Die Realität ist der tägliche Störfall

Tag für Tag reiht sich Störfall an Störfall. Das ist die Realität der Nutzung von Atomanlagen. Zwar endet nicht jeder Unfall in einer Katastrophe, in der Vergangenheit gab es aber eine Vielzahl schwerer Unglücke, die oft mit der Freisetzung von Radioaktivität, Verseuchung von Umwelt und Verstrahlung von Menschen verknüpft waren. Der Störfall-Kalender zeigt jeden Tag das wahre Gesicht der Atomenergie: eine gefährliche, menschenverachtende Technologie.

Meist geht um Ereignisse wie zum Beispiel defekte Elektrobaugruppen oder Schalter, die im Einzelnen keine große Gefahr darstellen. In einem komplexen System wie einem Atomkraftwerk kann ein winziger Defekt aber zu einer Verkettung von Ereignissen führen, die dann unbeherrschbar werden – und in einem Super-GAU enden. Die Betreiber der AKW reden diese Vorfälle bewusst klein, die Ursachen können aber oft erst durch Spezialisten überhaupt gefunden werden. Es kommt aber auch vor, dass Defekte viele Jahre nach ihrem Entstehen entdeckt werden. Eine Atomanlage ist eine latente, unkalkulierbare Gefahr für die Bevölkerung und Umwelt.

Wir fordern die Stilllegung aller Atomanlagen!

Ein Eindruck von heute:

  • 29.07.2009 – AKW Isar Block 2: Befunde an drucklosen Kleinleitungen des Anlagenentwässerungssystems
  • 29.07.2008 – Frankreich: Neuer Zwischenfall in Atomanlage Tricastin
  • 29.07.2008 – AKW Biblis: Block B unterbricht Stromproduktion nach Zwischenfall
  • 29.07.1993 – Russland: Diebstahl von hochangereichtertem Uran
  • 29.07.1973 – Schwere Explosion in der Windscale Plutoniumfabrik

zum Störfall-Kalender

  • Störfallreport
    Monatlich erstellen wir den “Störfallreport”, der die Meldungen zu Vorkomnissen, Störfällen oder Abweichungen vom Normalbetrieb in Atomanlagen sammelt. Wir geben keine Gewähr auf Vollständigkeit.
Solidaritäts-Aktion „nirgendwo“
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