Mehrheit findet Atomausstieg trotz steigender Strompreise richtig

Die Strompreise in Deutschland steigen wegen der Kosten für die Energiewende – doch die Mehrheit der Deutschen stehen weiter zur Stilllegung aller Atomkraftwerke. Atomkraftgegner begrüßen diese erneute Bestätigung des jahrelangen Kampfes gegen die Atomlobby in Politik und Industrie und warnen vor einer neuen Debatte um die AKW-Laufzeiten.

69 Prozent der Befragten in einer repräsentativen N24-Emnid-Umfrage finden den Ausstieg aus der Atomkraft trotz höherer Energierechnungen richtig. Nur 28 Prozent finden den Verzicht auf Atomstrom falsch.

Atomkraftgegner weisen darauf hin, dass in Politik und Industrie Stimmen für eine Laufzeitverlängerung der letzten neun AKW wieder lauter werden. 2015 steht als nächstes die endgültige Abschaltung des AKW Grafenrheinfeld an. In Bayern gibt es deshalb schon erste „Blackout-Warnungen“, die sich selbst nach dem Aus der alten acht Meiler bundesweit bis heute nicht bestätigt haben.

„Die deutsche Bevölkerung steht trotz irreführender Debatte um mögliche Strompreisexplosionen zu der Abschaltung der AKW“, so Jan Becker von contrAtom. „Denn die Menschen haben begriffen: Strom aus AKWs ist nicht billig und die Anlagen sind nicht sicher, sie sind gefährlich und produzieren jahrtausende tödlich strahlenden Müll, für den es keine Lösung gibt.“

Quelle (Auszug): bospace.de, 11.10.2012

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