C des AKW Gundremmingen zurückgezogen.
  • Im Abklingbecken des Blocks B werden gegenwärtig 2176 verstrahlte Spaltelemente verwahrt. Davon 476 vom Typ MOX, in dem besonders viel Plutonium ist. Seit 1984 wurden im Block B insgesamt 4448 Spaltelemente verbraucht. Im Abklingbecken des Blocks C werden 2086 verstrahlte Spaltelemente aufbewahrt. Davon 376 vom Typ MOX. Seit 1984 wurden im Block C insgesamt 4289 Spaltelemente verbraucht.

2014

  • 7. Januar: Die atomrechtliche Genehmigung für den Bau neuer Mauern am Zwischenlager Gundremmingen wurde erteilt.
  • 05.04. – 16.05. – Jahresrevision im Block B
  • 19.07. – 14.08. – Jahresrevision im Block C
  • 11.12.2014: Antrag nach §7 Absatz 3 Atomgesetz auf Abbau von Anlagenteilen des Blocks B des KRB II gestellt. Es wird beantragt, nach Ende der Betriebsgenehmigung am 31.12.2017 Anlagenteile die für den Weiterbetrieb von Block C für die Lagerung und Handhabung der Brennelemente oder den Abbau nicht mehr benötigt werden, abzubauen. Gleichzeitig werden in dem Antrag die Teilschritte Abbau von nicht mehr benötigten Anlagenteilen des Blockes C nach Ende seiner Betriebsgenehmigung am 31.12.2021 sowie der gesamte Rückbau der beiden Blöcke B und C mit beantragt.

2015

  • 21.03. – 12.04. – Jahresrevision im Block B
  • 03.07. – 10.08. – Jahresrevision im Block C

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