Die Wahrheit zum Atomausstieg auf Papier

Deutschland steigt aus, acht Atomkraftwerke wurden vor knapp einem Jahr endgültig abgeschaltet. Doch neun Meiler laufen weiter, die Herstellung von AKW-Brennstoff wird ausgebaut und eine Lösung für die Endlagerfrage ist nicht in Sicht.

Auf einem Flugblatt haben wir zahlreiche Gründe zusammengefasst, weshalb wir den Kampf für eine schnelle Stilllegung der Atomindustrie weiterführen müssen. Wir hoffen, damit zum Beispiel für die Demonstrationen am Fukushima-Jahrestag am 11.03. mobilisieren zu können, denn die Notwendigkeit von Protest bleibt weiter wichtig. Der Druck von der Straße hat schwarz/gelb vor einem Jahr zur Rücknahme der Laufzeitverlängerungen gezwungen, nun muss als nächstes Gorleben vom Tisch.

Helft mit und verbreitet die Wahrheit zum deutschen Atomausstieg:

  • Die Wahrheit zum Atomausstieg
    Update Juni 2012: Deutschland steigt aus. Ein Medienrummel, eine Anti-Atom-Kanzlerin, der (ehemalige) Umweltminister Röttgen wird zum AKW-Abschalter. Doch ein ganz dicker Brocken ist im Zusammenhang mit dem neuen „Konsens“ über den Atomausstieg auf der Strecke geblieben. – mehr

3 Responses to Die Wahrheit zum Atomausstieg auf Papier

  • Warum und wie absichtlich erzeugt? Kannnst Du näheres dazu sagen?

  • Wolfgang Oberacker sagt:

    Anti-Atom-Mahnwachen in Linkenheim
    Freitag, den 16.3.12 um 17.30 Uhr
    in Linkenheim, Karlsruher Straße 82 auf dem Gehweg vor der Einfahrt zum Einkaufszentrum ( LIDL, REWE, Aldi …)
    Freitag, den 23.3.12 um 16.30 Uhr
    in Linkenheim auf dem Rathausplatz
     
    Fukushima strahlt und mahnt: Schluss mit dem atomaren Wahnsinn.

    Warum diese Mahnwachen?

    Am 23.3.12 um 18:00 Uhr findet im Rathaus Linkenheim die öffentliche Gemeinderatssitzung statt, auf der über die Aufrechterhaltung oder die Rücknahme des Bebauungsplan (Hotel statt Atomanlagen des ITU im Hardtwald)  abgestimmt wird.

    Wir fordern:
    Keine Forschung im Hardtwald für Europas künftige Atomanlagen!
    Kein weiteres Atommülllager auf dem WAK-Gelände unter dem Deckmantel „Pufferlagerung“, das dann auch für andere radioaktiven Abfälle benutzt werden könnte.
    Keine weitere Gefährdung durch radioaktive Emissionen in Luft, Wasser, Boden.

    Bitte wenden

    Informationen zur Gemeinderatsitzung in Linkenheim:

    Am Freitag, dem 23.3.2012 um 18:00 Uhr wird der Gemeinderat von Linkenheim-Hochstetten über den Bebauungsplan und damit auch über die Fläche für einen beantragten Neubau des Atomforschungsinstituts „ITU“ auf dem Gelände des KIT Campus Nord in einer öffentlichen Sitzung abstimmen. Das ITU ist eines von 7 europ. Atomforschungsinstituten – diese haben als Aufgabe u.a. die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und die Förderung der Akzeptanz der Atomenergie.
    Monatelang war der Neubau in einer vom Land Baden-Württemberg initiierten Mediation öffentlich diskutiert worden. Das ITU will auf der Gemarkung Linkenheim-Hochstetten im Hardtwald nördlich von Karlsruhe ein neues Gebäude bauen und dort unter dem Deckmantel „Sicherheitsforschung“ und trotz des deutschen Atomausstiegs   u.a. an Brennstoffen für die nächste Generation von Atomanlagen forschen.
    Die schon vorhandenen Forschungsgebäude des ITU seien zwar „nicht unsicher“, aber man brauche ein „sichereres“ Gebäude (Zitat: Prof. Dr. Fanghänel, ITU-Vertreter bei der Mediation). Der Gemeinderat Linkenheim will einen eigenen Bebauungsplan auf dem Gelände der WAK nach deren Abriss, und keine neuen Atomanlagen.
    Erst nach Abschluss! der Mediation wurde von der WAK angedeutet, dass die vorhandene Lagerkapazität für die radioaktiven Abfälle aus dem Abriss der WAK nicht ausreichen würde und deshalb ein weiteres Atommülllager, genannt „Pufferlager“, neu auf Linkenheimer Gelände gebaut werden müsse.
    Zwischenlager sind keine Lösung für das Atomproblem.
    Seit 1990 weiß man, dass die WAK zurückgebaut werden muss – und die Fachleute sind bislang nicht in der Lage gewesen, die Menge des anfallenden radioaktiven Mülls einzuschätzen?

    Plutonium in der Umwelt
    Als Folge der Aktivitäten des ITU werden – nicht nur über die Kamine – radioaktive Substanzen, auch Plutonium in die Umwelt (in genehmigten Mengen) abgegeben. Medizinisch gibt es keine Grenzwerte für Plutonium : Ein einziges Plutoniumteilchen kann Krebs auslösen.

    ITU forscht für Zukunft der Atomkraft.
    Bei der Mediation wurde übrigens von Seiten des ITU immer wieder darauf hingewiesen, dass das ITU auch in weiteren Forschungsgebieten, z.B. Medizin tätig ist.
    Dagegen hat niemand etwas. Dass dem ITU aber vor allem die Forschung für neue, künftige Atomanlagen wichtig ist, war offensichtlich. Prof. Dr. Fanghänel sprach im Falle einer Ablehnung des Neubaus und Behinderung der Forschung für künftige Atomanlagen von einem eventuellen Standortwechsel des ITU ins Ausland, und beschwor einen damit verbundenen Image-, Arbeitsplätze- und Wissensverlust für die Region und Deutschland.

    Für unsere Gesundheit und für die von Hunderten von Generationen nach uns können wir auf das Image eines „Atomforschungsstandortes“ gern verzichten.

    Nicht die weitere Verstrahlung der Erde über viele tausend Jahre darf das Resultat von  Forschung sein.
    Die Wissenschaft muss alle Mittel, alles Wissen und alles Können in die Forschung für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Speichertechnologien einbringen.

  • Infoliner sagt:

    Die Sprache ist wichtig. Es geht nicht um einen „noch schnelleren“ Ausstieg, sondern was ihr mit Recht fordert, ist doch ein schneller Ausstieg, denn sonst bescheinigt Ihr den Gestrigen einen schnellen Ausstieg, der das ja wirklich nicht ist. Und dann.. tut mir leid, es war aber nicht der Druck der Straße, der da ein wenig bewegt hat. Es waren eher gewisse Einsichten und Drohungen bezüglich Fukushima, was ja eine absichtlich erzeugte Katastrophe war.
     

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