BayernLB finanziert Atomkraftwerk in Finnland

Auch Bayern steigt eigentlich aus der Atomkraft aus. Doch das Staatsinstitut Landesbank (BayernLB) finanziert in Finnland gerade den Neubau eines Atomkraftwerks. Atomkraftgegner fordern ein sofortiges Ende von Atomkrediten.

Bei dem Projekt geht es um den Bau des dritten Reaktorblocks für die Atomanlage Olkiluoto im Südwesten Finnlands. Dort bauen die französische Areva NP und der deutsche Siemens-Konzern bereits seit 2005 an dem Projekt, die Landesbank führt ein Bankenkonsortium an, das den Bau nach unwidersprochenen Berichten mit 1,95 Milliarden Euro finanziert. In Oliluoto häufen sich seit Jahren die Berichte über Bauverzögerungen und Kostenexplosionen. Für die BayernLB könnte der Meilerbau zu einem finanziellen Debakel werden. Deshalb haben nun Abgeordnete im Haushaltsausschuss Informationen eingefordert.

Doch im Haushaltsausschuss stützten CSU und FDP die Position der BayernLB, die sich zu dem Projekt nicht äußern will, weil es um interne Geschäftsbeziehungen gehe. Das sei zu respektieren, meinte die CSU-Abgeordnete Erika Görlitz. Das sieht die Opposition anders, denn schließlich sei man als Land Eigentümer der BayernLB und habe ein Interesse daran, die Hintergründe zu erfahren.

Atomkraftgegner fordern die Politik auf, das Atomprojekt sofort zu beenden:

„Dass mit deutschen Gelder weiter Atomkraftwerke gebaut werden ist nicht hinzunehmen“, so Jan Becker von contrAtom. „Viele Banken sind tief verstrickt in das Atomgeschäft, wir rufen daher alle Gegner dieser gefährlichen Technologie auf, diesen Banken die rote Karte zu zeigen!“

httpvh://www.youtube.com/watch?v=FDwlNKK4Rpo

Atomausstieg – die Wahrheit

  • Teil 24: Die Ausstiegslüge von Siemens
    Großmundig reihte sich Siemens-Konzernchef Peter Löscher in die Befürworter des deutschen Atomausstiegs ein und verkündete Mitte September, das traditionelle Atomunternehmen wird künftig keine Reaktoren mehr bauen. Die Realität ist eine andere – und die Geschäfte gehen offenbar ungebremst weiter.

Quelle (Auszug): sueddeutsche.de; 01.12.2011

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