Plutonium-Transport nach Grohnde gestoppt!

Der umstrittene Transport plutoniumhaltiger Mischoxid-(Mox)Brennelemente von der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield ins niedersächsische AKW Grohnde ist gestoppt worden. Vorerst kommen die MOX-Brennelemente in Grohnde nicht zum Einsatz. Ein Anti-Atom-Teilerfolg – denn bisher gibt es keine Genehmigung für den umstrittenen Transport.

Laut Betreiber E.ON habe bis zuletzt keine Transportgenehmigung vorgelegen. Der vorläufige Beladeplan des Reaktorkerns für den Zyklus 2011/2012 müsse mindestens drei Monate vor der Revision im Mai 2011 vorliegen, um begutachtet und genehmigt werden zu können, erläuterte eine Unternehmenssprecherin.

Auch weil AtomkraftgegnerInnen immer wieder mit Aktionen auf die Sicherheitsrisiken beim Transport von Plutonium – dem giftigsten Stoff der Welt – hingewiesen hatten, gab es keinen Genehmigung. Mehrere deutsche Hafenstädte hatten erklärt, dass sie einen Umschlag der Fracht über ihre Häfen nicht wünschten. Am 15.01. demonstrierten mehrere hundert Menschen vor dem AKW Grohnde mit einem „Probesitzen“ und kündigten eine Blockade des Transports an.

„Die Verschiebung des Transportes ist auch eine Folge des wachsenden Protestes“, sagte der Sprecher der Jugendumweltnetzwerks Niedersachsen, Tobias Darge.

Über den künftigen Einsatz von Mox-Brennelemente will E.ON vor der nächsten Revision in 2012 entscheiden – und dann die dafür notwendigen Transporte veranlassen.

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