Achtung Strahlung! Gorleben erneut blockiert

Die BürgerInneninitiative gegen Atomanlagen Uelzen (BI Uelzen) hat gestern im Rahmen von www.gorleben365.de die Hauptzufahrt zum Salzstock Gorleben blockiert. Mit einem „Spanischer Vorhang“ verschleierten Aktivisten den Anblick auf das Bergwerk, den sogenannten Schwarzbau.

„Von der Nichteignung des Salzstockes Gorleben für die Lagerung von Atommüll überzeugt haben wir im Ausland nach Lösungen gesucht, wie der Salzstock zukünftig zu nutzen wäre“, so Bernd Ebeling von der BI Uelzen. Fündig wurde die BI Uelzen im rumänischen Transsylvanien, dem Städtchen Turda. Der Salzstock wird dort erfolgreich als Freizeitpark betrieben. Für Groß und Klein wird einiges geboten: Konzerte, Historie des Salzabbaus, Sicherungsmaßnahmen, Kegelbahn, Riesenrad, Billiard, Tischtennis, Minigolf, Basketball und ein Spielplatz. Wie für einen Salzstock üblich gibt es in Turda Wasserzuflüsse, was bereits aus den gescheiterten Atommülllagern Asse und Morsleben bekannt und im Gorlebener Salzstock ebenso gegeben ist. Diese Wasserzuflüsse sind nicht vereinbar mit der Lagerung von Atommüll in Salzgestein, da Korrosion frei Haus gleich für die Lagerbehälter mitgeliefert wird.

Mit einem großen Transparent (Text: „Achtung Lebensgefahr – Radioaktive Strahlung“) zogen Atomkraftgegner vor das atomare Zwischenlager. Nirgends ein Hinweis auf radioaktive Strahlung, aber ein Schild mit der vielen sagenden Botschaft „Betreten verboten! Eltern haften für Ihre Kinder“. Strahlenwerte hoch und runter gerechnet, Überschreitung ja oder nein. Mal wieder macht sich die Atomindustrie, in diesem Fall der Betreiber Gesellschaft für Nuklearservice mbH (GNS), unglaubwürdig, das Atommüllproblem überhaupt ernsthaft und mit der erforderlichen Sorgfalt anzugehen. Messwerte für die radioaktive Strahlung aus der CASTOR-Halle werden passend gerechnet. Vom niedersächischen Umweltministerium (NMU) die Verkündung, das erst Ende Oktober entschieden werde, ob der CASTOR-Transport rollen dürfe. Alles heiße Luft, wer glaubt denn noch der GNS und dem NMU? Container für die Unterbringung der Polizei werden auf dem Geländes des Salzstock Gorleben aufgestellt. Die Abfahrt des CASTOR-Transportes im französischen Valogne ist auf den 24. November 2011 terminiert.

Bezüglich geplantenen CASTOR-Transportes in das Zwischenlagers Gorleben fordert die BI Uelzen die Absage des Transportes und die Einstellung aller Vorbereitungen durch die Polizei. Wir erinnern daran, dass bereits in Jahren 1998 bis Anfang 2001 die hochgefährlichen Transporte unterblieben, da die Deckeldichtungen der Transportbehälter nicht gesetztes konform waren. Weiter fanden in den Jahren 2007 und 2009 keine Transporte statt, das es keine genehmigten CASTOR- Behälter gab.

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Solidaritäts-Aktion „nirgendwo“
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