Instandhaltung im AKW Grohnde, Leck in Neckarwestheim

Laut der Webseite des Betreibers EON wird die Leistung im Atomkraftwerk Grohnde Anfang Januar reduziert. Es seien „Instandhaltungen“ nötig. Worum es geht, das berichtet EON nicht. EnBW berichtet von einem Leck im AKW Neckarwestheim-1.

Es handelt sich offenbar um eine geplante Leistungsreduktion im AKW Grohnde, denn bereits heute wird auf der Webseite eon-schafft-transparenz.de davon berichtet, dass am 06.01.2013 zwischen 6.00 und 10.25 Uhr die Leistung des 1.360 Megawatt-Reaktors um 280 MW gedrosselt wird. Als Ursache nennt EON „Instandhaltung“.

UMM AKW Grohnde, 23.12.2012; Quelle: eon-schafft-transparenz.de

UMM AKW Grohnde, 23.12.2012; Quelle: eon-schafft-transparenz.de

Parallel berichtet der Energiekonzern EnBW von einem Störfall im abgeschalteten AKW Neckarwestheim-1. Bei einer „routinemäßigen Überwachung“ sei eine „geringfügige Undichtigkeit“ im Kühlwasserkreislauf des Abwasseraufbereitungssystems festgestellt worden. Der Kühlwasserkreislauf kühlt laut EnBW das Aufbereitungssystem, in dem nukleare Abwässer kontrolliert verdampft werden. Dieser Kühlwasserkreislauf enthalte Deionat (vollentsalztes Wasser) und keine radioaktiven Bestandteile.

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Quellen (Auszug): enbw.com, eon-schafft-transparenz.de; 23.12.2012

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