Reaktor Mainz läuft weiter bis 2022

Atomkraftgegner weisen darauf hin, dass der Atomausstieg in Deutschland „nur teilweise vollzogen“ ist – so läuft zum Beispiel der Forschungsreaktor in Mainz bis 2022. Regelmäßig wird dagegen protestiert.

Montags gegen AtomkraftLeider ist derzeit geplant, dass noch bis 2022 in Deutschland Atomkraftwerke weiterlaufen, ständig mehr strahlender Müll produziert wird und die Bevölkerung weiter der Gefahr von atomaren Störfällen durch technisches Versagen, menschliches Missgeschick oder terroristische Angriffen ausgesetzt wird, schreiben Atomkraftgegner aus Mainz.

Diese Gefährdung der Bevölkerung geschieht ohne jede sachliche Notwendigkeit. Deutschland exportiert mehr Strom ins Ausland denn je. Zur Stromproduktion sind unsere überalterten, abgeschriebenen Kernkraftwerke längst nicht mehr erforderlich. Nützlich sind sie nur noch für eines: Sie dienen der Geldproduktion. Eine Million Euro Reingewinn pro Jahr und Kernkraftwerk spülen die überalterten Anlagen in die Kassen der Betreiberkonzerne und damit an deren Aktionäre und verbandelten Atompolitiker. Das Gesundheitsrisiko und die Entsorgungskosten tragen die Menschen der heutigen und der kommenden Generationen.

„2011 und 2012 hat sich das Volk mehrheitlich für einen Atomausstieg entschieden. Wir fordern, dass er endlich vollzogen wird. Und wir werden ihn überwachen, bis er vollzogen wurde“, kündigen die AktivistInnen an.

Daher laufe der MAINZER MONTAGSSPAZIERGANG weiter, so lange wie die Atomkraftwerke weiterlaufen. Und zwar jeden ersten Montag im Monat um 17:30 Uhr ab Gutenbergplatz (gegenüber Staatstheater).

Der nächsten Termine sind:

  • Montag, 01. Juli 2013
  • Montag, 05. August 2013
  • Montag, 02. September 2013
  • Montag, 07. Oktober 2013
  • unter weiter immer jeden ersten Montag im Monat um 17:30 Uhr ab Gutenbergplatz (gegenüber Staatstheater)
  • Montagsmahnwachen: 52.000 Menschen fordern “Aussteigen!“
    12. April 2011 – “Fukushima ist überall! – Atomanlagen abschalten!” – An den gestrigen Montagsmahnwachen beteiligten sich deutschland weit in 470 Orten mehr als 52.000 Menschen. Genau einen Monat nach Beginn der Katastrophe dachten die Beteiligten der Opfer und Geschädigten der radioaktiven Strahlung.
  • 141.612 Menschen demonstrieren in 726 Orten für die Stilllegung der AKW
    21. März 2011 – Am heutigen Abend haben sich unter dem Motto „Fukushima ist überall – Atomausstieg jetzt!“ bundesweit 141.612 Menschen in 726 Orten an Mahnwachen zum Gedenken an die Opfer der japanischen Katastrophen und gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke beteiligt.

Quelle: montagsspaziergang.de, 30.06.2013

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