Festgekettet: Protestaktion gegen AKW Grohnde

Gestern nachmittag haben sich sechs Atomkraftgegner an das Eingangstor des niedersächsischen Atomkraftwerk Grohnde gekettet. Mit Ketten und Bügelschlössern blockierten sie stundenlang die Zufahrt – und wurden schließlich von der Feuerwehr losgeschnitten.

10.04.2011 - Ankettaktion Grohnde / Bild: ndr.de

10.04.2011 - Ankettaktion Grohnde / Bild: ndr.de

Nach Angaben des AntiAtomPlenums Göttingen fand die Aktion aus Solidarität mit Kernkraftgegnern in Japan statt, die in Tokio für Sonntag zu einer Demonstration aufgerufen hatten. Der Bauer Ludwig Pape sagte, er beteilige sich an der Aktion „aus persönlicher Betroffenheit“ und wegen seiner Enkelkinder. Die schrecklichen Ereignisse in Japan zeigten, dass der Betrieb der Kernkraftwerke unverantwortlich und gefährlich sei. Außerdem wisse niemand, „wo der Atommüll gelagert werden kann“.

Etwa ein Dutzend der beteiligten Atomkraftgegner wurde erkennungsdienstlich behandelt. Wie ein Polizeisprecher sagte, müssen sie jetzt mit Verfahren wegen Nötigung und Hausfriedensbruchs rechnen. Der Betreiber des Atomkraftwerks, E.ON, habe bereits Strafantrag gestellt.

Eine ähnliche Aktion fand am 14. März in Biblis statt: Auch hier ketteten sich Aktivisten an das Haupttor und blockierten über mehrere Stunden die Zufahrt.

Demonstriert wurde gestern auch gegen das AKW Fessenheim. Die ältesten Meiler Frankreichs steht in erdbebengefährdeter Region. 4.000 Menschen aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz protestiert und und forderten die sofortige Abschaltung.

Quelle (Auszug&Bild): ndr.de, 10.04.2011

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Solidaritäts-Aktion „nirgendwo“
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