AKW Gundremmingen ein Schwarzbau?

Ein weiterer Schlag für die Betreiber des bayrischen Atomkraftwerks Gundremmingen: möglicherweise handelt es sich um einen „Schwarzbau“. Dieser Ansicht ist zumindest ein Ohysiker, der heute vor dem Verwaltungsgericht München auf eine detaillierte Einsicht in die Genehmigungsunterlagen des AKW klagt.

AKW Gundremmingen vom Netz!

AKW Gundremmingen vom Netz!

Laut „Bayrischer Rundfunk“ ist der ehemalige Sicherheitsfachmann für Nuklearanlagen der Meinung, dass die Blöcke B und C des AKW nicht hätten genehmigt werden dürfen. Gundremmingen sei teilweise „schwarz“ erbaut worden. Der „Schwarzbau“ führe in der Konsequenz zu einer Sicherheitslücke: Sollte ein Flugzeug auf das ungeschützte Schaltanlagengebäude stürzen, wären die beiden Reaktoren in kürzester Zeit unbeherrschbar. Am heutigen Donnerstag fällt möglicherweise die Entscheidung.

Unterdessen betonte Bayerns Umweltminister Huber, dass sich seine gestern geäußerten Zweifel ausschließlich auf die mögliche Leistungsausweitung des AKW Gundremmingen beziehen, nicht aber auf den aktuellen Betrieb beziehen. „Das Kraftwerk würde nicht laufen, wenn es nicht sicher wäre“, sagte Huber der „Augsburger Allgemeinen“, „wir haben da keine Bedenken.“

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Quelle (Auszug): br.de, augsburger-allgemeine.de; 12.12.2013

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