Rückblick und Spendenaufruf des Anti-Atom-Bündnis NordOst 2012

Mit einem Rückblick über das Jahr 2012 wollen wir die Aktivitäten des Anti-Atom-Bündnis NordOst zusammenfassen und gleichzeitig zu Spenden aufrufen, um laufende Kosten decken zu können.

28.08.2012 - Protest vor dem AKW Oskarshamn

28.08.2012 - Protest vor dem AKW Oskarshamn

Wer von der BI Kernernergie aus Greifswald/ Lubmin hätte 1990 damit gerechnet, dass zwei Generation später wieder hunderte Menschen vor den Toren des Zwischenlagers Lubmin demonstrieren. Damals ging es um den Bau des atomaren Lagers – heute um den Dauerbetrieb sowie um den Ausbau verbunden mit neuen Atommüll-Transporten.

Seit 2010 ist im NordOsten viel passiert. Zwei Castor-Transporte im winterlichen Dezember 2010 und Februar 2011 wurden mit vielfältigen und kreativen Aktionen wie Diskussionsveranstaltungen, Straßentheater, Sitzblockaden, Ankettaktionen und vielem Mehr entgegnet. In vielen Städten folgten im März 2011 Fukushima-Mahnwachen und ein Fahrrad-Treck von Schwerin nach Lubmin. Die bewegten Ereignisse wurden in der Doku „Anti Radio-Aktiv im Nord-Osten“ vom Medienkollektiv Manfred (mkm) zusammengetragen.

Das Jahr 2012 stand beim Anti-Atom-Bündnis NordOst im Fokus der Vernetzung. Es wurden viele Kontakte nach Polen geknüpft und an mehreren Demonstrationen gegen den geplanten Bau eines neuen AKWs an der polnischen Ostsee teilgenommen. Mit vielen anderen Organisationen wurden 50.000 Einwendungen gegen den AKW-Neubau gesammelt.

Höhepunkt war ein Schiffstörn von Stockholm nach Greifswald unter dem Motto „GO NETwork ACTogether – mit der Kraft des Windes in eine atomkraftfreie Zukunft“, an dem zahlreiche internationale Anti-Atom-Aktivisten teilnahmen, um sich zu vernetzen und während der Fahrt Aktionen zu machen. Dieses Jahr gab es im April einen Atommüll-Transport vom AKW Obrigheim nach Lubmin. Es ist gelungen, entlang der ganzen Strecke immer wieder Mahnwachen und Aktionen zu organisieren und das Binnenschiff auf seiner 12tägigen Fahrt durch schwimmende Hindernisse oder Kletteraktionen an der Weiterfahrt zu behindern. Die Zeit der heimliche Atommülltransporte in den NordOsten sind vorbei. Dies gilt natürlich auch für die Atomtransporte über den Rostocker Hafen, die trotz Bürgerschaftsbeschluss noch keine Ende haben. Eine weitere Doku des mkm hat Proteste und Hintergründe zusammengefasst. „You can be sure… ist unter: www.lubmin-nixda.de zu sehen.

Kontinuierliche Arbeit und kreative Aktionen sind durch großes ehrenamtliches Engagement möglich. Trotzdem gibt es zahlreiche Kosten für Material, Infrastruktur, Logistik und viele weitere Dinge, die bezahlt werden müssen. Wir bedanken uns daher sehr über Spenden. Der gemeinnützige Verein BI Kernenergie e.V. kann bei Bedarf gerne eine Spendenquittung ausstellen.

  • Spenden bitte an:
    Bürgerinitiative Kernenergie e.V.
    Konto-Nr. 3865100
    BLZ 12096597
    Sparda Bank Berlin

Vielen Dank für deine Spende und allen Menschen, die diesen Widerstand so lebendig, vielfältig und bunt gemacht haben.

Euer Anti-Atom-Bündnis NordOst

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