Gorleben: Birkner kneift und wirft der BI Verfahrensfehler vor

Die Birkner –Wochen enden mit einem Knaller: Der niedersächsische Umweltminister sagt den Anfang Februar angekündigten Besuch bei der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. kurzfristig ab. Als Grund nannte er nicht eingehaltene Absprachen seitens der BI.

Zweimal trafen sich Stefan Birkner, Gorleben-Gegner und –Befürworter zu einem Gedankenaustausch über das geplante Endlagersuchgesetz, eine öffentliche Veranstaltung zum gesamten Gorleben-Komplex sollte folgen. Mit der Begründung, die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) habe keinen Gast aus dem Bundesumweltministerium eingeladen, kippte Stefan Birkner die Verabredung.

“Wir bedauern die Absage, aber halten die Begründung für vorgeschoben, denn nach nicht öffentlichen Gesprächen wäre nun endlich die Öffentlichkeit zu Wort gekommen“, kommentierte Lennart Müller, Sprecher der BI.

Herr Birkner habe damit möglicherweise eine Chance vertan, seinen Standpunkt zum Standort Gorleben und dem Entwurf zu einem Endlagersuchgesetz mit einer breiten Öffentlichkeit zu diskutieren. Das für Freitag geplante Gespräch hätte zum Probelauf für einen Neuanfang im Umgang mit der Zivilgesellschaft werden können.

“Wie Herr Birkner mit den Fehlern und Unterlassungen der Vergangenheit umzugehen gedenkt, zeigte sich bei seinem Besuch am Donnerstag im Schacht Konrad“, sagte Martin Donat, Vorsitzender der BI. Der Minister sprach sich dafür aus, einen einmal aufs Gleis gesetzten Zug fahren zu lassen. „Wenn man auf den Abgrund zu rast ist jedoch der Rückschritt ein Fortschritt“, kontert die BI.

  • Gorleben geht gar nicht!
    5. Juni 2012 – Geologie, Lügen und Tricksereien verbieten die weitere Erkundung in Gorleben. Der Salzstock ist ungeeignet, der Standort verbrannt. Alle Gründe gegen Gorleben in einer Broschüre zusammengefasst.

Quelle: PE BI Lüchow-Dannenberg; 07.06.2012

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