Vortragsreihe in Lüneburg: Warum der letzte Castortransport nicht der letzte war

Nach dem Castortransport im Herbst 2011 nach Gorleben konnte man in vielen Presseberichten lesen, das sei nun der Letzte gewesen. Dass dies nicht so ist, belegt Wolfgang Neumann in seiner Studie „Bestandaufnahme Atommüll 2011“. Ein erster Vortrag einer ganzen Reihe anlässlich des ersten Fukushima-Jahrestages in Lüneburg.

“Strahlende Atommüllberge” – dieser Titel einer Expertise, die Dipl.-Ingenieur Wolfgang Neumann für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) im Oktober 2011 fertigte, belegt, dass auch der Atomausstieg light der Bundesregierung keine Entspannung für das Atommüllproblem bringt. Im Gegenteil, durch die Streckung der Laufzeiten für die verbleibenden Atomkraftwerke bis zum Jahr 2022 kommen zu den 6.500 Tonnen hochradioaktiver Abfälle noch einmal 4.500 Tonnen hinzu.

Detailliert listet er auf, wo in Deutschland Atommüll schlummert und vor allem wie viel trotz so genanntem Ausstieg noch produziert wird. Alleine 1600 Castorbehälter müssen aus den AKWs und WAAs in ein mögliches Endlager transportiert werden.

Sollte Gorleben wider aller Sachargumente durchgesetzt werden, hieße dies, dass Atommülltransporte über Jahrzehnte durch Lüneburg liefen. Die bisherigen Castortransporte sind nur die Spitze des Eisbergs.

Das Lüneburger Aktionsbündnis gegen Atom (LAgA) hat anlässlich der ersten Jahrestags von Fukushima eine Vortragsreihe in Lüneburg organisiert, Wolfgang Neumann macht am Montag den Anfang:

  • Warum der letzte Castortransport nicht der letzte war
    Montag den 5. März 19:30 HS 4 alte Uni Wilschebrucher Weg

weitere Termine der Vortragsreihe:

  • 12.03.2012, 19:30, HS 4 alte Uni Lüneburg, Wilschenbrucher Weg
    Sascha Adamek: „Die Atomlüge – Atomwirtschaft und Lobbyismus“
  • 12.04.2012, 19:30, HS 4 alte Uni Lüneburg, Wilschenbrucher Weg
    Udo Dettmann: „Die Asse bringt es an den Tag …. Atommülllagerung gescheitert“
  • 25.04.2012, 19:30, HS 4 alte Uni Lüneburg, Wilschenbrucher Weg
    Ulrich Kleemann: „Gorleben als Endlager ungeeignet“
  • 28.04.2012, 11:00, VHS-Foyer, Haagestraße, Lüneburg
    Matthias Miersch: „Das neue Endlagersuchegesetz“

weitere Infos: www.lagatom.de

contrAtom unterstützt die Vortragsreihe.

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