Pfingsten wird Gorleben versalzen!

Die Bauarbeiten im Salzstock Gorleben sind zu 90% abgeschlossen und es wird unter Hochdruck weiter gearbeitet. In 3 Schichten. 24 Stunden am Tag. In Gorleben wird gerade ein Endlager fertig ausgebaut! Die Öffentlichkeit wird durch Anwendung des Bergrechts von dem Verfahren komplett ausgeschlossen. Und die Empfehlungen aus der Politik sprechen gegen Gorleben. Atomkraftgegner wollen Pfingsten „Gorleben versalzen“!

„Der Ausstieg wird bis zum Jahr 2022 gestreckt, wird von den Konzernen beklagt und zur Endlagersuche gibt es nur vage Ausführungen“, kritisiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). „Wir leisten Widerstand gegen den Endlagerschwarzbau mit entschlossenen Aktionen vom 10. bis zum 17. Juni 2011“ heißt es in einem Aufruf zu „Gorleben versalzen!“.

  • Ab Freitag, 10.06. beginnt in Gedelitz, etwa 2km Luftlinie von den Atomanlagen, ein Protestcamp.
  • Am Sonntag findet um 13.00 Uhr der traditionelle Sonntagsspaziergang statt, der einmal um das Erkundungsbergwerk herum führt. Dieses Mal wird dazu aufgerufen, Schubkarren mitzubringen.
  • Für Dienstag, 14.06. ist um 13.00 Uhr ein Zirkellauf angekündigt, Treffpunkt dafür ist das Salinas Gelände im Einfahrtsbereich zur Endlagerbaustelle.

In Gorleben werde unter Hochdruck weiter gearbeitet. In 3 Schichten. 24 Stunden am Tag. Die Öffentlichkeit werde durch Anwendung des Bergrechts von dem Verfahren komplett ausgeschlossen, monieren die Gorleben-Gegner.

„Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat nicht einmal den Sofortvollzug für den Ausbau Gorlebens aufgehoben und lässt keinen Zweifel daran, dass er die Arbeiten an einer “vorläufigen Sicherheitsanalyse” zu Gorleben weiter finanziert“, moniert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Zu den Protesten rufen die BI Lüchow-Dannenberg, Bäuerliche Notgemeinschaft, contrAtom, Widersetzen und weitere Gruppen auf.

Am Pfingstsonntag wird der “Schwarzbau” Gorleben um 13 Uhr demonstrativ mit Schubkarren und Salz umrundet: “Wir plädieren für das Verfüllen der Stollen.” Eine angemeldete Mahnwache auf dem Salinas-Gelände schließt sich nach Abschluss der Veranstaltungen zur Kulturellen Landpartie an.

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Solidaritäts-Aktion „nirgendwo“
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