Gorleben: „Das Salz zurück in die Erde!“

Unter dem Motto „Gorleben versalzen“ überwanden Aktivisten in der Nacht zu Sonntag die Absperrungen der beim Endlagerbergwerk aufgetürmten Salzhalde. Auf dem aufgeschichteten Salz brachten sie in weißer Farbe den 70 mal acht Meter großen Schriftzug „Das Salz zurück in die Erde“ an.

Am Sonntag zogen 800 Menschen mit Fahnen, Transparenten und Schubkarren an der von starken Polizeikräften gesicherten Endlagerbaustelle vorbei. Erneut hebelten einige AKW-Gegner den Zaun um die Salzhalde auf und erklommen unter dem Jubel der Demonstranten den Gipfel. Die Polizei nahm 27 Menschen fest, die mit Fahnen und teils auch mit Karren auf den Salzberg gelangt waren.

In der Debatte um den Atomausstieg bleibe das Atommülldilemma ausgeblendet, kritisiert die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg: »Bisher raschelte es nur im Blätterwald, als nach dem grünen Ministerpräsidenten Baden-Württembergs, Winfried Kretschmann, auch CSU-Chef Horst Seehofer seine Blockadehaltung zu einer Endlagersuche in Bayern aufgab. Aber passiert ist nichts. In Gorleben wird im Dreischichtbetrieb weitergebaut«, heißt es in einer Erklärung der BI. Die Aktivisten im Wendland wollen noch bis Donnerstag dafür demonstrieren, daß die Endlagersuche neu aufgerollt wird. Ohne Gorleben, denn das ehemalige Salzbergwerk ist nach Aussage von Experten denkbar ungeeignet für die sichere Einlagerung des Abfalls.


Textquelle (Auszug): jungewelt.de, 14.06.2011

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