Uranzug mit Kletteraktion gestoppt

Am heutigen Montag ist etwa um 12 Uhr erneut ein Zug mit abgereichertem Uranmüll aus der Urananreicherungsanlage Gronau aufgebrochen. Zwischen den Bahnhöfen Münster-Häger und Münster-Zentrum-Nord seilten sich mehrere Aktivist_innen von Bäumen ab. Der Urantransport musste direkt vor der Protestaktion anhalten.

Mit ihrer Aktion wollen die Anti-Atom-Aktivist_innen die geheimen Transporte nach Pierrelatte in Frankreich öffentlich machen und den Export von Atommüll stoppen. Wenige Menschen wissen, dass immer wieder Urantransporte durch den Münsteraner Hauptbahnhof fahren.

„Es gibt keinen Atomausstieg, wenn die Atomanlagen in Gronau und Lingen unbefristet weiter laufen.“, erklärt eine Aktivistin im Seil, „Die Anlagen produzieren für den Export von Brennstäben. Es ist genauso gefährlich, wenn ein Atomkraftwerk auf der anderen Seite der Grenze in die Luft geht. Radioaktivität kennt keine Grenzen – unser Widerstand auch nicht!“.

Der Uranzug mit 450 Tonnen abgereichertem Uranhexafluorid (UF6) soll nach neuesten Informationen über Münster, Hamm, Hagen, Wuppertal nach Köln-Grimberg fahren. Die Weiterfahrt erfolgt über Bonn, Koblenz, Trier, Saarbrücken ins südfranzösische Pierrelatte.

Quelle: sofa-ms.de; 07.05.2012

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Solidaritäts-Aktion „nirgendwo“
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