Die DBE hat alles klar: Gorleben für alle Abfallarten geplant

Mit der angeblich neuen Endlagersuche befasst sich eine Veranstaltung am Donnerstag – 16. Januar – in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin. Die Umweltverbände ihrerseits planen eine Veranstaltung Ende März, auf der die Gründe fundiert dargelegt werden, warum sie bisher die zwei Sitze in der Endlagerkommission, die ihnen zugedacht sind, nicht einnehmen wollen.

Ein Blick auf die Ergebnisse der “Vorläufigen Sicherheitsanalyse Gorleben”, die angeblich so lange auf Eis liegen, bis die Endlagerkommission Ergebnisse vorlegt, zeige, wie weit die Realisierung Gorlebens neben dem faktischen Ausbau eines Bergwerks auch auf dem Papier schon fortgeschritten ist, warnt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Die Tochter der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE), die DBE TEC, hat bereits detaillierte Pläne vorgelegt, welche Arten von Abfallstoffen im Salzstock Gorleben an welcher Stelle eingelagert werden sollen. Neben abgebrannten Brennelementen, verglasten hochradioaktiven Kokillen, komprimierten Wärme entwickelnden Hülsen und Strukturteilen in den Felder Ost 1-3, sollen auch schwach- und mittelaktive Abfälle eingelagert werden. Zum Beispiel abgereichertes Uran, graphithaltige Abfälle und darüberhinaus offensichtlich alles, wofür es im Schacht Konrad keine Genehmigung gibt, und zwar in den Feldern West 1-3.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: “Die VSG ist nur ein Puzzle-Teil von vielen. Auch die offiziellen Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung hochradioaktiver Abfallstoffe sind auf Gorleben zugeschnitten. Eine Scheindebatte aber führen wir nicht. Stattdessen mahnen wir von dem niedersächsischen Umweltministerium eine umfassende Fehleranalyse an: Alles, was in der Gorleben-Geschichte falsch gemacht wurde und das Vertrauen in einen offenen Suchprozess unwiderruflich erschüttert hat, muss endlich offen benannt werden.”

Quelle: bi-luechow-dannenberg.de, 14.01.2014

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