GAU in der Asse: Verseuchung geht weiter

Die schwerste radioaktive Verseuchung seit Beginn der Messungen in 1978 stellten die Betreiber des ehemaligen Endlagerbergwerkes Asse-II fest: in einer Lösungsprobe ein Strahlungswert von etwa 240.000 Becquerel pro Liter gemessen. Der Wert liege 24 Mal höher als die erlaubte Freigrenze.

„Das ist der bislang höchste Wert von Cäsium 137 in einer Lösungsprobe, der in der Asse nach dem Ende der Einlagerung im Jahr 1978 gemessen wurde“, hieß es in einer Erklärung des Bundesamt für Strahlenschutz.

Bei einer Kontrollmessung in der Nähe des sogenannten Laugensumpfes vor einer Einlagerungskammer in 750 Metern Tiefe seien die Were festgestellt worden. Im Jahr 2008 sei an der Stelle noch ein Radioaktivitätswert von etwa 90.000 Becquerel pro Liter gemessen worden. Damit habe sich die dortige Strahlenkonzentration innerhalb von drei Jahren mehr als verdoppelt.

„Die Herkunft dieser lokalen Kontamination innerhalb der Schachtanlage Asse II wird derzeit noch untersucht“, hieß es. Die genaue Herkunft ist immer noch völlig unklar. Sicher scheint, dass die Radioaktivitöt aus leckgeschlagenen Atommüllfässern stammt.

Abgesoffenes Atommüllendlager Asse-IILaut Werner Nording, Sprecher des Bundesamts, sbestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, da die Mitarbeiter sehr vorsichtig seien. Der „Überwachungsbereich“, in dem die erhöhte Radioaktivität gemessen worden sei, dürfe nur von Experten betreten werden, die darauf achten würden, dass es nicht zu einer Strahlenbelastung an der Erdoberfläche komme.

  • Wir fordern, die Asse-II sofort zu räumen! Sämtlicher Atommüll muss aus der Schachtanlage – bevor es zu einer unkontrollierten Verseuchung des Grundwassers kommt. Außerdem muss aus der Asse gelernt werden, dass die Tiefenlagerung von Atommüll gescheitert ist. Langzeitsicherheit ist nicht möglich. Gorleben und Schacht Konrad gehören sofort gestoppt!

Quelle (Auszug): news.yahoo.de, 14.04.2011

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