Gefahr nach Fukushima durch Nuklide in der Nahrungskette

Die Kernschmelze im havarierten japanischen Atomreaktor gefährdet über das Einbringen radioaktiver Nuklide in die Nahrungskette und Atmosphäre sehr wohl auch Menschen in Europa und auch Deutschland. Lagern sich über die Nahrungskette inkorporierte radioaktive Nuklide im Knochenmark an Stammzellen an, kommt es zu cancer stem cells und konsekutiv Leukämien. Dieser Ansicht ist Dr. Jürgen Seefeldt, Internist aus Paderborn.

Es kommt aber nicht nur zu Leukämien, sondern über die Anhäufung von ca. 15-20 Mutationsschritten auch zu Karzinomen und Sarkomen. Auch ist nach neueren Forschungsergebnissen bekannt, dass über den sog. „by-stander-Effekt“ Radioaktivität auch benachbarte Körperzellen zur malignen Entartung bringen kann, so Seefeldt.

Daher fordert er, die höchstgefährliche, letzendlich vielen Menschen den Tod bringende und von keinem hochzivilisierten Industrie-Land der Welt beherrschbare völlig unverantwortliche Atomkraft-Technologie weltweit zu beenden.

Druck aus der Bevölkerung müsse die sofortige Abschaltung sämtlicher deutscher Atomkraftwerke politisch erzwingen, damit dieser atomare viele Menschenleben fordernde Wahnsinn endlich gestoppt wird.

Wird Plutonium oder ein anderes radioaktives Isotop in das Knochenmark inkorporiert, bestrahlt es die Zellen und auch Stammzellen dort und führt oftmals später zu Krebs. Ein einziges Plutonium-Atom kann eine Stammzelle zur malignen Entartung bringen. Für krebserregende Stoffe gibt es keinen Schwellenwert. Seefeldt spricht von „heimtückischem, eiskalten Mord an unschuldigen Bürgerinnen und Bürgern“. Jedes Plutonium-Isotop ist extrem giftig und höchstgradig krebserregend: Aufgrund des individuell immer unbekannten Schwellenwertes für die Entstehung von Krebs durch krebserregende Einflüsse kann die Inkorporation eines radioaktiven Nuklids, egal ob Alpha-oder Beta-Strahler, nach Seefeldt sowohl über die Transformierung einer Stammzelle im Knochenmark in eine Krebs-Stammzelle (cancer stem cell) als auch Stammzellen unabhängig über die Induktion von 15-20 Mutationsschritten den Weg zur Krebs-Entstehung öffnen. Seefeldt legt dabei großen Wert auf den Hinweis, dass bei einer Verkettung unglücklicher Umstände dabei auch ein einziges radioaktives Nuklid reichen kann.

Mit der Bestrahlung von Stammzellen durch inkorporiertes Plutonium, aber auch durch jedes andere radioaktive Nuklid im Knochenmark können cancer stem cells entstehen und damit Leukämie, aber auch jede Art von Karzinomen und Sarkomen.

Aber nicht nur Plutonium-Isotope sondern jedes radioaktive Nuklid bestrahlt bei Einverleibung (Inkorporation) in den Körper die DNA der Zellkerne der benachbarten Zellen: „Bei Inkorporation radioaktiver Nuklide wie Plutonium-239, aber auch jedes andere radioaktive Nuklid ist außer der Induktion von Cancer stem cells auch der Weg der Cancer stem cell-unabhängigen Karzinogenese Tür und Tor geöffnet, da barrierefrei ionisierende Strahlung permanent auf die DNA des Zellkerns einwirkt und genau die 15-20 Mutationsschritte induziert werden können, die zur malignen Zelle (Krebs-Zelle) führen“, führt Seefeldt aus.

Seefeld: „Ich wehre mich vehement gegen Verharmlosungsbemühungen, wo in Tabellen die natürliche Strahlenbelastung mit der durch AKWs verglichen wird.“ Es werde nur Gamma-Strahlung erfasst, nicht die Inkorporation radioaktiver Nuklide. Zudem sei es auch vor der ersten künstlichen Kernspaltung durch den Menschen zu vielen Mutationen gekommen, die zu vielen Hunderttausend Krebs-Neu-Erkrankungen pro Jahr führten. Dabei sei es irrelevant, ob diese Mutationen durch chemische Karzinogene oder durch Radioaktivität geschehen, auch onkogene Viren spielen eine Rolle. Letztendlich ist der Einbau des onkogenen Virus-Genoms in das menschliche Genom auch „genetisch“ – was aber nicht zu einem „Alibi“ für die Atomindustrie führen darf, ihre todbringende Technik zu bagatellisieren.

„Nicht Virencluster in zufälliger Häufung um deutsche Kernkraftwerke herum führen zur statistisch signifikanten Häufung der Kinder-Leukämie um deutsche Atomkraftwerke herum, sondern die Inkorporation von Alpha- und Beta-Strahlern, die keine Strahlenschutzbehörde messen kann und auch nicht misst“, so Seefledt mit Blick auf die Studien zur Leukämiehäufung.

Sein Fazit: „Wir müssen uns gegen die Verbreitung radioaktiver Nuklide und deren Inkorporation in den menschlichen Körper und gegen Verharmlosungsbemühungen seitens der EU-Behörden und nationaler Regierungsstellen vehement wehren und die Bevölkerung aufklären!“

  • Dr. med. Jürgen Seefeldt, Facharzt für Innere Medizin
    Winfriedstr. 7, 33098 Paderborn
    www.g-pb.de/Seefeldt
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    10. Mai 2011 – Kinder, die in der Nähe von Kernkraftwerken wohnen, erkranken einer britischen Studie zufolge nicht häufiger an einer Leukämie. Der jetzt veröffentlichte Report steht damit im Gegensatz zur deutschen KiKK-Studie, in der die Autoren methodische Schwächen gefunden haben wollen. Die KiKK-Studie habe nicht alle Störgrößen berücksichtigt und der Zusammenhang zwischen Erkrankung und Strahlung sei nicht nachgewiesen. Verfälscht worden sei die Studie auch wegen des Bezugs zur Leukämiehäufung in der Elbmarsch. Diesen Beitrag weiterlesen »

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