Pflugbeil & Schmitz-Feuerhake: Zwei Lesetips in der taz

Zwei Menschen, die die deutsche Anti-Atom-Bewegung mit ihren Wissen und Handeln geprägt haben, wurden in den vergangenen Tagen in der tageszeitung Berichte gewidmet: Den Physikern Inge Schmitz-Feuerhake und Sebastian Pflugbeil.

Wer sich mit der Atomindustrie und ihrer Lobby anlegt, bekommt es mit einer Phalanx von Feinden und Gegnern zu tun. Das musste auch Inge Schmitz-Feuerhake erfahren. Als sie ihre langjährigen und bohrenden Analysen über die Ursachen von Leukämiehäufungen bei Kindern rund um die Atomanlage Krümmel veröffentlichte, zog das eine regelrechte Hexenverfolgung nach sich. Unwissenschaftlichkeit und Voreingenommenheit wurden ihr etwa von der Gegenseite unterstellt. Medien (darunter etwa Spiegel und Hamburger Abendblatt) machten sie als Wissenschaftlerin lächerlich. Sie blieb unbeugsam.

Nach Fukushima wurde er aus der Versenkung geholt und vor die Fernsehkameras gebeten: Sebastian Pflugbeil. Seine Gesellschaft für Strahlenschutz hatte als Erste von einem Super-GAU in Fukushima gesprochen. Heute berät er japanische Initiativen über die Folgen von Strahlung und die Einrichtung von unabhängigen Messstationen. Die Amerikaner haben die gesamten japanischen Zeitungen bestochen, meint er, über Jahre, dass sie das sorgfältig unterscheiden: Bombe und Kernkraft. Und dafür, dass sie Propaganda machen für Kernkraftwerke. Das ist für viel Geld gelenkt worden. Diese gezielte Gehirnwäsche durch die Amerikaner hat mehr als 50 Jahre funktioniert, ist aber nach Fukushima allmählich immer unwirksamer geworden. Jetzt erst haben viele angefangen, darüber zu reden und nachzudenken.

Beide Berichte stammen von Gabriele Goettle. Auf diesem Wege: Danke!

Quellen (Auszug): taz.de, 28./30.10.2013

One Response to Pflugbeil & Schmitz-Feuerhake: Zwei Lesetips in der taz

  • Petra Pauly sagt:

    Hinweis:
    Der nach wie vor lesenswerte Bericht „Die Geldmaschine“ über Minister a.D. Dr. Sebastian Pflugbeil (Neues Forum), Präsident der renommierten Gesellschaft für Strahlenschutz und mutmaßlicher „Weltrekordhalter des politischen Atomausstiegs“, wurde bereits vor zwei jahren am 28. 11. 2011 in der taz veröffentlicht.

    Freundliche Grüße

    Petra Pauly
    BUNDESVERBAND CHRISTLICHE DEMOKRATEN GEGEN ATOMKRAFT (CDAK), CDU/CSU – Mitglieder für die Überwindung der Kernenergie
    Postanschrift: Postfach 421431 D – 55072 Mainz
    Unsere E-Mails werden klimafreundlich und atomstromfrei erzeugt
    Ökostrombezug: http://www.ews-schoenau.de
    Pressefach: http://www.fair-news.de/pressefach-171995/1/1
    Nuklearkonzernkritik kostet Geld. Wir erhalten keinerlei öffentliche Zuschüsse und Finanzierung. Wenn also auch Sie meinen, daß unsere kritische Arbeit wichtig und notwendig ist, dann unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende, besser noch mit Ihrer Fördermitgliedschaft.
    Konto Postbank Dortmund Nummer: 442489462 Bankleitzahl: 440 100 46

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Solidaritäts-Aktion „nirgendwo“
Artikel-Archiv