Erfolg für Atomkraftgegner: Zwei AKW in Südkorea umbenannt

Nach Protesten von Atomkraftgegnern wurden zwei Atomkraftwerke in Südkorea umbenannt. Ulchin heisst nun Hanul, und Yonggwang heisst ab sofort Hanbit. Anlass war der Skandal um gefälschte Sicherheitsbescheinigungen.

AKW-Standorte Südkorea; Karte: google/contratom

AKW-Standorte Südkorea; Karte: google/contratom

Laut World Nuclear News (WNN) unterzeichneten Personen, die in der Nähe der beiden Atomkraftwerke wohnen, Petitionen mit der Forderung nach neuen Namen. Die dortigen Fischer hätten nach den Skandalen um gefälschte Bescheinigungen sinkende Verkaufszahlen für ihre dieselben Namen tragenden Spezialitäten verzeichnet. Die staatliche Korea Hydro and Nuclear Power Company Ltd. (KHNP) kam den Gesuch nach und benannte zwei ihrer Atomkraftwerke um.

Das AKW Yonggwang in der Provinz Jeollandam-do an der Westküste Südkoreas heisst neu Hanbit. Das AKW Ulchin in der Provinz Gyeongsangbuk-do an der Ostküste neu Hanul. An beiden Standorten befinden sich je sechs Reaktoren im Betrieb. Am Standort Ulchin/Hanul sind darüber hinaus zwei Blöcke in Bau, sie heissen nun „Shin-Hanul“.

Insgesamt sind in Südkorea 23 Reaktoren an vier Standorten in Betrieb, von denen derzeit aber 10 wegen der gefälschten Sicherheitsnachweise, für Wartungsarbeiten oder Kontrollen vom Netz sind. Laut jüngsten Umfragen sind 65 Prozent der Menschen im Land gegen die weitere Nutzung der Atomkraft.

  • Gefälschte Sicherheitspapieren: AKW in Südkorea abgeschaltet
    28. Mai 2013 – Seit Jahren werden wider besseren Wissens in Südkorea im großen Stil Sicherheitszertifikate für Bauteile von Atomkraftwerken ohne die entsprechenden Kontrollen ausgestellt. Nachdem deswegen im November 2012 bereits Meiler vom Netz mussten, zwang die Atomaufsicht jetzt erneut zur Abschaltung.

Quelle (Auszug): nuklearforum.ch, 28.05.2013

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