Einsprüche gegen tschechische AKW-Pläne möglich

Ab heute können Verbände, Bürger und Behörden ihre Einwände gegen den Ausbau des Atomkraftwerkes im tschechischen Temelin formulieren. Atomkraftgegner rufen zu kritischen Stellungnahmen auf und kritisieren den kurzen Zeitraum der Prüfung.

Protestaktion deutscher Atomkraftgegner 2009 am AKW Temelin

Protestaktion deutscher Atomkraftgegner 2009 am AKW Temelin

Noch bis zum 05. Juni können im Rahmen einer grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) schriftliche Stellungnahmen an die tschechische Regierung geschickt werden. Das entsprechende Gutachten – 2.000 Seiten stark – kann im Internet eingesehen werden können.

Wegen des Umfangs des Gutachtens, mit dessen Hilfe Tschechien zwei weitere Blöcke am Standort Temelin bauen möchte, ist die Zeitspanne von nur vier Wochen sehr knapp, monieren Atomkraftgegner. Anlässlich des Fukushima-Jahrestages hatten hunderte in Mitterdeich gegen die Ausbaupläne protestiert.

„Tschechien führt ein geheimes Black Box Verfahren durch, niemand kennt den Reaktortyp, es fehlt der verbindliche Anhörungstermin“, so die Grünen Fichtelgebirge, die zur Demonstration aufgerufen hatten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte Anfang April dem tschechischen Ministerpräsidenten zugesagt, dass Deutschland die tschechischen Atompläne “respektiere” – und sich „über eine transparente Sicherheitsdiskussionen freue“.

Das AKW befindet sich rund 180 Kilometer von der sächsischen und 60 Kilometer von der bayerischen Landesgrenze entfernt. In den bestehen Blöcken russischer Bauart kommt es immer wieder zu Störfällen.

  • Deutschland respektiert tschechische Atompläne
    4. April 2012 – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem tschechischen Ministerpräsidenten zugesagt, dass Deutschland die tschechischen Atompläne “respektiere”. Atomkraftgegner weisen diese Einschätzung entschieden zurück und verlangen deutliche Interventionen gegen die Ausbaupläne des AKW Temelin.

Quelle (Auszug): mdr.de; gruene-fichtelgebirge.de/temelin; 07.05.2012

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