Hiroshima – Fukushima – Gorleben: BI-Delegation besucht Japan

Bereits im Januar diesen Jahres gab es ein Besuch von zwei Mitgliedern der BI in Japan. Die Anwesenheit einer deutschen Widerstands-Gruppe wurde dort sehr hoch geschätzt, da die deutsche Anti-Atomkraft-Bewegung international als sehr erfolgreich gilt. Einer erneuten Einladung folgten nun anlässlich des 67. Hiroshima-Jahrestages drei WendländerInnen. Heute spricht der BI-Vorsitzende auf der zentralen Gedenkveranstaltung für die Atombombenopfer.

?BI-Vorsitzender Donat und japanischer Atomkraftgegner Manabe in Tokyo

BI-Vorsitzender Donat und japanischer Atomkraftgegner Manabe in Tokyo

BI-Vorsitzender Martin Donat und Pressesprecher Lennart Müller befinden sich seit dem 03. August gemeinsam mit der ehemaligen Vorsitzenden Kerstin Rudek in Tokyo. Nach einer Teilnahme an einer großen Anti-Atom-Versammlung der Organisation NAZEN nehmen die drei heute am Gedenktag in Hiroshima teil.

„Die Bombe hat uns Menschen gezeigt, dass die letzte Konsequenz des totalen Krieges die Apokalypse ist und dass am Ende wir alle Verlierer sind. Die Atomkatastrophe in Fukushima hat uns gezeigt, dass die Atomenergie auch in einem Hochtechnologieland, wie Japan, für den Menschen nicht beherrschbar ist. Die Bombe schlummert mitten unter uns!“, so Martin Donat in seiner Rede in Hiroshima.

Auf dem Podium forderte er vor tausenden AtomkraftgegnerInnen Sicherheit für die Menschen – nicht für die Profite, die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen – in Deutschland, in Japan, weltweit!

Es seien deutsche Wissenschaftler gewesen, die maßgeblich zur Entwicklung der Atombombe und zur Atomenergie beigetragen haben. Daraus erwächst für die deutschen AtokraftgegnerInnen eine besondere Verantwortung, für die Beendigung dieser lebens-verachtenden Technologie zu kämpfen. Mit Blick auf den eigenen, 35 Jahre währenden Kampf gegen eine Atommüllendlager in Gorleben, riet er den Zuhörern:

„Passt gut auf, was in Japan mit dem hochradioaktiven Müll geschehen soll! Hier schlummert die nächste Zeitbombe!“ Denn auch in Japan gibt es keine Lösung für den radioaktiven Müll. „Unsere Parole heißt: ‚Gorleben soll leben‘, denn wir kämpfen für das Leben, für eine Welt ohne Atom. Japan soll leben!“, so Donat.

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Quelle (Auszug): bi-luechow-dannenberg.de; 06.08.2012

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