Das war „Lesen ohne Atomstrom“ 2012: Alle Häuser voll – 4.740 Gäste bei zwölf exklusiven Lesungen

Noch einmal wurde am Mittwochabend in der bis auf den letzten Platz vollbesetzten Fabrik die neue, von Jan Plewka und Jan Delay gestiftete „Lesen ohne Atomstrom“-Hymne angestimmt – von Medienunternehmer Frank Otto, Pianist Jo Barnikel sowie Liedermacher und Autor Konstantin Wecker: „Es ist vorbei – Bye Bye Vattenfall!“. Und die drei sandten unter großem Beifall eine klare Botschaft an die Vattenfall-Konzernzentrale in der Hamburger City Nord: „Sie werden Ihr Reinwaschungs-spektakel der so genannten ‚Vattenfall-Lesetage’ nicht retten können. Lassen Sie’s einfach sein!“

Zuvor hatten Wecker und Barnikel die mehr als 600 Zuschauer über zweieinhalb Stunden restlos begeistert. Schnell hielt es Konstantin Wecker nicht mehr an seinem Lesetisch, und er griff in die Tasten des altehrwürdigen Fabrik-Flügels. Barnikel und Wecker spielten sich regelrecht in einen Rausch. Nach mehreren Zugaben der Künstler verkündeten die Moderatoren Frank Otto und Oliver Neß: „Wir freuen uns auf ‚Lesen ohne Atomstrom’ 2013, 2014 – und so lange es noch nötig ist.“

Das Programm von „Lesen ohne Atomstrom – Die erneuerbaren Lesetage“ hat die Hamburgerinnen und Hamburger auch dieses Jahr voll überzeugt: Die zwölf Veranstaltungen besuchten insgesamt 4.740 Zuschauer. Damit war jedes Theater oder jede Halle an jedem Tag nicht nur bis auf den letzten Platz vollbesetzt – an mehreren Tagen konnten sogar viele Interessierte nicht mehr eingelassen werden.

„Wir haben bereits sehr große Locations ausgewählt, wenn man bedenkt, wo sonst in aller Regel Lesungen stattfinden. Die Beteiligung der Hamburgerinnen und Hamburger am kulturellen Protest gegen den Literaturmissbrauch von Vattenfall ist dermaßen groß, dass selbst die von uns angebotenen Spielstätten mit 500 bis 1000 Plätzen zuletzt nicht mehr ausreichend waren“, sagt Andreas Blechschmidt, Sprecher der „Erneuerbaren Lesetage“.

contrAtom hat die Veranstaltung durch tatkräftige Mithilfe, Infostände und Organisation unterstützt.

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    „Das wird ein Kulturereignis der Extraklasse“, kündigt Jakob von Uexküll an. Der Begründer des Alternativen Nobelpreises ist in diesem Jahr Schirmherr der Literaturreihe „Lesen ohne Atomstrom – Die erneuerbaren Lesetage“. Dafür treten im April zwei Dutzend renommierte Schriftsteller auf den attraktivsten Bühnen Hamburgs auf. „Und keine der Lesungen kostet Eintritt – Literatur für alle!“ – mehr

Konzert „VattenStörfall rocken“ in der Fabrik, 16.04.2012

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