Proteste bei Merkel Besuch: 2022 sei „der richtige Zeitpunkt“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält 2022 für den spätestesten Atomausstieg für den „richtigen Zeitpunkt“. Atomkraftgegner fordern sie auf, endlich Fakten zu schaffen und alte Anlagen stillzulegen. In Ludwigslust wurde Merkel entsprechend empfangen.

Es war ein kurzer Besuch der Bundeskanzlerin in Ludwigslust auf dem Landesparteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommern. Deutlich zeigten Atomkraftgegner aus der Prignitz, Ludwigslust und dem Wendland Flagge gegen die CDU-Politik: Euer Nonsens ist kein Konsens!

„Wir begrüßen, dass auch die CDU endlich zur Vernunft gekommen ist und Atomkraftwerke abschalten möchte. Nach Monaten des Redens erwarten wir nun aber endlich Fakten. Wenn Frau Merkel und ihre Partei noch einmal ernstgenommen werden möchte, dann muss sie die alten Reaktoren sofort und für immer stilllegen! Solange das nicht passiert, werden wir weiter auf die Straße gehen und gegen schwarz/gelb und die Atomlobby protestieren!“ fordert Jan Becker von contrAtom.

Vor einer Festlegung auf einen konkreten Atomausstiegstermin wolle Merkel erstmal den in rund einer Woche erwarteten Abschlussbericht der von der Regierung eingesetzten Ethikkommission abwarten. Diese appelliert gegen einen Sofort-Ausstieg und sieht 2020/2022 als realistisches Ziel.

  • Wir fordern die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen. Zur Zeit sind bis auf vier alle anderen Atomkraftwerke vom Netz. Das muss so bleiben!

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3 Kommentare

  1. Ich verstehe Angela Merkel nicht,denn in 11 Jahren sind unsere Familien und auch wir mit radioaktiven Strahlen verseucht,das wird bei Angela Merkel nicht anders sein,deswegen sollte sie so schnell wie möglich zu dem Entschluss kommen,dass Deutschland nur noch Ökostrom verwendet.In 11 Jahren ist es schon zu spät!

  2. Pingback: Merkel in Lulu
  3. Schau an, die CDU wird vom Saulus zum Paulus. Das letzte Atomkraftwerk soll in Deutschland in 11 Jahren vom Netz gehen. Warum nicht gleich so. Der Wählerwille wurde doch nach dem GAU in Japan überdeutlich. Hätte die CDU das schon vor der Baden Württemberg Wahl glaubwürdig vertreten, dann hätte sie die Wahl nicht verlorgen. Aber gut, besser später als nie. Die SPD hat jetzt allerdings ein Problem. Sie hat kein Programm mehr und wird von den Grünen aufgesogen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann die SPD auch auf Bundesebene hinter die Grünen zurückfällt.

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