Die Ergebnisse der RSK-Prüfung

Die Ergebnisse der Sicherheitsüberprüfung der Reaktorsicherheitskommission im Detail. Kein deutscher Meiler erreicht in allen untersuchten Kategorien gute Werte!

  • 0: Erreichen der niedrigsten Sicherheitsstufe nicht nachgewiesen
  • 1: Kraftwerk erreicht niedrigste Sicherheitsstufe
  • 2: Kraftwerk erreicht mittlere Sicherheitsstufe
  • 3: Kraftwerk erreicht höchste Sicherheitsstufe
  • grau hinterlegt: vom Moratorium betroffen
AKW zur Zeit
online/ offline
Flugzeug-
absturz
mechanischer Schutz
Flugzeug-absturz
thermischer Schutz
Explosions-druckwelle
(nach Gasfreisetzung)
Extremes Hochwasser Stromausfall >2 Std.
(station blackout)
Ausfall der Kühlwasser-versorgung
Biblis A offline 0 1 0 1,2,3 0 1
Biblis B offline 0 1 1 1,2,3 0 1
Isar-1 offline 1 1 0 1 0 1
Brunsbüttel offline 0 0 1 0 1,2 1,2,3
Neckarwest-
heim-1
offline 1 1 0 0 0 1
Philippsburg 1 offline 0 0 0 0 1,2 1,2,3
Philippsburg 2 offline 1 1 1 0 1,2 1,2
Grafenrheinfeld offline 1 1 1 0 1,2 1
Krümmel offline 1 1 1 1,2 0 1
Grohnde offline 1 1 1 0 1,2 1
Unterweser offline 1 1 1 0 1,2 1
Gundrem-mingen-B offline 1 1 1 0 1,2 1
Gundrem-mingen-C online 1 1 1 0 1,2 1
Brokdorf online 1 1 1 0 1,2 1
Neckarwest-
heim-2
online 1 1 1 0 1,2 1,2
Emsland online 1,2 1 1 1,2,3 1,2 1,2
Isar-II online 1 1 1 1,2 1,2 1

Ergebnis: Keines (!) der deutschen Atomkraftwerke erreicht in allen Kategorien gute Ergebnisse. Auch die „neueren“ Meiler haben Schwachstellen.

  • Wir fordern: Sofortige Stilllegung aller Reaktoren!

Quellen: FAZ; RSK-Bericht; 19.05.2011

One Response to Die Ergebnisse der RSK-Prüfung

  • Ernesto Lukschik sagt:

    Da kann man nur die Pressemitteilung von .ausgestrahlt hinzufügen:

    ATOMBRANCHE PRÜFT SICH SELBST

    Ergebnis der Reaktorsicherheitskommission (RSK) ist mit Vorsicht zu genießen

    Zur heutigen Übergabe des Berichts der Reaktorsicherheitskommission an Bundeskanzlerin Merkel erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

    „Das Ergebnis der Reaktorsicherheitskommission ist mit Vorsicht zu genießen. Einen ‚Stresstest‘ für die Atomkraftwerke hat es nicht gegeben. In weiten Teilen verlässt sich die Kommission auf schriftliche Angaben der AKW-Betreiber.

    Die Kommission ist nicht neutral. Hier hat sich die Atomwirtschaft gewissermaßen selbst geprüft. Denn unter den 16 Mitgliedern sind Vertreter der Stromkonzerne, Mitarbeiter des Reaktorbauers Areva und Angestellte von Forschungsinstituten, die einen Großteil ihrer Aufträge dadurch bekommen, dass es laufende Atomkraftwerke gibt. Alleine vier Mitglieder der Kommission stellt der TÜV, in dem wiederum die Stromkonzerne großen Einfluss haben. Das Bundesumweltministerium stellte schon 2008 fest: die ‚große Betreibernähe der TÜV beeinträchtigt die Qualität und Unabhängigkeit der Begutachtung‘

    Was ist von einer Kommission zu erwarten, die bisher immer behauptet hat, die deutschen Atomkraftwerke seien sicher – und die sich dabei lediglich auf Wahrscheinlichkeiten verlassen hat, aber nicht darauf, ob ein bestimmtes Katastrophenszenario im Bereich des Möglichen liegt? Hätte die Kommission für ihr aktuelles Gutachten untersucht, in welchem AKW eine Kernschmelzkatastrophe ausgeschlossen werden kann, dann müsste die Antwort lauten: in keinem der 17. Fukushima kann sich überall in Deutschland wiederholen. Auch in den sogenannten neuen Reaktoren.

    Jedes Ergebnis, dass hinter dieser Aussage zurückbleibt, spiegelt die Interessen der Atombranche und der Begutachtungs-Wirtschaft wider.

    Es wäre deutlich besser gewesen, wenn die Kanzlerin die Versicherungswirtschaft um ein Gutachten gebeten hätte. Denn dann wäre schnell deutlich geworden, dass kein deutsches AKW gegen eine Kernschmelze und ihre Folgen ökonomisch sinnvoll versichert werden kann, weil das Risiko einfach zu groß ist.“

    Quelle: http://www.ausgestrahlt.de/presse/artikel/7390e1d551/atombranche-prueft-sich-selbst.html

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