Anti Atom Camp: Bunte Anti-Atom-Aktionen an der Kiellinie

Paddelboote mit gelben Anti-Atom-Fahnen und ein Segelboot mit lachender Atomkraft-Nein-Danke-Sonne kreuzten am Wochenende vor dem Ufer der Kiellinie. An Land streiften ein Atommüllentsorgungstrupp und ein Interview-Team vom Mars umher. Aus den Baumwipfeln ragte ein Transparent auf dem ein Atomfrachter abgebildet ist, kletternde Leute daneben. Diese Aktionen geschahen im Rahmen des Anti-Atom-Camps und wenden sich gegen die Atomtransporte nicht nur durch den Nord-Ostsee-Kanal.

Anti Atom Camp: Atommüllentsorgung

Anti Atom Camp: Atommüllentsorgung

Es sei wichtig das Thema auf den Gehweg zu bringen, weil das giftige Zeug auch direkt vor der Haustür vorbei fährt. Dabei entstehe Platz für gute Gespräche, meinen die AktivistInnen. Bei der Thematisierung von Atomtransporten gehe es um einen wichtigen Teil der allgemeinen Atomindustrie, die in all ihren Auswirkungen vom Uranabbau bis zur Atombombe sehr fatal ist.

Das Camp in Knoop (Altenholz) beschäftigt sich in Workshops u.a. mit den Atomtransporten und anderen gesellschaftlich wichtigen Themen. Das Camp startete am vergangenen Wochenende mit einem Vortrag zur Urananreicherung und einem Paddel-Praxis-Workshop für die Aktion. Am Abend fand dann ein Konzert von Straßenmusiker*innen der Rotzfrechen Asphaltkultur statt.

Bis zum nächsten Samstag wird das Camp noch mit Leben und bunten Aktionen gefüllt werden, versprechen den OrganisatorInnen und laden zu einem Besuch ein.

  • Erster Erfolg fürs Anti-Atom-Camp: Atomtransport umgeleitet
    8. August 2014 – Noch nicht einmal fertig aufgebaut, hat das Anti-Atom-Camp in Altenholz-Knoop bei Kiel schon erste Konsequenzen: Die „Sheksna“, ein Schiff, welches am Sonntagabend aus St. Petersburg Richtung Hamburg unterwegs ist und aller Wahrscheinlichkeit nach radioaktive Fracht geladen hat, fuhr nicht durch den Nord-Ostsee-Kanal am Camp vorbei, sondern nahm den langen Weg um Dänemark herum.

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Solidaritäts-Aktion „nirgendwo“
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